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Südtiroler Schatzkammer

Kunst im Landesbesitz überschreitet 55 Millionen

In der Landesabteilung Vermögensverwaltung wurde in den vergangenen Monaten unter der Leitung von Abteilungsdirektor Josef Urthaler und Max Sparer der Wert von 3.968 Kunstgegenständen überprüft. Dieser summieren sich insgesamt 55,7 Millionen Euro.

Nach den der von der Landesregierung festgelegten Kriterien ist die Abteilung Vermögensverwaltung im Ressort von Landesrat Mussner daran gegangen, einen Großteils des beweglichen Vermögens von künstlerischem und historischem Interesse des Landes neu zu bewerten. Koordiniert wurde das Vorhaben von Max Sparer, der Beamter im Vermögensamt ist.

„Überprüft wurden vor allem Kunstgegenstände von bekannten Südtiroler Künstlern oder Werken mit direktem oder indirektem kulturellen bzw. geschichtlichen Bezug zu Südtirol, die dem Land gehören“, sagt Landesrat Mussner. „Da das Land diese Kunstgegenstände in seinem Besitz hat, können sie als bedeutende Kulturgüter erhalten und auch sehr vielen Menschen zugänglich gemacht werden“, erläutert Mussner.

In den vergangenen Monaten wurden insgesamt 1630 Kunstgegenstände, die vor 1800 entstanden sind und Sammlungen, wie jene des Volkskundemuseums und des Tourismusmuseum von Leo Andergassen, Direktor der Abteilung Denkmalpflege, überprüft und geschätzt. In mehreren Fällen wurden dabei Zuordnungen, Richtigstellungen von Künstlerangaben, Beschreibungen und Datierungen vorgenommen.

Vor der Neuschätzung belief sich der Inventarwert der betroffenen Werke auf rund 3,7 Millionen Euro und nun beträgt er 5,4 Millionen Euro. Carl Kraus, Kunsthistoriker und gerichtlich beeideter Sachverständiger hat 2338 Kunstgegenstände, die nach 1800 entstanden sind, überprüft und geschätzt. Auch bei diesen Werken wurden Zuordnungen und Richtigstellungen bei den Künstlerangaben und Beschreibungen vorgenommen. Der ursprüngliche Inventarwert betrug rund 2,7 Millionen Euro. Nun ergibt sich ein Schätzwert von 4,9 Millionen Euro.

Seit dem Jahre 2003 werden die Zugänge des Landesarchivs im Inventar wertmäßig erfasst. Nachdem die Landesregierung Kriterien für die Bewertung der Archivalien festgelegt hatte, konnten nun auch die Altbestände bis zum Jahr 2002 bewertet werden. Dies hat die Direktorin des Landesarchivs Christine Roilo übernommen. Die auf 6700 Regallaufmetern untergebrachten Archivalien wurden mit 34,8 Millionen Euro bewertet.

Auch im Bereich Archäologie wurden verschiedene Funde neu bewertet und mit einem Gesamtwert von rund 1,24 Mio. Euro dotiert.

„Infolge der durchgeführten Schätzungen ist der Inventarwert der beweglichen Güter von künstlerischem und historischem Wert im Jahr 2010 um 39,9 Millionen Euro gestiegen“, resümiert Max Sparer. Zu Jahresende betrug der Wert des künstlerischen und historischen beweglichen Vermögens insgesamt 55,7 Millionen Euro. Davon beträgt der Wert der Archivalien laut Sparer 35,7 Millionen Euro und jener der über 3800 Gemälde, Grafiken, Plastiken rund 16,1 Millionen Euro. „Die 1163 Objekte aus verschiedenen Sammlungen wie Altare, Möbel, Uhren, Porzellane, historisches Kunstgewerbe, Musikinstrumente, Bücher und ähnliches machen 2,3 Millionen Euro aus und die archäologischen Funde rund 1,6 Millionen Euro“, erklärt Sparer.

Wie Landesrat Mussner ankündigt, werden im Laufe des heurigen Jahres weitere 1050 Werke aus den Sammlungen des Landes wie aus jener des Museions oder des Batzenhäusls überprüft und geschätzt.

(Redaktion)


 


 

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