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1.415 Projektideen

Ziel-2-Wettbewerbe mobilisieren Innovationen in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung

„Wettbewerbsverfahren als entscheidendes Kriterium für die Vergabe der Ziel-2-Mittel der Europäischen Union haben sich in Nordrhein-Westfalen bewährt. Soviel steht schon jetzt fest, nachdem 22 der insgesamt 24 Wettbewerbe in der ersten Runde durchgeführt und 18 mit Jury-Entscheidung abgeschlossen sind. Wir haben mit dem Wettbewerb eine beachtliche Mobilisierung in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung im gesamten Land erreicht.“ Das erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben in Düsseldorf bei der Vorlage eines ersten Zwischenberichts des NRW-EU-Ziel-2-Programms.

Seit Beginn der ersten Wettbewerbsrunde vor gut einem Jahr gab es 1.415 Projektideen mit rund 5.000 beteiligten Kooperationspartnern. Davon haben 1.283 Ideenskizzen an Wettbewerben teilgenommen, die bereits durch Jury-Entscheidung abgeschlossen sind. Genau 345 davon sind so genannte Siegerprojekte, die von den Jury-Mitgliedern zur Förderung empfohlen wurden. Das entspricht einer landesweiten, durchschnittlichen Erfolgsquote von 26,8 Prozent.

Best-Practice-Beispiele

Ablauf und Ergebnisse der bisher durchgeführten Wettbewerbe haben inzwischen auch das Interesse der EU-Kommission gefunden: Die nordrhein-westfälischen Wettbewerbsverfahren gelten als best-practice-Beispiele im europaweiten Erfahrungsaustausch auch hinsichtlich ihrer Reichweite. Bewerbungen kamen aus allen Städten und Kreisen des Lan-des, „weiße Flecken“ sind nicht vorhanden.

Viele Ideen

Zu den Spitzenreitern nach Zahl der eingereichten Projekte gehören Dortmund (96), Köln (82) und Aachen (79), im Mittelfeld liegen Bochum (65), Essen (56), Münster (43), Duisburg (40). Aber auch in den eher ländlich strukturierten Bereichen wurde durch die Wettbewerbe eine beachtliche Zahl an Ideen und Innovationen erzeugt, so zum Beispiel im Kreis Recklinghausen (45), Hochsauerlandkreis (39), Kreis Paderborn (31), Siegen-Wittgenstein (26), Rhein-Erft-Kreis (25) oder im Rhein-Sieg-Kreis (24). Auf das Ruhrgebiet insgesamt (in den Grenzen des RVR) und das Bergische Städtedreieck entfielen 142 von insgesamt 345 Gewinnervorhaben, das entspricht 41 Prozent. Bei 526 eingereichten Projektskizzen aus diesen Regionen entspricht das einer Erfolgsquote von 26,9 Prozent. Das Ruhrgebiet und das Bergische Städtedreieck sind im NRW-EU-Ziel-2-Programm als Regionen mit besonderem strukturellem Anpassungsbedarf gekennzeichnet.

Ausgewogen ist auch die Verteilung der Wettbewerbsbeiträge auf die Zielgruppen: So stammen 43 Prozent der eingereichten Skizzen aus Unternehmen, 37 Prozent von Kommunen, Vereinen und ähnlichen Einrichtungen, 20 Prozent aus Hochschulen und Forschungsinstituten. Vergleichbar verteilen sich die sog. „Siegerprojekte“ auf diese Zielgruppen: 38 Prozent stammen aus Unternehmen, 37 Prozent aus Kommunen, 25 Prozent aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Landesweiter  Innovationsprozess 

Die zur Förderung empfohlenen Vorhaben beschränken sich in ihrer strukturpolitischen Auswirkung in aller Regel nicht ausschließlich auf den engen Raum des Hauptantragstellers, sondern die Innovationsimpulse wirken durch die hohe Zahl an Kooperationspartnern weit darüber hinaus. Gerade diese landesweiten Innovationsprozesse und die Stärkung der Wertschöpfungsketten stehen im Fokus der Förderung zur Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

Fördermittel 

„In den kommenden Wochen geht es darum, möglichst schnell möglichst viele Projekte bewilligungsreif zu machen, damit die Fördermittel fließen können und aus Ideen wirtschaftlich erfolgreiche Realität wird. Die Fachleute bei der NRW.Bank sind mit Hochdruck bei der Antragsbearbeitung“, so noch einmal die Wirtschaftsministerin. Gemeinsames Ziel sei es, bis zur Jahreswende knapp ein Drittel der Anträge zu bewilligen, den Rest in den ersten Monaten des neuen Jahres.

Insgesamt stehen für diese erste Runde der Wettbewerbe des NRW-EU-Ziel-2-Programms rund 312 Millionen aus dem Europäischen Strukturfonds zur Verfügung. Hinzu kommen Mittel des Landes in Höhe von rund 144 Millionen Euro sowie von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und sonstiger Träger. Damit wird ein Ausgabevolumen von über 600 Millionen Euro für die Fördervorhaben ausgelöst. Für die zweite Runde von Ziel-2-Wettbewerben im Jahr 2009 stehen vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers Finanzmittel in einem ähnlich hohen Umfang zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.wirtschaft.nrw.de

(Redaktion)


 


 

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