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Kulturringausstellung unter dem Titel „Kopfarbeit“

Der Mescheder Kulturring setzt seine Ausstellungsreihe fort, diesmal mit Bildern von Carl-Peter Buschkühle. Am Sonntag, dem 13.11. um 11 Uhr ist die Vernissage, gezeigt wird eine Bilderserie unter dem Titel „Kopfarbeit“.

Carl-Peter Buschkühle  in Alter Synagoge

Meschede. Der Mescheder Kulturring setzt seine Ausstellungsreihe fort, diesmal mit Bildern von Carl-Peter Buschkühle. Am Sonntag, dem 13.11. um 11 Uhr ist die Vernissage, gezeigt wird eine Bilderserie unter dem Titel „Kopfarbeit“.

Es handelt sich um  multimedial entstandene, meist großformatige Bilder von Köpfen. Schichten verschiedener Arbeitsphasen liegen übereinander und durchdringen sich.  Den Beginn machen meist Fotografien: fotografiert als Fundstücke - Puppen z. B., Fotografien von Personen oder entdeckt im Bilderkosmos der Medien. 

In den Dingen steckt mehr als man sieht. Buschkühle interessiert die Verwandlung, das Spiel mit Ebenen und der unplanbare Prozess, bei dem unvorhersehbar ist, was dabei jeweils herauskommen wird. Es ist jedes Mal eine Expedition ins Land der Imagination, voller Überraschungen, die gleichwohl begutachtet, beeinflusst, gestaltend aufgegriffen und bis zu einem Zustand gebracht werden, in dem sie ein Eigenleben entfalten. 

Am Computer werden die Manipulationen, die Experimente einer elektronischen Alchimie zunächst durchgeführt. Ein spannender Prozess, in dem der Künstler Zuschauer und Akteur zugleich ist. Fotografien werden geschichtet, verändert, verbunden mit Zeichnungen oder Malereien von Köpfen, Gesichtern, Teile werden ausgeschnitten, hinzugefügt, manipuliert. Diese virtuellen Realitäten werden schließlich, materialisiert im Druck, weiteren Behandlungen im ‚Realraum‘ unterzogen. Sie werden überzeichnet, übermalt, verwischt, indem die auf unterschiedliche Weise aufgetragene Tusche die Druckfarbe verletzt, verschiebt, zum Verschwinden bringt. So bilden die Kopfbilder schließlich einen Prozess ab, der in einem bestimmten Zustand geronnen ist. Ein Prozess, der aus aufbauenden und zerstörenden Elementen besteht, eine Dekonstruktion. 

Der aus Olsberg stammende Künstler Carl-Peter Buschkühle war viele Jahre als Lehrer für Kunst und Philosophie am Mescheder Benediktiner-Gymnasium tätig. Von 1989 bis 2000 arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Bergischen Universität Wuppertal, von 2000 bis 2007 hatte er eine Professur für Kunstpädagogik an der Päd. Hochschule Heidelberg und ist in gleicher Funktion seit 2007 an der Justus-Liebig-Universität in Gießen tätig.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag spricht der Wuppertaler Schriftsteller und Philosoph Andreas Steffens. Danach ist die Ausstellung im Bürgerzentrum Alte Synagoge (Kampstraße) jeweils freitags, samstags und sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet bis zum 3. Dezember. Der Eintritt ist frei.

(Redaktion)


 


 

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