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„Sürpfele, nit suffe!“

Zum 38. Weinfest in Freiburg werden rund 50.000 Genießer und über 100 Weinhoheiten erwartet

Das 38. Freiburger Weinfest verspricht eine Veranstaltung zu werden, die jede königliche Hochzeit in den Schatten stellen dürfte: Rund 180 Königinnen und Prinzessinnen sind eingeladen und über 100 haben bereits ihr Kommen zugesagt! Freilich handelt es sich „nur“ um Weinköniginnen und Weinprinzessinnen, aber immerhin: „Wir haben Einladungen bis nach Neuseeland verschickt“, so der Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes Peter Wolfart. Das letzte Weinköniginnen Treffen liegt 10 Jahre zurück und da soll das Treffen anlässlich der 60. Krönung einer badischen Weinhoheit am 2. Juli in Freiburg nicht hinten anstehen. Schließlich waren prominente Frauen im Land wie die ehemalige Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin oder die Prorektorin der Hochschule Heilbronn Ruth Fleuchaus selbst einst als gekrönte Häupter für die Sache des badischen Weins unterwegs.

Sechs Tage dauert das Freiburger Weinfest ab dem 2. Juli auf dem Münsterplatz. Es lebt von seiner einmalig schönen Kulisse, einer hochkarätigen Gastronomie und einem ansprechenden musikalischen Rahmenprogramm, das vom Rock ´n´ Roll bis hin zur Chormusik reicht. Rund 400 Weine und Sekte aus neun Bereichen Badens, die Kaiserstuhl, Breisgau und Markgräflerland abdecken, kommen bei den rund 100 vertretenen Kellereien, Genossenschaften und Gütern ins Zehnteleglas und natürlich werden die jungen Weine des Jahrgangs 2008 eine besondere Aufmerksamkeit genießen. „Wenn sich auf dem Weinfest herumspricht, wo ein besonderer Tropfen zu finden ist, dann wird das ein Dauerbrenner, nicht nur für die Tage des Weinfests“, sagt Winzer Bernhard Schätzle aus Freiburg-Lehen. Das Fest sei in erster Linie eine Marketingaktion, die für Beschicker wie Besucher Spaß macht und Genuss bringt, so Schätzle. Sein Kollege Karl-Heinz Maier, der als Bereichsleiter für die Weine vom Tuniberg spricht, ergänzt: „Der 2008er ist ein guter Jahrgang. Die Weine halten, was der erste Eindruck verspricht und sind teils seht fruchtig und voluminös geworden.“ Und als Kontrastprogramm zu den jungen Gewächsen bringt die„Alte Wache“ am Münsterplatz, das Haus der badischen Weine, 20 Jahre alte Kostbarkeiten zur Verkostung.

Es gehe bei einem Fest wie dem Freiburger Weinfest vor allem um den Genuss, nicht um den Alkoholkonsum, sagt Schätzle. Oder, wie die Freiburger sagen: Man muss den Wein „sürpfele, nit suffe!“ Gäste aus aller Welt kämen gern zu dem Fest, gerade weil es eine kultivierte Atmosphäre pflegt und so ein großer Imagebringer für Weinwirtschaft, Gastronomie und Stadt sei, weiß Schätzle zu berichten. Und Peter Wohlfahrt ergänzt: „Wein liegt im Trend, ganz gleich, ob die Leute ausgehen, oder ihn daheim genießen!“ Derzeit verzeichne die Branche im Jahresvergleich ein Absatzplus von zwei bis drei Prozent. Und ein Fest wie das Freiburger Weinfest könne vom derzeitigen Trend zu Urlaub und Ferien daheim noch weiter profitieren, so Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann, der mit rund 50.000 Besuchern rechnet. Aus „organisatorischen Gründen“, so Freiburgs Tourismusdirektor Wolfgang Schwehr, fehlen in diesem Jahr beim Freiburger Weinfest allerdings einige Highlights, darunter so klangvolle Namen wie der Prädikatsweingüter Heger, Bercher und Salwey, die aber im kommenden Jahr wieder dabei sein werden, verspricht Schwehr, der dafür aber eine breite Angebotspalette im Restaurantbereich anpreisen kann. Von der Spitzenküche des Freiburger Colombi Hotels bis hin zu indischen Spezialitäten reicht die Palette.

Programm und Zeiten: www.freiburger-weinfest.de

(Ralf Deckert)


 


 

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