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„175 Jahre Deutsche Eisenbahnen“

Eisenbahngeschichte im Kreishaus

Viele ehemalige Kleinbahnen mit straßenbahnähnlichem Betrieb wurden zu modernen Stadtbahnen ausgebaut. Von Kleinbahnromantik ist hier nichts mehr zu spüren. Sie stellen sich heute als modernes Nahverkehrsmittel dar. Dabei konnten sogar Kuriositäten überdauern.

„175 Jahre Deutsche Eisenbahnen“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am Montag, 2. Mai 2011, 11.00 Uhr, von Landrat Thomas Gemke im Foyer des Kreishauses Lüdenscheid eröffnet wird. Anlässlich des 175. Jahrestages der ersten Eisenbahnfahrt in Deutschland haben die Eisenbahnfreunde Witten e.V. und die Eisenbahnfreunde mittleres Ruhrtal eine umfangreiche Fotodokumentation über Kleinbahnen zusammengestellt.

In der Blütezeit der Eisenbahnen gab es in Nordrhein-Westfalen mehr als 60 Klein- und Privatbahnen mit den unterschiedlichsten Spurweiten. Übrig geblieben ist ein gutes Dutzend, das auch heute noch Verkehrsleistungen erbringt. Die letzte Schmalspurbahn mit täglichem Betrieb war die Hohenlimburger Kleinbahn, sie stellte zum Jahresende 1983 ihren Betrieb ein.

Viele ehemalige Kleinbahnen mit straßenbahnähnlichem Betrieb wurden zu modernen Stadtbahnen ausgebaut. Von Kleinbahnromantik ist hier nichts mehr zu spüren. Sie stellen sich heute als modernes Nahverkehrsmittel dar. Dabei konnten sogar Kuriositäten überdauern. Einige Museumsbahnen, wie zum Beispiel die Sauerländer Kleinbahn in Herscheid-Hüinghausen, halten die Erinnerung an die gute alte Zeit der NRW–Schmalspurbahnen wach.

Im täglichen Betrieb gibt es heute nur noch normalspurige Privatbahnen mit eigenem Streckennetz. Diese haben sehr unterschiedliche Aufgaben. Planmäßigen Personenverkehr gibt es allerdings nur noch auf wenigen Bahnen. Die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein ist zum Beispiel im Stahlverkehr im Raum Kreuztal tätig. Die Ruhr-Lippe Eisenbahn befördert schwere Kohlezüge zum Kraftwerk Schmehausen und die WLE transportiert beachtliche Mengen Kalk-stein zu den Zementwerken im Raum Beckum.

Bemerkenswerte überregionale Leistung der WLE ist natürlich der „Warsteiner Bierzug“ nach München, der die süddeutsche Biermetropole mit dem westfälischen Gerstensaft versorgt. Die Eisenbahnfreunde Witten e.V. und die BSW-Gruppe Eisenbahnfreunde mittleres Ruhrtal – Witten haben über viele Monate Bilder für diese Ausstellung gesammelt und ausgewertet. Hierbei haben sie viele Eisenbahnfreunde aus verschieden Regionen von Nordrhein–Westfalen und sogar aus dem Ausland mit Bildern und Informationen unterstützt. Auslöser für die Ausstellung war das Jubiläum zum 175-jährigen Bestehen der Deutschen Eisenbahnen.

Präsentiert wurde die Ausstellung unter anderem bei den Hemeraner Tagen der Eisenbahn auf dem Gelände der Landesgartenschau. Vom 2. bis zum 13. Mai ist sie nun zu den üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Kreishauses Lüdenscheid an der Heedfelder Straße 45 zu sehen. Weitere Ausstellungstermine sind in diesem Jahr noch bei der Sauerländer Kleinbahn in Herscheid-Hüinghausen (Juni – August) und im Eisenbahnmuseum in Siegen (September) sowie bei den Wittener Tagen der Eisenbahn in Witten geplant.

(Redaktion)


 


 

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