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Arbeitsmarkt steigert sich und erhält für 2015 die Note „gut“

„Für 2015 können wir dem Arbeitsmarkt und der Beschäftigungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis die Note ´gut´ geben. Dies ist im Vergleich zum ´stabilen´ Vorjahr eine erfreuliche Verbesserung.

(pen) „Für 2015 können wir dem Arbeitsmarkt und der Beschäftigungssituation im Ennepe-Ruhr-Kreis die Note ´gut´ geben. Dies ist im Vergleich zum ´stabilen´ Vorjahr eine erfreuliche Verbesserung. Auf der Habenseite können wir beispielsweise eine niedrige Zahl von Arbeitslosen sowie die gestiegenen Wiedereingliederungschancen verbuchen.“ Diese Bilanz in Sachen Beschäftigung zogen jetzt Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Landrat Olaf Schade und Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN.

Ihre Aussage belegten die drei unter anderen mit folgenden Zahlen. An Ennepe und Ruhr waren im Jahresdurchschnitt 11.770 Menschen arbeitslos gemeldet, 786 oder 6,3 Prozent weniger als 2014. Die Zahl der Stellenangebote lag bei 5.745, ein Plus von 385 oder 7,2 Prozent. Ähnlich fällt der Vergleich der zu den Jahresenden 2014/2015 unbesetzten Stellen aus. 1.542 bedeuten ein Mehr an 97.

„Für uns“, so Dürwald, „ist der über die letzten zwölf Monate zu verzeichnete Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen erfreulich. Im Jahresdurchschnitt haben wir 8.255 Erwerbslose betreut. Dies entspricht einem Minus von 5,6 Prozent.“ Ein Grund für den Erfolg: Rund 4.000 Menschen konnte das Jobcenter EN in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermitteln.

Diese Entwicklungen und Erfolge wirken sich auch auf die Finanzen des Jobcenters aus. So stiegen die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II mit drei Prozent unterdurchschnittlich auf rund 88,2 Millionen Euro. „Die Kosten der Unterkunft lagen mit 65,2 Millionen Euro sogar leicht unter Vorjahresniveau“, berichtete Dürwald.

Als bemerkenswert hob er gemeinsam mit Schade und Weichert das erneute Plus bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hervor. „Der Zuwachs lag bei 2.000 Stellen, insgesamt liegen wir damit mit 102.800 deutlich im sechsstelligen Bereich. Im Vergleich zu 2010 ist das ein sehr erfreuliches Plus von fast 8 Prozent.“

Die damit verbundenen Chancen sind allerdings unterschiedlich. Qualifizierte, junge und gesunde Menschen sind gefragt, Langzeitarbeitslose haben aus vielerlei Gründen - Mangel an Ausbildung und Berufserfahrung, gesundheitliche Einschränkungen, Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Schwierigkeiten, ein passendes Angebot zu finden. Folglich meldet die Agentur für Arbeit Hagen mit dem für 2015 durchschnittlichen Rückgang von 7,8 Prozent auf 3.515 Arbeitslose einen stärkeren Rückgang an Arbeitslosen als das Jobcenter EN.

„Für die von uns betreuten Langzeitarbeitslosen wäre es erfreulich, wenn die Bereitschaft der Unternehmen, auch Personen einzustellen, die nicht dem Idealbild eines Bewerbers entsprechen, weiter steigt“, appellierte Dürwald. Für Firmen, die zu diesem Schritt bereit sind, habe das Jobcenter EN mit Eingliederungszuschüssen, Betriebspraktika oder Einstiegsqualifizierungen einiges im Angebot.

Für das noch junge neue Jahr setzen Schade, Weichert und Dürwald darauf, dass sich die positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie das Plus bei der Beschäftigung fortsetzen. „Das wäre für uns die beste Vorlage, um in unserem jeweiligen Zuständigkeitsbereich für weitere Verbesserungen sorgen zu können.“

Als besondere Herausforderung für die nächsten Monate erwarten alle Beteiligten die Integration von ausländischen Personen in den Arbeitsmarkt. „Allein aus dem Kreis der Flüchtlinge rechnen wir mit einen Zuwachs von 1.500 Personen“, rechnete Dürwald für das Jobcenter EN vor. Als ersten Schritt in eine wichtige Richtung gilt der so genannte „IntegrationPoint“, der Anfang des Jahres in den Räumen der Agentur für Arbeit in Schwelm eingerichtet wurde. „Hier kooperieren das Jobcenter EN und die Agentur für Arbeit “, erläutert Weichert. „Geboten werden Beratung, Vermittlung in Ausbildung und Arbeit, Sprachförderung und Qualifizierung.“

„Erfolgreich zu schaffen“, so machte Schade abschließend deutlich, „ist die Integration aber nur, wenn wir uns dieser Aufgabe gemeinsam mit den Städten und den Ausländerämtern, dem Kommunalen Integrationszentrum und der Wirtschaft stellen.“

(Redaktion)


 


 

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