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Cyber Kriminalität

WannaCry sorgt für Angst im Mittelstand: Wenn der Computer alles gefährdet

Größte Gefahr: Industrieanlagen und Maschinen mit Altsystemen wie bspw. Windows XP

Köln. Laut Europol wurden in den letzten Tagen mehr als 230.000 Computer in 150 Ländern mit dem gefährlichen Windows-Wurm WannaCry infiziert. Während in der Industrie eine IT-Abteilung bei solchen Notfällen einspringt, stehen der Mittelstand und Kleinunternehmen mit dem Rücken an der Wand. „Wenn der Zugriff auf Daten nicht möglich ist, kann kein Angebot geschrieben werden, kein Auftrag bearbeitet werden. Letztlich ist ein Unternehmen, je nach Kalkulation, nach wenigen Tagen kurz vor der wirtschaftlichen Katastrophe“, sagt Andreas Schlechter, Geschäftsführer von Telonic. Das Kölner Unternehmen ist als Systemhaus auf Network und Security spezialisiert und betreibt eine eigene Echtzeitüberwachung der Kundennetzwerke auf solche Gefahren – und das rund um die Uhr. 

Industrieanlagen bekommen Lücken vom Hersteller

Dabei haben die Kriminellen, die den Erpresser-Trojaner verbreiten, längst bekannte Lücken des Betriebssystems Windows benutzt. Besonders kritisch seien dabei Ziele wie Industrieanlagen, deren interne Rechenanlagen oft noch auf der Basis von Altsystemen wie Windows XP laufen – was vom Hersteller so gewollt ist: „Hier hinken die Anlagen- und Maschinenhersteller hinterher und machen damit das Tor für existenzielle Gefahren weit auf“, sagt Andreas Schlechter. Telonic bietet für Unternehmen erprobte Lösungen, die nicht nur Schutz vor Viren, Trojanern oder Ransomware bieten, sondern auch eine proaktive Überwachung der Netzwerke auf verdächtige Aktivitäten wie Serveraufrufe oder die Weiterleitung von Schadsoftware auf andere Rechner erlauben. 

Updates sind ein Muss

Auch auf den Clients in Unternehmen sind nicht selten die Updates hinter der Zeit – aus Bequemlichkeit, oder weil die Administration nur zu bestimmten Terminen diese wichtigen Hilfsprogramme einspielt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät hier zu Eile: „Die aktuellen Angriffe zeigen, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft ist. Sie sind ein erneuter Weckruf für Unternehmen, IT-Sicherheit endlich ernst zu nehmen und nachhaltige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die aktuelle Schwachstelle ist seit Monaten bekannt, entsprechende Sicherheitsupdates stehen zur Verfügung. Wir raten dringend dazu, diese einzuspielen“, sagt Arne Schönbohm, Präsident des BSI

(Redaktion)


 


 

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