Sie sind hier: Startseite Südwestfalen Aktuell News
Weitere Artikel
Arbeitgeberwahl

Für Frauen wird die Höhe des Gehaltes immer wichtiger

Für 38,4 % der Frauen zählt eine attraktive Vergütung zu den drei wichtigsten Merkmalen bei der Arbeitgeberwahl. Im Vergleich zum Jahr 2008 hat sich dieser Wert verdreifacht: damals gaben lediglich 12,8 % an, dass das Gehalt zu den wichtigsten Wahlkriterien zählt. Bei den Männern fiel der Anstieg moderater aus: von 33,9 % (2008) auf 46,7 %. So das Ergebnis einer Befragung im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

Eine attraktive Vergütung und Sozialleistungen werden für hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte immer wichtiger. Das zeigt die Auswertung der Befragungen von 1.466 Fach- und Führungskräften durch die Technische Universität München im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

"Hochqualifizierte Frauen gehen mit zunehmend mehr Selbstbewusstsein Gehaltsverhandlungen an. In den Fällen, in denen eine Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen besteht, dürfte sie sich in absehbarer Zukunft schließen", erklärt dazu Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen.

"Zunehmende Bedeutung monetärer Aspekte"

"Die zunehmende Bedeutung monetärer Aspekte spiegelt auch die gute konjunkturelle Lage wider, die den Arbeitsmarkt in einen Bewerbermarkt gedreht hat", ergänzt Stefan Klemm, Inhaber des Entrepreneurs Club, der zusammen mit der Stiftung den Karrieretag Familienunternehmen ins Leben gerufen hat.

Als Faktoren für die Arbeitgeber-Wahl spielen die Reputation eines Unternehmens oder Corporate Social Responsibility/Unternehmensethik kaum eine Rolle.

Internationale Karrieremöglichkeiten bei Familienunternehmen

Bei den 14 verschiedenen Anforderungen an den künftigen Arbeitsplatz werden die Familienunternehmen auf insgesamt zehn Feldern von den Bewerbern als besser im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen bewertet: Bei der Arbeitsatmosphäre, der Möglichkeit zu eigenverantwortlichem Arbeiten, flachen Hierarchien und kooperativem Führungsstil werden sie z.B. besser eingeschätzt.

Nur bei Internationalität, Standort, attraktive Vergütung und Reputation schneiden die Familienunternehmen in ihrer Wahrnehmung schwächer als Großkonzerne im Streubesitz ab.

"Internationale Karrieremöglichkeiten bieten jedoch große Familienunternehmen eher als die in der Öffentlichkeit omnipräsenten Großkonzerne", kommentiert Heidbreder: "Das sollten die Familienunternehmen den Bewerbern künftig viel deutlicher als bisher vor Augen führen."

Die Bewerber sind heute durchaus in hohem Maß mobil: 42,1 Prozent geben in der Befragung an, weltweit einsatzfähig zu sein.

Die Studie "Familienunternehmen als Arbeitgeber" basiert auf 1.466 Befragungen, die zwischen 2008 und 2013 auf den "Karrieretagen Familienunternehmen" durchgeführt und von Prof. Dr. Alwine Mohnen, Lehrstuhlinhaberin für Unternehmensführung an der TU München, ausgewertet wurden.

(Quelle: ots)


 


 

Arbeitgeber
Gehalt
Personal
Stefan Heidbreder
Stefan Klemm
Familienunternehmen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Arbeitgeber" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: