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Demografie

Demografischer Wandel Thema beim 11. Jugendplenum

50 Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Vertretern aus Politik und Verwaltung

Zum elften Mal hatte die Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes Schülervertreterinnen und -vertreter aller weiterführenden Hemeraner Schulen zum Jugendplenum am Dienstagnachmittag (18. November) ins Jugend- und Kul-turzentrum am Park eingeladen. 50 Schülerinnen und Schüler diskutierten ange-regt mit dem Bürgermeister und Vertretern der Verwaltung sowie der CDU, SPD, GAH, FDP und UWG. Auch die Jusos und die Julis hatten auf dem Podium Platz ge-nommen (entschuldigt war die Junge Union).

In einer offenen Fragerunde wurden der Zustand diverser Pavillons und Toilettenanlagen be-mängelt. Außerdem fehle an der Gesamtschule ein Außensportgelände und die vorhandene Sporthalle reiche nicht aus. Auf die Schülerfrage, wann der Legionellenbefall an der Realschule beseitigt wäre, erklärte Markus Montag vom Zentralen Immobilienmanagement (ZIM) den Ab-lauf der Desinfektionsmaßnahmen und Probenabnahmen inklusive Zeitrahmen der Messergeb-nisse: „Mitte Dezember kann voraussichtlich eine Aussage getroffen werden.“ Generell wolle sich ZIM einen Überblick über die angesprochenen Probleme verschaffen und im Rahmen des Wirtschaftsplanes und einer Prioritätenliste bestmöglich Abhilfe schaffen.

Auch kam die Frage zum Punkt „Sportaußenanlagen am Gymnasium“ auf. Diese sind bekannt-lich stark mit Dioxin belastet. Bürgermeister Michael Esken erklärte, dass allein die Beseitigung des giftigen Belages mit 650.000 Euro zu Buche schlage. Da keine finanziellen Mittel vorhanden sind, ist allerdings in den nächsten vier Jahren nicht mit einer Sanierung zu rechnen. Aus die-sem Grund können auch keine weiteren Sporthallen gebaut werden, auch weil kein Platz dafür vorhanden sei. Die Sporthalle an der Parkstraße werde komplett renoviert (Kostenpunkt:

300.000 Euro), das Felsenmeerstadion sei eine moderne Sportanlage auf dem neuesten Stand, die von allen genutzt werden könne. Vielleicht bestehe ja die Möglichkeit für die Schulen, den Sportunterricht umzuplanen und dorthin zu verlagern.
Bevor Kerstin Schmidt (demographie lokal) mit ihrem Impuls-Vortrag zum Thema „Demogra-phischer Wandel“ im Programm fortfuhr, äußerten sich Arne Hermann Stopsack (FDP) und Ro-bin Arens (JuLis) noch zu dem Thema „Kommunikation zwischen Jung und Alt“. Die Erfahrun-gen der älteren Hemeraner Generation könnten wertvoll und wichtig für junge Leute sein – es läge aber an den Jugendlichen diese (vielleicht auch bei Mitgliedern des Seniorenbeirates) zu erfahren. Klaus Erdmann, Leiter des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, lud die Schülerinnen und Schüler herzlich ein, nicht nur auf das jährlich stattfindende Jugendplenum zu warten, sondern auch die offene Fragestunde beim regelmäßig stattfindenden Kinder- und Jugendhilfeausschuss zu besuchen. Dieses Gremium erklärte Wolfgang Bode, Abteilungsleiter Kinder- und Jugendförderung nochmals ausführlich.

Aus der Diskussion und dem Vortrag bildeten sich dann Arbeitsgruppen, denen sich die Teil-nehmer aus Politik und Verwaltung anschlossen.

Folgende Ergebnisse/Vorschläge/Wünsche formulierte die Arbeitsgruppe Schule:

  • Verbesserte Medienausstattung (WLAN, Nutzung eigener Geräte?)
  • Farbkonzept / Schulumfeldgestaltung
  • Unterrichtsgestaltung (Rhythmisierung)
  • eine eigene Berufsschule (Zweigstelle?) in Hemer, um Abwanderung nach Iserlohn zu verhindern?
  • Generationentag im Sauerlandpark

Folgende Ergebnisse/Vorschläge/Wünsche formulierte die Arbeitsgruppe Sport/Kultur/Freizeit

  • Hip Hop-Konzerte
  • Freizeitsportanlagen
  • Sportturniere
  • Soundgarten verbessern
  • Kulturveranstaltungen für Senioren
  • Häufiger Stadtsportfest
  • Jugendveranstaltungen am Wochenende stattfinden lassen
  • Wettkämpfe der Schulen
  • Sonderveranstaltungen im Sauerlandpark günstiger gestalten
  • Mehr Shops in Hemer (z.B. H&M oder Esprit)
  • Mehr Zeit für Sport oder Freizeit
  • Was können Jung und Alt zusammen tun? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Arbeitsgruppe Demographie „Rettungsgruppe für Hemer“
  • Haus der Generationen
  • Übermittagsbetreuung an Schulen
  • Kompetenzen entdecken: Wer kann was einbringen?
  • Jüngere Schüler moderieren „VHS-Kurse“
  • Jüngere helfen Älteren bei neuen Medien
  • Gemeinsam malen (Projekt wurde schon einmal vom Kunstverein Hemer durchgeführt)
  • Ehemalige Schüler beteiligen sich am Jubiläumsfest der Schule

Abschließend bedankte sich Moderator Nils Koschinsky bei den engagierten Schülerinnen und Schülern sowie dem Podium, das durch BM Michael Esken, Guido Forsting (Kämmerer und SPH-Geschäftsführer), Martin Gropengießer (CDU), Diana Naujocks (CDU, stv. Vors. KJHA, Schulausschuss), Jürgen Haas (SPD, Vors. KJHA), Markus Sprenger (Jusos), Arne Hermann Stopsack (FDP), Robin Arens (JuLis), Antje Bötcher von Larcher (GAH, Schulausschuss), Ursula Hüttemeister-Hülsebusch (GAH), Michael Heilmann (UWG), Hermann-Josef Stracke (kath. Kir-che, Schulausschuss) und Wolfgang Weinelt (Stadtjugendring) besetzt wurde.

(Redaktion)


 


 

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