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Bauprojekt

„Möhnesee-Turm“ rückt in greifbare Nähe

Baggerarbeiten im Arnsberger Wald beginnen am 11. August

Kreis Soest (kso.2014.08.07.354.jdw). Im Süden das „WaldMeer“ des Naturparks Arnsberger Wald und im Norden der Möhnesee mit seiner Staumauer: Von der Plattform des neuen „Möhnesee-Turms“ sollen Naturfreunde in 38 Metern Höhe einen Blick auf die besondere Landschaft werfen können. So ist es jedenfalls geplant. Am Montag, 11. August 2014, starten die Bauarbeiten für den neuen Aussichtsturm. Das kündigte jetzt Michael Matysiak, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald, an.

„Der Bauentwurf ist fertig, alle Genehmigungen liegen vor – jetzt kann es los gehen“, freut sich Matysiak. Circa sechs Meter lang, sechs Meter breit und 42 Meter hoch soll der „Möhnesee-Turm“ werden. Per Treppe geht es insgesamt sieben Etagen in die Höhe, rauf zur großen Aussichtsplattform. Die oberste Etage ist über eine Wendeltreppe zu erreichen. „Von dort aus hat man dann einen guten Rundumblick“, so der Geschäftsführer des Naturparks. Eine vier Meter hohe Kuppel aus Stahllamellen bildet die Turmspitze. Sie trägt dazu bei, dass der „Möhnesee-Turm“ aus der Ferne einem Leuchtturm ähnelt.

Stabilität bekommt das quadratische Bauwerk durch eine Stahlkonstruktion, die auf vier Stahlbeton-Blockfundamenten ruht. Die Fassade besteht aus 16 Zentimeter hohen und sechs Zentimeter breiten Douglasien-Kanthölzern, die in unterschiedlichen Abständen angebracht werden. „Der Turm ist so konstruiert, dass die Waldbewohner die aufsteigenden Besucher nicht sehen. Die Hauptblickrichtung nach Norden in das Möhnetal ist offener gehalten als die Südseite in Richtung Schutzgebiet“, erklärt Verena Scholten. Scholten ist Leiterin des „WaldMeer“-Projekts beim Naturpark Arnsberger Wald, zu dem der „Möhnesee-Turm“, die „Wald-Routen-Sagen“, die „Blütenkelche“ und das „Waldschiff“ im Bibertal in Rüthen gehören.

50 Quadratmeter Baufläche sind für den Turm geplant. Der Platz um das Bauwerk soll mit Schotter angelegt werden. Die genaue Fläche dieses Platzes sei aber noch nicht ganz klar. „Wir sind uns noch nicht ganz sicher, wie groß der Vorplatzwerden soll. So etwas kann man am besten sehen, wenn der Turm steht“, erklärt Verena Scholten. Im Unterschied zum Lörmecketurm, der 2008 auf dem höchsten Punkt des Arnsberger Waldes errichtet wurde, ist der Bereich nicht als Veranstaltungsplatz vorgesehen.

Büsche und Baumwurzelteller wurden bereits von der Baufläche entfernt, so dass am Montag, 11. August 2014, der Bagger an die Arbeit gehen kann. Dieser hebt zunächst die vier Löcher für die Stahlbeton-Blockfundamente aus, auf denen später der Turm stehen soll. Vier Wochen sind für den ersten Bauabschnitt vorgehen. Danach wir das Stahlgerüst errichtet und die Fassade mit Holz verkleidet. „Wenn alles nach Plan verläuft, ist der „Möhnesee-Turm“ Ende Oktober fertig und die ersten Besucher können die Treppen hinaufsteigen“, kündigt die „WaldMeer“-Projektleiterin an.

Das Bauvorhaben wird im Rahmen des von EU und Land NRW geförderten Projekts „WaldMeer“ zu 80 Prozent bezuschusst. Es gehörte zu den 2009 im Landeswettbewerb „Erlebnis NRW – EFRE Ziel 2“ ausgewählten Maßnahmen. Der Zweckverband Naturpark Arnsberger Wald steuert einen Eigenanteil von 20 Prozent bei. Die gesamten Baukosten für den „Möhnesee-Turm“ belaufen sich auf 500.000 Euro.

(Redaktion)


 


 

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