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Messepräsentation „Sauna pur“

Werler ABC-Zug verlebt auf der Interschutz strapaziöse, aber erfolgreiche Tage

Dies vor einem wahrhaft internationalen Publikum. Dazu gehörten Feuerwehrexperten aus den Vereinigen Arabischen Emiraten und der Verantwortliche der Landesfeuerwehrschule in Polen. Nicht zuletzt auch Bruce H. Varner, Gefahrgutexperte des Fire Department der City of Santa Rosa in Californien/USA.

Kreis Soest/Leipzig/Werl (kso.2010.06.09.247.gö.). Die Luft im Dekontaminationszelt des ABC-Zuges der Feuerwehr Werl auf dem Außengelände der Interschutz, der internationalen Leitmesse für Rettung, Brand-/Katastrophenschutz, ist flirrend heißt. Die Quecksilbersäule der Thermometers steuert locker auf die 30 Grad-Marke zu.
Nikolas Kreienbäumer und Thomas Kleiner steht der Schweiß auf der Stirn. Doch die beiden Angehörigen des ABC-Zuges der Feuerwehr Werl stöhnen nicht über die momentane drückende Sommerwärme, die auf dem Messegelände in Leipzig liegt. Denn in wenigen Augenblicken wird ihnen noch heißer. Unterstützt von ihren Kameraden Rainer Rhäsa und Olaf Lehn greifen sie zu den etwa 20 Kilogramm schweren Atemschutzgeräten, ziehen sich die Atemmaske über den Kopf und steigen in die klobigen blauen Chemikalienschutzanzüge (CSA)  aus Kunststoff. „Das ist jetzt Sauna pur!“, kommentiert Tim Brüggemann. Er kennt dies vom eigenen Schwitzen. Hat er in den vergangenen Tagen doch  selbst mehrfach  in den  CSA gesteckt, gut abgeschlossen von der Außenwelt. Wenige Minuten später demonstrieren Michael Kreienbäumer und Thomas Kleiner einem großen Publikum, wie man fachkompetent und sicher verschiedene Leckagen an der Gefahrgutübungsanlage abdichtet.

Dies vor einem wahrhaft internationalen Publikum. Dazu gehörten Feuerwehrexperten aus den Vereinigen Arabischen Emiraten und der Verantwortliche der Landesfeuerwehrschule in Polen. Nicht zuletzt auch Bruce H. Varner, Gefahrgutexperte des Fire Department der City of Santa Rosa in Californien/USA. Nicht nur die ausländischen Zuschauer sind erstaunt, wie die Kameraden der Feuerwehr Werl die Gefahrgutübung, die viele verschiedene Herausforderungen an sie stellt, bewältigen. Erstaunte Blicke gelten nicht zuletzt auch der Übungslage selbst, die die Brandschützer um die stellvertretenden Stadtbrandinspektoren Karsten Korte und Michael Göbel in mehr als 1.500 Arbeitsstunden selbst konzipierten und bauten. Daran lassen sich unter anderem Gasbrände und etwa 60 verschiedene Leckagen simulieren. Die Anerkennung für diese Anlage geht soweit, dass die Araber oder auch der Leiter der polnischen Feuerwehrschule sowie Experten aus der Volksrepublik China am liebsten gleich den Kaufvertrag unterschreiben möchten, zeigt sich nicht nur Karsten Korte erstaunt.  Doch die Anlage ist ein Werler Prototyp, und man kann sie nicht mal eben bestellen. Auch wenn die Interessenten  durchaus gern dafür richtig zahlen würden.

Die gleiche Anerkennung gilt den 30 ehrenamtlichen  Brandschützern des ABC-Zuges aus Werl aber auch für  Umsetzung des ABC-Schutzkonzeptes des Landes Nordrhein-Westfalen für den Kreis. Bewundernde Blicke gelten zudem dem neuen Messleitfahrzeug des Kreises Soest, das das Herzstück des Standes in der Halle 1 der Leipziger Messe bildet. Das Fahrzeug wird am Donnerstag offiziell an den Kreis bzw. dann an die Feuerwehr Werl, die die Betreuung übernimmt und auch zu entsprechenden Hilfeleistungen dazu in Zukunft ausrücken wird, übergeben. Immer wieder wird den Werlern, die damit auch die Farben des Feuerwehr- und Brandschutzwesens im Kreis Soest auf der Interschutz vertreten, attestiert, dass sie ganz weit vorn liegen. Einfach vorbildlich.  Dies hören sie nicht allein nur von Stadt- und Kreisbrandmeistern, die am Innen- und am Außenstand sich umfassend informieren lassen, sondern auch Fachjournalisten. Ebenso gab es Lob und Anerkennung von Seiten des Bezirksbrandmeisters Hartmut Ziebs aus Ennepetal und nicht zuletzt auch vom Vorsitzenden des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, Dr. Klaus Schneider, aus Hamm. Auch er war interessierter Gast am Stand des ABC-Zuges und suchte das Gespräch mit den ABC-Experten. In vielen Fachgremien der Deutschen Feuerwehren  erläuterte auch Kreisbrandmeister Thomas Wienecke die Umsetzung  ABC-Konzeptes.

Zur Halbzeit der Interschutz zogen  die beiden Leiter des ABC-Zuges, Karsten Korte und Christoph  Müller,  im Gespräch, eine sehr positive erste Bilanz . Dies unter anderem bezogen auf das Interesse des direkten Fachpublikums, mit denen vielen Gespräche geführt worden sind. Nicht zuletzt knüpften die Werler Feuerwehrmänner bereits viele Kontakte zu anderen Mitausstellern, unter anderem aus den Kreisen der Feuerwehren oder zu  den Fachfirmen, nannten Korte und Müller nur einige wenige Bespiele. Keine Frage, das gesamte Team packt kräftig mit an und meistert die strapaziösen Messetage bestens. Auch wenn dafür der private Urlaub geopfert  wurde oder die begonnene Hausrenovierung für einige lange „Feuerwehrtage“ pausieren muss oder die Ehefrauen und Kinder zurückstehen müssen.

Nicht zuletzt nimmt man auch gern „Sauna pur“ im Chemikalienschutzanzug, umgeben von flirrender Hitze im Dekontaminationszelt, in Kauf.

(Redaktion)


 


 

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