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Digitalisierung

Anstöße für Gestaltung des digitalen Wandels

Ideenlabor der Region Hellweg-Hochsauerland erarbeitet Vorschläge

Kreis Soest/ Hochsauerlandkreis (kso.2016.12.01.508.rhh). Die Menschen in der Region fit für den digitalen Wandel machen – aber wie? Diese Frage stand im Zentrum des Ideenlabors der Region Hellweg-Hochsauerland, das am 25. November 2016 in Arnsberg stattfand. Auf Initiative des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales sowie der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bildungslandschaft zusammen und erarbeiteten konkrete Ideen zur Gestaltung von Arbeit im digitalen Wandel.

„Digitalisierung bedeutet nicht nur technologischen Wandel, sondern auch neue Möglichkeiten, Arbeit beteiligungs- und chancenorientiert zu gestalten“, hob Dr. Jens Stuhldreier, Leiter des Referats „Modernisierung der Arbeit“ im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MAIS) in Nordrhein-Westfalen, hervor. Einen Einblick, wie dies in der Praxis gelingen kann, gaben anschließend Personalreferent Rochdi Koubaa und Erich Bullmann von der TRILUX-Gruppe. Das Unternehmen hat bereits verschiedene Digitalisierungsprojekte erfolgreich umgesetzt und zählt im Bereich „Weiterbildung im digitalen Wandel“ zu den Vorzeigeunternehmen in Deutschland. Erich Bullmann, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei TRILUX, stellte heraus: „Entscheidend ist, alle Beschäftigten zu beteiligen und aktiv mitzunehmen – sowohl die Jüngeren als auch die Älteren“.

Im Ideenlabor identifizierten die Teilnehmenden anschließend Fragen und Herausforderungen, vor denen die Region Hellweg-Hochsauerland im digitalen Wandel steht. Dabei fanden sowohl die Perspektiven von Unternehmen und Beschäftigten, als auch von Akteuren der Bildungslandschaft Berücksichtigung. Nachdem die Teilnehmenden drei zentrale Herausforderungen identifiziert hatten, entwickelten sie erste Gestaltungsideen, wie diese in der Region chancenorientiert angegangen werden können. Dabei standen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie bekommen wir Unternehmen für die Chancen der Digitalisierung sensibilisiert? Wie nehmen wir alle auf dem Weg in die digitale Arbeitswelt mit? Wie bekommen wir die richtigen Kompetenzen identifiziert und gefördert?

Neben Ideen für zielgerichtete Sensibilisierungsaktivitäten, um kleinen und mittleren Unternehmen in der Region die Chancen der Digitalisierung näherzubringen, wurde die Idee einer Skills-Plattform entwickelt, über die Unternehmen und Bildungseinrichtungen der Region die Fähigkeiten und Kompetenzen identifizieren können, die im digitalen Wandel benötigt werden. Auch die entwickelte Idee von Bildungseinrichtungen als Schnittstelle zwischen den Akteuren des Arbeitsmarktes soll dazu beitragen, dass dieser Transfer gelingt.

Diese ersten Gestaltungsideen werden im Anschluss an das Ideenlabor durch die Regionalagentur und die beteiligten Akteure konkretisiert. „Das Ideenlabor ermöglichte erste Anstöße für die Region – nun gilt es, die Ideen aktiv weiterzuentwickeln“, resümierte Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin des Kreises Soest und Mitglied des Lenkungskreises der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, zum Abschluss. Das Ideenlabor habe gezeigt, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt eine Gestaltungsaufgabe sei, die alle Akteure der Region gemeinsam chancenorientiert angehen können.

(Redaktion)


 


 

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