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Abzuschalten und meditieren

Ruhe.pol geht auf Tour

Abschalten und meditieren in mobiler „Klosterzelle“ - WTW und Sparkasse Hochsauerland sponsern innovatives Projekt zum Innehalten

Abzuschalten, in sich zu gehen und zu meditieren – uns seien es nur fünf Minuten – entschleunigt den oft stressigen Alltag und tut einfach gut. In der Ferienregion Winterberg ist jetzt eine mobile „Klosterzelle“ im Miniaturformat auf Tour. Ruhe.pol heißt das Projekt, und die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH (WTW) sowie die Sparkasse Hochsauerland, für die sich Bürgermeister Werner Eickler eingesetzt hatte, haben es mit Spenden unterstützt.

Die mit mobilem Altar, frei schwingenden Stühlen und einem wertvollen Driade-Nemo-Sessel in Form eines stilisierten Gesichts ausgestattete Kemenate ist ein idealer Ruheort für Gebete, Gedankenaustausch oder seelsorgerische Gespräche. Für letztere ist Tourismusseelsorger Jörg Willerscheidt zuständig. Gästen und Einheimischen will er unabhängig von der Religion eine kleine, wertvolle Auszeit verschaffen.

Nur 3,5 Quadratmeter klein ist die Zelle – und mit der außergewöhnlichen Einrichtung etwas Besonderes. Die Planung des Innenausbaus übernahm Diplom-Innenarchitektin Barbara Manegold aus Madfeld, für die Realisierung zeichnet die Schreinerei Sögtrop verantwortlich.

Die Markise des Mobils, aufstellbare Flaggen, Beachflags sowie ein tragbares Lautsprecher-System konnten nun angeschafft werden. Über Kopfhörer genießen Gäste Musik und Naturgeräusche oder können Wortbeiträgen lauschen. Die Hauptfinanzierung trägt das Erzbistum Paderborn mit rund 48.000 Euro, die aus einem Fonds für innovative Projekte stammen.

Entstanden ist die Idee zu ruhe.pol auf dem Kongress „Kirche und Tourismus“ im vorigen Jahr in Wismar. Die Vertreter der Tourismuspastorals Winterberg entdeckten dort den Stand der Bayern-Touristik „Stade Zeiten“, der ein ähnliches Projekt darstellte. Dieses auf Mini-Größe herunter zu brechen, war eine Herausforderung, ist aber gut gelungen.

Nun soll das ruhe.pol-Mobil bei ganz unterschiedlichen, auch nicht-christlichen Veranstaltungen in der gesamten Region andocken. Schon in den Genuss kamen die Schüler des Gymnasiums Petrinum in Brilon sowie die Besucher der Pfarrfeste in Referinghausen, Korbach und Marsberg. „Der ruhe.pol wird auch bei Großveranstaltungen der Ferienregion Winterberg oder ganz einfach nur am Wanderweg stehen und die Menschen einladen, zu entschleunigen“ so Pastor Norbert Lipinski und der Geschäftsführer der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Michael Beckmann. Zudem passt der ruhe.pol für die katholische Erwachsenenbildung und ähnliche Initiativen. Ganz gleich, wo ruhe.pol steht: Die Menschen, die dieses Angebot nutzen, müssen keinen christlichen oder kirchlichen Hintergrund haben – es steht jedem offen.

(Redaktion)


 


 

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