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Südwestfalen hilft in Griechenland

Hilfe aus Südwestfalen bekommt die griechische Region Epirus. Das verabredete eine hochkarätige Delegation, der auch Landrat Thomas Gemke und Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein angehörten, vor Ort.

Märkischer Kreis. (pmk). Hilfe aus Südwestfalen bekommt die griechische Region Epirus. Das verabredete eine hochkarätige Delegation, der auch Landrat Thomas Gemke und Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein angehörten, vor Ort.
Die griechische Region Epirus möchte ihr Tourismusangebot erweitern sowie die Erzeugung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte stärken. Dafür arbeitet sie eng mit deutschen Partnern zusammen, besonders auf kommunaler und regionaler Ebene. Vor diesem Hintergrund reiste jetzt eine vierköpfige Delegation aus Südwestfalen, darunter Landrat Thomas Gemke als amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südwestfalen-Agentur gmbH, der Bürgermeister der Stadt Altena, Dr. Andreas Hollstein, in seiner Funktion als SGV-Vorsitzender, Dr. Arne Dahlhoff, Leiter des Versuchs- und Bildungszentrums Haus Düsse sowie Christian Schulte, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Sauerland UG,  auf Einladung der Deutsch-Griechischen Versammlung (DGV) nach Epirus, um gemeinsame Projekte zwischen den beiden Regionen zu vertiefen.

Grundlage der Deutsch-Griechischen Versammlung bildet eine Vereinbarung zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Georgios Papandreou, deren Ziel die Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die konkrete Zusammenarbeit zwischen deutschen und griechischen Kommunen, Regionen und Bürgern. Organisiert und koordiniert wurde die Fahrt vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Joachim Fuchtel, der von der Bundeskanzlerin 2011 zum Beauftragten für die DGV ernannt wurde. Begleitet wurde die Delegation von Benjamin Querner, Referent im Stab Hans-Joachim Fuchtels.

Epirus liegt zwischen dem Pindosgebirge und dem ionischen Meer. Seit der Finanzkrise ist der Inlandstourismus erheblich eingebrochen. In Fachgesprächen mit deutschen Experten wird daher diskutiert, wie innovative, attraktive und vor allem authentische Tourismusprodukte entwickelt werden können. „Deutsche Experten helfen den Griechen, solche Strukturen aufzubauen“, schildert Benjamin Querner das Ziel der Partnerschaft zwischen den Regionen Epirus und Südwestfalen.

Neben der Besichtigung verschiedener landwirtschaftlicher Einrichtungen sowie touristischer Highlights der Region, wie der Vikusschlucht, standen vor allem hochrangige Arbeitsgespräche u.a. mit dem Gouverneur der Region Epirus, A. Kachrimanis, sowie den Bürgermeistern der Städte Ioannina und Metsovo auf dem Programm. Der Metropolit Maximos führte die Delegation durch ein orthodoxes Kloster in der Region Zagorochoria, in dem zur Zeit eine landwirtschaftliche Schule aufgebaut wird.  Landrat Thomas Gemke, der für den Bereich Verwaltungsufbau mitgereist war, zeigte sich von  der großen Eigeninitiative vor Ort beeindruckt  „Die Leute hier warten nicht nur auf den Startschuss, sondern sind bereits aktiv  dabei, die Gesellschaft eigenverantwortlich weiter zu entwickeln“.

Epirus verfügt zwar über hervorragende landwirtschaftliche Produkte, wie beispielsweise die geräucherten Käsesorten Metsovone, doch werden diese Produkte überregional nur unzureichend vermarktet. Dr. Arne Dahlhoff vom Haus Düsse hat daher in den Arbeitsgesprächen das Thema Direktvermarktung ländlicher Produkte vor Ort vertieft.

Ein wichtiges Thema war auch die Entwicklung des Tourismus. Ein erstes Vorhaben soll die Entwicklung qualifizierter Pilger- und Wanderwege sein. Dr. Andreas Hollstein, der Präsident des Sauerländischen Gebirgsvereines ist, ist diesbezüglich schon länger mit den Verantwortlichen in Epirus im Gespräch: „Die Entwicklung von neuen Tourismusprodukten kann nur gemeinsam mit den Vertretern der Kommunal- und Regionalverwaltung, den Akteuren aus der Privatwirtschaft sowie den touristischen Vereinen und Verbänden gelingen. Wir wollen mit der Erfahrung des SGV aber auch den Erfahrungen meiner Heimatstadt Altena helfen, einen herausragenden regionalen Wanderweg durch den Epirus entwickeln“, so Dr. Hollstein.

Die Delegation zog ein positives Fazit der Arbeitsreise. Landrat Gemke zeigte sich beeindruckt von der Tatkraft und Eigeninitiative der Menschen in der Region Epirus: „Die Infrastruktur hier vor Ort ist viel besser, als ich es erwartet hatte.“ Die Botschaft der deutschen Delegation war, den Verantwortlichen in Epirus mit Kontakten und eigenen Erfahrungen zu helfen.

(Redaktion)


 


 

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