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Jahresempfang von Mescheder Wirtschaft und Stadt: „Stolz auf unsere Stadt“

Zeit für Bilanz und Ausblick, Gespräche und Kontaktpflege: Der Jahresempfang der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und der Kreis- und Hochschulstadt Meschede hat einen festen Platz im Terminkalender.

Meschede. Groß war die Zahl derer, die der Einladung ins Foyer der Mescheder Stadthalle gefolgt waren. Meinolf Ewers, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft, begrüßte im Namen von Bürgermeister Christoph Weber unter anderem zahlreiche Vertreter von Wirtschaft, Schulen und Fachhochschule, Vereinen und Kirche, Politik und Verwaltung, Hilfsorganisationen und Medien. Für den musikalischen Rahmen sorgte Bruder Sebastian von der Abtei Königsmünster am Klavier.

Meinolf Ewers nannte als Beispiele für die aktuellen Herausforderungen den demografischen Wandel, die Unterstützung von Schülern bei der Berufsfindung und die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt. Wichtig sei, junge Menschen von den Vorteilen der Region zu überzeugen.

Der IMW-Vorsitzende lobte die positive Entwicklung der Stadt Meschede – nicht nur mit der Umgestaltung der Innenstadt bis hin zur Himmelstreppe, sondern auch im Gewerbegebiet Enste: „Wenn ein produzierendes Unternehmen aus Sundern sich vergrößern will und sich als Erweiterungsstandort für unsere Gewerbegebiet in Enste entscheidet, dann müssen wir in Meschede irgendwas richtig gemacht haben. Wenn ein Mescheder Unternehmen seine Firma komplett neu auf der grünen Wiese bauen will und sich dazu intensiv mit mehreren möglichen Standorten in unserer Region auseinandersetzt und sich dann am Schluss wieder für Meschede als Standort entscheidet, dann müssen wir in Meschede irgendwas richtig gemacht haben.“ Die niedrige Arbeitslosigkeit in Meschede sei nicht vom Himmel gefallen, sondern „durch die Leistungsbereitschaft Mescheder Firmen und die vorausschauende Planung unserer Stadt erstritten worden“. Er appellierte an Stadtverwaltung und Stadtrat, jetzt schon dafür zu sorgen, dass „auch in zehn Jahren heimische und auswärtige Firmen genug Gewerbeflächen finden, um ihre Firmenerweiterung oder sogar Neugründung zum Wohle aller hier in Meschede realisieren zu können“.

Ein positives Bild von Meschede in der Region zeichnete auch Marie Ting, Regionalmarketing Managerin der Südwestfalen Agentur
GmbH in ihrem Vortrag mit dem Titel „Fachkräftesicherung und Regionalmarketing: Gemeinsam stark sein!“. Meschede sei innerhalb Südwestfalens „sehr, sehr gut aufgestellt“, lobte sie die erfrischende Arbeit des Stadtmarketings. Ziel der Südwestfalen Agentur sei es, „Lust auf Südwestfalen zu machen“. Mit Blick auf den demografischen Wandel müsse man gemeinsam um Fachkräfte werben, junge Familien in die Region holen, sie neugierig zu machen, ihnen Chancen aufzuzeigen und ein Zuhause zu geben.

Begeistert äußerte sich der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider, über die Regionale-Projekte. Jetzt seien – etwa beim Thema Umgestaltung der Fußgängerzone – auch Private gefragt, sich einzubringen. Mit Blick auf die große Zahl der Gewerbetreibenden in der Region betonte Dr. Karl Schneider: „Ländlicher Raum und Wirtschaftskraft sind keine Gegensätze.“ Wichtig sei, „sämtliche Potenziale der Region zu wecken“.

Bürgermeister Christoph Weber betonte: „Wir stehen nach wie vor mitten in einem großen Veränderungsprozess. Meschede ist eine Stadt in der Stadtstrategien im Hinblick auf Zukunftsfragen gemeinsam diskutiert und umgesetzt werden. Dadurch ist schon vieles erreicht worden. Und auch unsere Stadtteile befinden sich in einem Prozess der Veränderung und der Weiterentwicklung.“ Sein Wunsch zurm Jahresanfang: „Dass wir dieses gute, dieses konstruktive, dieses offene Miteinander in unserer Stadt weiter stärken und erhalten.“ Für ihn ist klar: „Wir haben allen Grund, zufrieden und auch ein wenig stolz zu sein auf unsere Stadt und die positive Entwicklung, die sie in den letzten Jahren durchlaufen hat.“

In der steigenden Zahl der Flüchtlinge sieht Christoph Weber mit Blick auf den demografischen Wandel auch eine Chance: Meschede brauche gut qualifizierte Arbeitskräfte; diese könnten und sollten auch Zuwanderer sein. Die sprachliche, gesellschaftliche und psychosoziale Betreuung und Integration zählt für Meschedes Bürgermeister zu den großen Herausforderungen im kommenden Jahr.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Bildung: „Kommunen und Regionen treten im Rahmen der Standortattraktivität nicht nur in den Wettbewerb um die Erweiterung und Ansiedlung von Unternehmen, sondern auch um gut ausgebildete junge Menschen. Sie werden zunehmend zu einem bestimmenden Wirtschaftsfaktor einer Region.“

(Redaktion)


 


 

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