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Spektakuläre mittelalterliche Münzfunde

Wertvolle Münzfunde in Westfalen Zwei Vorträge bei „Freunde der Burg Altena“

Den Anfang macht der Numismatiker Dr. Peter Ilisch vom Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Münster mit seinen Erläuterungen zu dem sensationellen „Münzschatz aus der Salierzeit im Märkischen Kreis“.

Einen buchstäblich glänzenden Abend mit wertvollen Themen versprechen die „Freunde der Burg Altena“ am Mittwoch, 19. Mai 2010, ihren Mitgliedern und Gästen. In zwei Vorträgen werden spektakuläre mittelalterliche Münzfunde aus unserer Region vorgestellt.

Den Anfang macht der Numismatiker Dr. Peter Ilisch vom Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Münster mit seinen Erläuterungen zu dem sensationellen „Münzschatz aus der Salierzeit im Märkischen Kreis“. Im Sommer 2009 wurden in der Nähe von Halver in einem vergrabenen Tontöpfchen 236 Silbermünzen aus dem 11. Jahrhundert entdeckt. Der einzigartige Fund begeistert seitdem die Wissenschaftler. Münzen aus dem frühen Mittelalter – noch dazu in so großer Zahl – sind extrem selten. Die jüngsten Pfennige tragen Bild und Name des Kölner Erzbischofs Hermann III (1089 bis 1099), andere sind Prägungen der Grafen von Werl, die in dieser Zeit die mächtigste Adelsfamilie in Westfalen waren. Nicht nur für die Numismatiker, auch für die Archäologen ist der Fund bedeutsam, weil er völlig neue Erkenntnisse brachte. Ohne den Münzfund hätten sie nicht erfahren, dass an dieser Stelle im frühen Mittelalter Menschen wohnten. Wer und warum die 236 Silberpfennige vergraben wurden, wird aber wohl immer ein Geheimnis der Geschichte bleiben.

Während sich der Besitzer aus Halver mit seinen Silbermünzen nur 14 Schweine hätte kaufen können, war der Unnaer, der drei Jahrhunderte später seinen Goldschatz vergrub, nach heutigen Maßstäben ein Mulitimillionär. Fast ein Kilogramm Gold fanden Bauarbeiter 1952 in der Innenstadt von Unna – und damit den bis auf den heutigen Tag wertvollsten mittelalterlichen Goldmünzschatz Westfalens.  Wie viele Münzen der unbekannte Besitzer um 1378/79 vergraben hat, ist nicht mehr festzustellen. Doch konnten mittlerweile 230 der bislang 255 nachgewiesenen Stücke im Hellweg-Museum Unna zusammengetragen werden. Die Stadt war durch ihre Lage am Hellweg eine bedeutende Handelsstation der Hanse in der Grafschaft Mark. Die Münzen spiegeln die weit verzweigten Geschäftsbeziehungen von London bis Lübeck und von Budapest bis Paris wider. Dr. Reinhild Stephan-Maaser, Leiterin des Hellweg-Museums, berichtet über die Zusammensetzung und Bedeutung des „Goldschatzes von Unna.“

Die beiden Vorträgen finden statt am Mittwoch, 19. Mai 2010, um 19.00 Uhr im Festsaal der Burg Altena. Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle „Freunde der Burg Altena e. V.“, Telefon 02352/966-7055; E-Mail: [email protected] sowie unter www.maerkischer-kreis.de/kultur.

(Redaktion)


 


 

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