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Vossloh AG

Zweites Quartal 2018 geprägt von erneut hohem Auftragseingang sowie einer EBIT-Marge von knapp 9 %

  • Auftragseingang im ersten Halbjahr um 9,7 % über Vorjahr
  • Konzernumsatz nach sechs Monaten um 7,5 % unter dem Vergleichswert 2017, wesentlich bedingt durch projektbedingte Volatilität im Geschäftsbereich Core Components sowie negative Einflüsse aus Wechselkursentwicklungen
  • EBIT-Marge nach zwei Quartalen bei 5,4 %
  • Konzern-Prognose für 2018 bestätigt

Werdohl. Nach einem saisonal bedingt verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr verlief das zweite Quartal 2018 von Vossloh mit einem Konzernumsatz von 239,8 Mio.EUR und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 21,2 Mio.EUR erfreulich stark. Die EBIT-Marge lag trotz der erwartungsgemäß geringeren Umsatzbeiträge aus dem margenstarken Geschäft in China bei 8,8 % (Vorjahr: 10,2 %). Der Auftragseingang im zweiten Quartal übertraf mit einem Wert von 268,3 Mio.EUR wie schon während der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres erneut den Vergleichswert des Vorjahres deutlich (+14,1 %).

Mit Blick auf das gesamte erste Halbjahr 2018 führt dies zu einem Konzernumsatz von 418,1 Mio.EUR nach 452,0 Mio.EUR im Vorjahr, wobei rund 40 % dieses Rückgangs durch negative Einflüsse aus Wechselkursentwicklungen getrieben sind. Das EBIT des Vossloh-Konzerns betrug in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 22,8 Mio.EUR (Vorjahr: 35,6 Mio.EUR). Im ersten Halbjahr 2018 erreichte die EBIT-Marge demnach 5,4 % im Vergleich zu 7,9 % im Vergleichszeitraum 2017. Der Auftragseingang im Vossloh-Konzern stieg in den ersten sechs Monaten 2018 deutlich auf 479,7 Mio.EUR (Vorjahr: 437,1 Mio.EUR). Dies entspricht einem Anstieg um 9,7 % beziehungsweise einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,15. Zum 30. Juni 2018 betrug der Auftragsbestand des Vossloh-Konzerns 543,5 Mio.EUR und lag damit deutlich über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (510,6 Mio.EUR). Auch der Free Cashflow (FCF) nahm eine erfreuliche Entwicklung. Im zweiten Quartal übertraf er mit 31,8 Mio.EUR deutlich den Vorjahresquartalswert (-32,6 Mio.EUR). Somit zeigte sich im ersten Halbjahr 2018 auch der FCF mit -2,8 Mio.EUR trotz wesentlich höherer Investitionen stark verbessert gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert (-61,8 Mio.EUR). Im zweiten Halbjahr wird eine weitere wesentliche Verbesserung des FCF erwartet.

Der Geschäftsbereich Core Components, der neben dem Geschäftsfeld Fastening Systems auch die Aktivitäten des Geschäftsfelds Tie Technologies umfasst, erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Umsatzerlöse von 141,0 Mio.EUR (Vorjahr: 174,8 Mio.EUR). Die Umsätze bei Vossloh Fastening Systems mit 110,6 Mio.EUR blieben insbesondere aufgrund nach 2017 vorgezogener Abrufe chinesischer Kunden unter dem damit hohen Vorjahreswert von 133,0 Mio.EUR. Der Umsatz bei Vossloh Tie Technologies entwickelte sich in den USA vor allem bedingt durch kundenseitige Projektverzögerungen im Bereich Transit rückläufig und betrug 31,1 Mio.EUR nach 43,0 Mio.EUR im Vorjahr. Verstärkt wurde der Umsatzrückgang außerdem durch negative Effekte aus Wechselkursentwicklungen, insbesondere zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Das EBIT des Geschäftsbereichs Core Components lag in den ersten sechs Monaten 2018 bei insgesamt 16,1 Mio.EUR (Vorjahr: 26,7 Mio.EUR), einer EBIT-Marge von 11,4 % entsprechend (Vorjahr: 15,3 %). Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs Core Components stieg in den ersten sechs Monaten 2018 deutlich um 22,5 % auf 181,6 Mio.EUR (Vorjahr: 148,3 Mio.EUR).

Davon entfielen 148,6 Mio.EUR auf das Geschäftsfeld Vossloh Fastening Systems, das somit gegenüber dem Vorjahr (106,6 Mio.EUR) ein Plus bei Neuaufträgen in Höhe von 39,4 % verzeichnete. Der starke Anstieg im Auftragseingang ist unter anderem auf den im April gewonnenen neuen Großauftrag aus China mit einem Volumen von rund 30 Mio.EUR zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Tie Technologies betrug der Auftragseingang im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 33,9 Mio.EUR (Vorjahr: 42,8 Mio.EUR).

