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Berufsfelderkundung

Schnuppertag für Theres Schreiber bei Firma Schindler Orthopädie

Ein Handwerk, das ganz nah am Menschen ist

Siegen. Theres Schreiber ist fasziniert. Die Arbeit bei der Siegener Firma Schindler Orthopädie GmbH & Co. KG ist eine gute Mischung aus Handwerk und der Arbeit an und mit Menschen. Es wird gegipst, geschmirgelt, gefeilt, geschraubt, verformt und gezogen. Gefunden hat Theres Schreiber ihr „Schnuppertags-Unternehmen“ auf der Online-Plattform der „Kommunalen Koordinierungsstelle“ des Kreises Siegen-Wittgenstein, wo Schülern das Auffinden von passenden Schnuppertags-Angeboten erleichtert wird.

In der Orthopädietechnik wird mit vielen verschiedenen Materialien gearbeitet. Aus Carbon, Leder, Plastik, Gips, Kork, Metall und andere Materialien stellen die Profis Prothesen, Orthesen und Einlagen her. Diese werden dann den Kunden angepasst. Dazu braucht es viel Fingerspitzengefühl, ein offenes Ohr und Sensibilität. Technisches Know-How, manuelles Geschick und Empathie sind also in diesem Berufsbild gefragt.

Bei Ausbildungsbeginn steht Handwerk im Vordergrund

An ihrem Berufsfelderkundungstag (BFE-Tag) kann Theres Schreiber direkt am Firmen-Hauptsitz in den Ausbildungsberuf des Orthopädietechnik Mechanikers schnuppern. Die Tätigkeiten in diesem Handwerk sind äußerst vielfältig. So unterschiedlich das zu bearbeitende Material, so verschieden sind auch die einzelnen Aufgaben und die bei Schindler maßgefertigten Produkte .
Auch das Handwerk des Orthopädieschuhtechnikers, der maßgefertigte Schuhe herstellt, ist hier Teil des Berufs. Zusätzlich ist aber auch großes Geschick beim Gipsen, Schmirgeln, Schrauben und Hämmern gefordert, um Prothesen, Orthesen, Schuhe, Schuheinlagen und andere Hilfsmitteln herzustellen und anzupassen.

Empathie ist entscheidend für die Lebensqualität der Kunden

„Bevor man sich für eine Berufsausbildung bei uns entscheidet, ist es wichtig zu wissen, dass auch direkt am und ganz eng mit Patienten zusammen gearbeitet wird. Da ist es von Vorteil, wenn man ein einfühlsamer Mensch ist“, erläutert Ausbilder Philipp Althof. „Sie kommen mit ihrer Vorgeschichte, ihren Schicksalen und sie erhalten Hilfe und Unterstützung von uns, um ein möglichst normales und beschwerdefreies Leben führen zu können.“ 

Manche Menschen kommen ihr Leben lang, andere nur für eine begrenzte Zeit, bis sie wieder gesund sind. Das Schindler-Team kümmert sich und begleitet seine Kunden kurz oder ein Leben lang, je nach Bedarf.

Absolute Genauigkeit bei der orthopädischen Arbeit hat oberste Priorität

Vom Kind bis zum älteren Menschen, es gibt viele Gründe einen Spezialschuh, eine Prothese, eine Orthese oder auch nur Schuheinlagen zu benötigen. Hier wird alles ganz individuell angepasst und maßgefertigt. Beim Endprodukt zählt jeder einzelne Millimeter, denn wo nur einer zu viel oder zu wenig ist, kommt es zu Druckstellen und es entstehen wohlmöglich gesundheitliche Beschwerden. Deshalb haben die Mitarbeiter der Firma Schindler ein offenes Ohr für ihre Kunden, um bei der Anprobe auch den Zwischentönen entnehmen zu können, ob die Prothese passt, wo es zwickt, noch nachgebessert oder neu angepasst werden muss.
Für alle ihre drei BFE-Tage hatte Theres sich Berufsfelder ausgesucht, die der Medizin nahestehen: Sie war in einer Apotheke, bei einem Physiotherapeuten und eben auch bei der Firma Schindler. Das zeigt, die Arbeit am Patienten macht ihr grundsätzlich Freude. Es bleibt nun abzuwarten, wo sie ihr Schulpraktikum in der Klasse 9 absolvieren wird und ob die breitgefächerten Tätigkeiten im Handwerk der Orthopädietechnik sie so überzeugt haben, dass sie sich zu einer Ausbildung bei Firma Schindler Orthopädie entscheiden wird.
Die „Kommunale Koordinierungsstelle“ des Kreises Siegen-Wittgenstein organisiert das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule Beruf in NRW - KAoA“ mit einer Onlinebuchungs- und Informations-Plattform. Unternehmen, die Interesse daran haben, Schüler zum Schnuppern zu sich einzuladen, können sich kostenlos unter www.bfe-siwi.de in die entsprechende Datenbank eintragen. Hier suchen die Schüler laufend nach Schnuppertags-Angeboten. 

Ihre Ansprechpartnerin beim Kreis ist Alexandra Schmitz-Kämpfer, Tel.: 0271 333-1462 oder [email protected].

(Redaktion)


 


 

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