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Coronakrise

Berufsbildungsausschuss der IHK fordert Maskenpflicht in Berufskollegs

Berufsbildungsausschuss der IHK fordert: Maskenpflicht in den Berufskollegs wieder einführen

Siegen. „Wir sind froh, dass die Zeit des Lockdowns vorbei ist. Eine umfassende Quarantäne für Betriebe müssen wir unbedingt vermeiden!“ So formulierte Jost Schneider (Walter Schneider GmbH & Co. KG), Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK), die Sorge der Betriebe. Daher fordern die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses der IHK Siegen die Landesregierung auf, alle Berufsschüler zum Tragen einer Maske auch während des Unterrichts zu verpflichten. „Wir befürchten, dass sich Auszubildende in der Berufsschule anstecken und das Virus in das Unternehmen bringen.“

Wie kann trotz der Corona-Pandemie erfolgreiche berufliche Bildung stattfinden? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses der IHK Siegen anlässlich der kürzlich erfolgten Sitzung des Gremiums. Die Maskenpflicht ist da nur ein Aspekt. Es ging beispielsweise auch um die Unterrichtsorganisation auf Distanz. Das Ziel ist klar: In der Berufsschule muss die theoretische Basis für den Ausbildungserfolg gelegt werden, in den Betrieben wird die praktische Handlungskompetenz erworben. Doch wie kann dieses enge Zusammenspiel funktionieren, wenn jederzeit das Risiko droht, dass Lehrkräfte oder Auszubildende in häusliche Quarantäne geschickt werden und dadurch Unterricht sowie die praktische Unterweisung im Betrieb ausfallen? Der turnusmäßig frisch gewählte Vorsitzende Christian F. Kocherscheidt (EJOT Holding GmbH & Co. KG) und sein Vorgänger sowie Stellvertreter Ingo Degenhardt vom DGB Südwestfalen sind sich einig: „Das geht nur durch eine enge Abstimmung zwischen Schule und Betrieb und indem an allen Lernorten die größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen sowie die Hygienestandards eingehalten werden.“ Handlungsbedarf sehen die Berufsbildungsexperten in beiden Bereichen. Die Betriebe sollten möglichst sofort über aktuelle Unterrichtsausfälle informiert werden, wie umgekehrt auch die Schulen über Verdachtsfälle bei Auszubildenden.

Eine besondere Bedeutung komme zudem den Gesundheitsämtern zu. Diese müssten Entscheidungen über die Anordnung häuslicher Quarantäne nach einheitlichen Maßstäben treffen und zeitnah kommunizieren. Die Forderungen wurden von allen Mitgliedern im Gremium, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Ausbildungsbetrieben, Arbeitnehmern und berufsbildenden Schulen zusammensetzt, unterstützt. Diesem Anliegen soll auch durch ein Anschreiben an die örtlichen Landtagsabgeordneten Nachdruck verliehen werden.
Es gelte, das Risiko einer Verbreitung des Virus so gering wie möglich zu halten. Auch deshalb appelliert der Ausschuss zusätzlich an die Ausbildungsbetriebe, ihre Auszubildenden zum freiwilligen Tragen einer Maske aufzufordern. Ansteckungsrisiken zu vermeiden, sei das Gebot der Stunde, brachte IHK-Vizepräsident Jost Schneider die Forderungen auf den Punkt.

(Redaktion)


 


 

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