Wesentlicher Hintergrund für den Rückgang ist, dass die Auftragseingangsentwicklung von Vossloh Tie Technologies unterjährig stark schwankend verläuft, da die Vergabe seitens der Kunden unregelmäßig und jeweils für mehrere Monate erfolgt. Somit war der Auftragseingang im ersten Quartal sehr schwach ausgefallen, hatte im zweiten Quartal jedoch wieder deutlich zugelegt: Insgesamt wurden von April bis Juni Neuaufträge in Höhe von rund 26,3 Mio.EUR verbucht, im Vorjahresquartal waren es dagegen 17,5 Mio.EUR. Der Auftragsbestand des gesamten Geschäftsbereichs Core Components zum Stichtag 30. Juni 2018 betrug 177,2 Mio.EUR (Vorjahr 191,1 Mio.EUR).

Im Geschäftsbereich Customized Modules wurden in den ersten sechs Monaten 2018 mit 234,1 Mio.EUR Umsätze in etwa auf Vorjahresniveau (237,9 Mio.EUR) erreicht. Geringeren Umsätzen in Marokko standen dabei vor allem höhere Erlöse in Polen, Frankreich, Italien und in Australien gegenüber. Das EBIT des Geschäftsbereichs Customized Modules ging von 14,7 Mio.EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 12,6 Mio.EUR im ersten Halbjahr 2018 leicht zurück. Dementsprechend sank auch die EBIT-Marge von 6,2 % in den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 5,4 % im aktuellen Berichtszeitraum. Mit 247,8 Mio.EUR lag der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2018 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (248,2 Mio.EUR) sowie oberhalb der erzielten Umsatzerlöse. Der Auftragsbestand zum Halbjahresstichtag betrug 340,4 Mio.EUR (Vorjahr: 289,8 Mio.EUR).

Der Geschäftsbereich Lifecycle Solutions entwickelte sich im ersten Halbjahr sehr erfreulich. Mit 46,1 Mio.EUR lagen die Umsatzerlöse um insgesamt 7,7 % über den 42,8 Mio.EUR, die im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet worden waren. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vergleichshalbjahr resultierte im Wesentlichen aus einer besseren Auslastung der Schweißwerke in Deutschland sowie aus dem Bereich Hochgeschwindigkeitsschleifen. Der Internationalisierungsgrad der Aktivitäten des Geschäftsbereichs Lifecycle Solutions, gemessen am Umsatzanteil außerhalb Deutschlands, lag im ersten Halbjahr 2018 bei 46,1 %. Die gute Umsatzentwicklung trug entsprechend zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnissituation bei: Das EBIT stieg deutlich auf 3,1 Mio.EUR im Vergleich zu 1,8 Mio.EUR im Vorjahr.

Damit lag auch die EBIT-Marge mit 6,8 % deutlich über dem Vorjahreswert von 4,2 %. Auch der Auftragseingang im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions entwickelte sich positiv: So ging im ersten Halbjahr 2018 mit 53,1 Mio.EUR gegenüber dem Vorjahr (44,7 Mio.EUR) ein um 18,9 % höheres Auftragsvolumen ein. Die Steigerung kam im Wesentlichen aus Deutschland und Nordeuropa. Der Auftragsbestand belief sich auf 29,1 Mio.EUR zum 30. Juni 2018 nach 31,2 Mio.EUR zum Vergleichsstichtag des Vorjahres.

Mitarbeiter

Am 30. Juni 2018 betrug die Zahl der Beschäftigten im Vossloh-Konzern insgesamt 3.778. Damit ist der Mitarbeiterstand seit dem 30. Juni 2017 von 3.903 um 125 beziehungsweise 3,2 % gesunken. Grund hierfür ist im Wesentlichen, dass zwei Konzerngesellschaften seit dem Jahresende 2017 nicht mehr vollkonsolidiert in den Abschluss einbezogen werden. Im Vergleich zum Jahresende 2017 mit 3.685 Mitarbeitern ist ein Anstieg um insgesamt 93 Beschäftigte festzustellen.

Ausblick

Für das gesamte Jahr 2018 prognostiziert Vossloh unverändert Konzernumsätze auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017. Das EBIT und damit die EBIT-Marge werden unter den Vorjahreswerten erwartet.

Ausschlaggebender Grund dafür ist die im Geschäftsjahr 2017 sehr starke Geschäftsentwicklung im margenstarken Fokusmarkt China, die zum Teil zu Lasten des laufenden Jahres geht. Diese projektbedingten Schwankungen führen mit Blick auf das Gesamtjahr 2018 zu einer temporär schwächeren Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Core Components. Unverändert wird davon ausgegangen, dass die erwarteten steigenden operativen Ergebnisse in den anderen Geschäftsbereichen diese Entwicklung auf Konzernebene nicht vollständig kompensieren können. Insgesamt plant Vossloh für 2018 Konzernumsätze zwischen 875 Mio.EUR und 950 Mio.EUR sowie eine EBIT-Marge zwischen 6,0 % und 7,0 %. Für 2019 werden höhere Umsätze, insbesondere in den Fokusmärkten China und Nordamerika angenommen - und damit eine entsprechende Verbesserung der Profitabilität erwartet.

(Redaktion)


 


 

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