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„Grünes Licht“ für Förderantrag

In Olsberg soll moderner „Kneipp-Erlebnispark“ entstehen

Olsberg. „Grünes Licht“ für modernes und attraktives „Grün“ in Olsberg: Einstimmig hat der Olsberger Stadtrat jetzt beschlossen, einen Förderantrag für die Umgestaltung und Weiterentwicklung der innerstädtischen Grünanlagen zu einem „Kneipp-Erlebnispark Olsberg“ zu stellen. Sollte es nun noch ein weiteres „Grünes Licht“ - nämlich von der Bezirksregierung - geben, könnten in Olsberg in den kommenden Jahren die Faktoren Wasser, Bewegung, Gesundheit - und eben „Grün“ - deutlich mehr Raum bekommen.

Hintergrund: In den vergangenen Jahren hatte sich die Stadt Olsberg bereits intensiv mit einem Grün- und Freiflächenkonzept beschäftigt - und im Rahmen des Regionale-Projektes „Kurorte neu profiliert“ sogar konkrete Vorschläge entwickelt. Problem: Eine Umsetzung war wegen der damit verbundenen Kosten kaum realistisch. Allerdings: Beim landesweiten Wettbewerb „Erlebnis.NRW - Tourismus stärken“ ist das Olsberger Konzept ausgezeichnet worden. Bei einer Umsetzung gäbe es dann 80 Prozent der nötigen Summe aus Fördergeldern.

Konkret sieht das Konzept für die städtischen Grünflächen ein Rundwegesystem vor, das von den Bigger Ruhrauen bis zum Kurpark Dr. Grüne reicht und auch Flächen am Josefsheim mit einschließt. Zentrale Punkte: Mehr Aufenthaltsorte und -qualität am Wasser, ein „Lernort Kneipp“ an Stelle des früheren Minigolfplatzes, Naturbeobachtungsstationen, ein neu gestalteter Platz am Eingangsbereich des Kurparks Dr. Grüne an der Bahnhofstraße sowie ein Umgestaltung des Platzes am Haus des Gastes und eine Öffnung zum Wasser hin. „So entstehen unterschiedliche Themenschwerpunkte, die sich an den „fünf Säulen“ in der Lehre Sebastian Kneipps orientieren“, erläutert Elisabeth Nieder, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters.

Allerdings: Von 2,18 Millionen Euro an Gesamtkosten für die Projektbestandteile müsste die Stadt immer noch einen Eigenanteil von rund 436.000 Euro tragen, der auf vier Jahre gestreckt werden kann. Eine Belastung, aber auch eine sinnvolle Investition, waren sich die Vertreter der drei Ratsfraktionen einig:  Es sei richtig, Olsberg Schritt für Schritt attraktiver zu machen, so CDU-Fraktionschef Burkhard Stehling - der Lernort Kneipp zum Beispiel könne auch ein wichtiger Anlaufpunkt für Schulen werden. Für die Grünen sah Franz-Josef Weigand einen „Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger, nicht nur für Gäste“ - die Verteilung auf vier Jahre helfe dabei, die Belastungen durch den Eigenanteil zu schultern. Auch SPD-Fraktionschef Rudolf Przygoda nannte die Summe von 436.000 Euro, die als Eigenanteil auf die Stadt zukommt, eine „Hausnummer“ - dennoch biete das Projekt „eine Menge Chancen.“ Bürgermeister Wolfgang Fischer verwies darauf, dass die geplanten Maßnahmen auch Investitionen von privater Seite auslösen werden: „So vervielfacht sich die Wirkung dessen, was wir hier für unsere Stadt in Gang setzen.“

Gleichzeitig unterstrich er, dass die Maßnahmen „in erster Linie uns, den Bürgerinnen und Bürgern von Olsberg“ dienen: Die Infrastruktur in den Kurparken sei zum Teil rund 40 Jahre alt - ohnehin gebe es hier für die Stadt dringenden Handlungsbedarf in den kommenden Jahren. Nun werde man sogar deutliche Verbesserungen erreichen - auch dadurch, dass alle Stationen barrierefrei gestaltet werden können. Bis zum 29. Februar hat die Stadt Olsberg nun Zeit, den entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg zu stellen. Sollte auch hier die Zustimmung folgen, könnten die Arbeiten am „Kneipp-Erlebnispark Olsberg“ noch in diesem Jahr beginnen.

(Redaktion)


 


 

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