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„Der Gießer“ hat eine neue Heimat

Die Figur strahlt Konzentration und Sicherheit aus und wirkt wie ein Urbild des „Metallers“ schlechthin.

Olpe. Ein „neuer Mitarbeiter“ ist ab sofort vor dem Technikum der Gebr. Kemper GmbH + Co. KG in Olpe zu finden. „Der Gießer“, eine Bronze-Skulptur mit ungewöhnlichen Ausmaßen, ging als Geschenk vom BDG (Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V. in Düsseldorf) an Kemper. „Wir sind stolz, einer so bekannten Skulptur mit Historie eine neue Heimat geben zu dürfen“, erläuterte Geschäftsführer Rupprecht Kemper.

Der Bildhauer Manfred Spang, der zu den Nachkriegsexpressionisten zählt, schuf die Bronzeskulptur im Jahr 1962. Gegossen wurde das historische Kunstwerk dann von der Ernst Strassacker GmbH & Co. KG, einer Kunstgießerei in Süßen (Baden-Württemberg). Seit seiner Schaffung war der Gießer vor dem „Haus der Metalle“ in Düsseldorf beheimatet. Als das Gebäude in privaten Besitz überging, stellte sich die Frage nach dem neuen Bestimmungsort der Bronzeskulptur. „Der Gießer ist ein Dankeschön an die Firma Kemper für das jahrzehntelange Engagement im Verband“, so BDG-Präsident Dr. Erwin Flender.

Die mehr als lebensgroße Bronzefigur zeigt einen kräftig wirkenden Mann, der scheinbar mühelos sein schweres Arbeitsgerät - ein Behältnis zum Gießen von flüssigem, glühend heißem Metall - hält. Die Figur strahlt Konzentration und Sicherheit aus und wirkt wie ein Urbild des „Metallers“ schlechthin. „Ihre Proportionen sind leicht verzerrt; der Kopf ist sehr klein im Vergleich zu den Armen und Händen, deren Übergröße wie ein Hinweis auf die schwere körperliche Arbeit des Mannes gelesen werden kann“, heißt es in der offiziellen Beschreibung der Statue. „Auch die Neigung des gesamten Körpers nach vorne vermittelt die Dynamik konzentrierten schweren Arbeitens. Beim Gießen, das als ältestes Formgebungsverfahren gilt, werden höchste körperliche Anforderungen an den Gießer und seine Helfer gestellt. Die formale Gestaltung der Figur ist betont einfach. Details - wie zum Beispiel die Finger - sind nicht herausgearbeitet.“

(Redaktion)


 


 

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