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Zusammenschluss Winzergenossenschaften

Neue Strukturen in der südlichen Ortenau angestrebt

Die Winzergenossenschaften Gengenbach, Rammersweier und Zeller Abtsberg starten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss. Jochen Basler übernimmt ab 1. September 2011 die Geschäftsführung der Gengenbacher Winzergenossenschaft, bleibt in dieser Funktion aber auch bei der Zeller Abtsberg Winzer eG.

Die drei Winzergenossenschaften der südlichen Ortenau führen ab sofort intensive Gespräche über einen Zusammenschluss ihrer Betriebe. Sollten die Gespräche positiv verlaufen, obliegt es den jeweiligen Mitgliederversammlungen, einer Fusion zuzustimmen. Ein mögliches Datum für die Fusion wäre der 1. Juli 2012.

Entstehen würde dann eine Winzergenossenschaft mit rund 300 Hektar Rebfläche und über 800 Winzern. Die Winzer sind bereits über die anstehenden Gespräche informiert. Jochen Basler, bislang Geschäftsführer der Zeller Abtsberg Winzer eG, wird ab 1. September 2011 die Geschäftsführung sowohl in Gengenbach als auch in Zell-Weierbach übernehmen. Geschäftsführer in Rammersweier bleibt Georg Lehmann.

Strukturelle Verbesserung der Weinwirtschaft in der Region

Herbert Sester, Vorstandsvorsitzender der Gengenbacher Winzergenossenschaft betont, "dass man nicht nur die Position neu besetzen, sondern die Situation zu einer strukturellen Verbesserung der Weinwirtschaft in der Region nutzen will".

Vom Zusammenschluss versprechen sich die drei Weinbaubetriebe vor allem deutliche Synergien in den Bereichen Verwaltung, Vertrieb und Logistik . Die bestehenden Verkaufsstellen und Weinkeller sollen erhalten bleiben. Kündigungen sind im Rahmen der Fusion nicht vorgesehen.

Individualität und Besonderheit der Weine aus der Region bleibt bestehen

"Oberste Prämisse der Neustrukturierung ist für uns, weiterhin die Individualität und Besonderheit der Weine aus Gengenbach, Rammersweier und Zell-Weierbach zu erhalten" sagt Meinrad Hurst, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Rammersweier. Ziel sei es auch weiterhin, dass die drei Kellermeister Siegfried Kiefer in Rammersweier, Christian Idelhauser in Zell-Weierbach und Konrad Mußler in Gengenbach wie bisher den jeweiligen Weinen ihren Stempel aufdrücken.

"Der steigende Kostendruck macht es vor allem für kleine Winzergenossenschaften immer schwieriger, den Winzern eine zufriedenstellende Auszahlung für ihre Trauben sicherzustellen," unterstreicht Reiner End, Vorstandsvorsitzender der Zeller Abtsberg Winzer. "Mit dem angestrebten Zusammenschluss könnten wir die wirtschaftliche Situation unserer Betriebe verbessern und so die Zukunft des Weinbaus in unserer Region sichern."

"Mit Jochen Basler, Georg Lehmann und den beiden Gengenbacher Vertriebsexperten Swen Finke und Viktor Rolsing hätten wir ein hochmotiviertes Team, das gemeinsam viel für alle Winzer erreichen kann", ist sich Herbert Sester sicher.

Ziel des angestrebten Zusammenschluss ist es auch, die bisherigen Qualitätserfolge der Betriebe weiter zu festigen und auszubauen.

Die Winzergenossenschaft Rammersweier wurde kürzlich beim Leistungstest des Meininger Verlages unter die zehn besten Winzergenossenschaften Deutschlands gewählt. Der "Premo Spätburgunder Rotwein Barrique" der Gengenbacher Winzergenossenschaft gehörte im selben Wettbewerb zu den besten Rotweinen Deutschlands. Zu den zehn besten trockenen Weißweinen Deutschlands zählte bei der letzten Bundesweinprämierung die Chardonnay Spätlese der Zeller Abtsberg Winzer.

(Redaktion)


 


 

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