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Großbrand Ludwigshafen: Ein Beispiel, wie Krisenmanagement nicht funktioniert

Schöne Bilder statt Infos zur Schadensbeseitigung

Auf dem Internetportal dieser Hafenbetriebe finden sich auch Tage nach dem Unglück keine Infos zum Großbrand, sondern nur schöne Bilder, allgemeine Infos – kein Hinweis zur Schadensabwicklung, kein Trost für die Nachbarn, die ohne Verschulden für fast einen Tag lang aus ihren Häusern vertrieben worden waren und jetzt den Dreck weg machen.

Die Stadt verweist auf ihrem Internetportal darauf, dass man "unter der Telefonnummer 0621 5 98 41 34 sowie unter der Mailadresse [email protected] Fragen zu Schäden und Reinigung, die auf den Brand zurückzuführen sind, direkt mit den Hafenbetrieben Ludwigshafen geklärt werden können".

Niemand bietet aktive Unterstützung an – dafür aber nette Worte, wie man den Dreck, den ein Industrieunternehmen verursacht hat und dessen Ungefährlichkeit keineswegs amtlich ist, selbst beseitigt. 

Originalton Homepage Stadt-Ludwigshafen.de: "Nach dem Großbrand in der Ludwigshafener Hafenstraße empfiehlt die Stadtverwaltung Ludwigshafen in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt, den direkten Kontakt mit von Ruß bedeckten Gegenständen zu vermeiden. Der Ruß ist nicht akut giftig. Die Verwaltung empfiehlt, Körperteile, die in Kontakt mit Ruß kommen, mit Wasser und Seife abzuwaschen. Von Gegenständen wie beispielsweise Gartenmöbel kann der Ruß mit Wasser und üblichen Haushaltsreinigern entfernt werden. Kleidung sollte in der Waschmaschine gewaschen werden, Autos in einer Autowaschanlage gereinigt werden."

Wie vermeidet man, dass Kleinkinder mit einem "nicht akut giftigen Ruß", der überall ist, vor der Haustür nicht in Kontakt kommen? Käfighaltung?

Käfighaltung für Kleinkinder wg. "nicht akut giftigem" Ruß?

Was bedeutet, dass "der Ruß nicht akut giftig ist"? Immerhin warnt die Stadtverwaltung: "Obst und Gemüse, das eventuell mit Ruß in Kontakt gekommen sein kann, sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen und, wenn möglich, geschält werden. Wenn Obst und Gemüse massiv von Ruß verschmutzt sind und eine raue Oberfläche aufweisen, empfiehlt die Stadtverwaltung, dieses wegzuwerfen.

Größere Rußpartikel auf dem Rasen im Garten sollten mit dem Rechen entfernt werden. Der Abfall sollte in die graue Tonne des Hausmülls. Kleinere Rußverschmutzungen können mit Wasser abgespritzt werden."

Auch warnte am 27. Juni eine Pressemeldungen: "Nach dem Großbrand in Ludwigshafen sind im Obst aus Privatgärten nahe der abgebrannten Lagerhalle potenziell gesundheitsschädliche Rußpartikel gefunden worden. Wie das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA)mitteilte, wurden in Feigen, Äpfeln und Kirschen «geringe Gehalte» an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen nachgewiesen. Diese könnten krebserregend sein."


 


 

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