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Digitalisierung

Digital Campus Zollverein präsentiert mit seinen Mitgliedern

E.ON, Emschergenossenschaft und Lippeverband sowie team neusta Innovationen für die Kernbranchen der Metropole Ruhr

Unter dem Motto „Digital – Regional – Zusammen“ veranstaltete der Digital Campus Zollverein e.V. am Montag, 22. Juni 2020 seine dritte „Schulterblick“- Veranstaltung. Das Event fand angesichts der Corona-Einschränkungen online statt. Unter dem Dach des Digital Campus stellten die E.ON, die Emschergenossenschaft und der Lippeverband sowie die team neusta GmbH ihre digitalen Aktivitäten im Rahmen der Transformation des Energiesystems, der Wasserwirtschaft und der Retailbranche vor.

Mit vier konkreten Praxis-Projekten verdeutlichten die in der Metropolregion Ruhr verankerten Akteure, wie sie die Digitalisierung nutzen, um gemeinsam die Wettbewerbskraft für die Zukunft des Ruhrgebiets zu stärken. Nach den jeweiligen Beiträgen ergriffen die hochrangigen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft die Gelegenheit, sich im digitalen Dialog über bewährte Ansätze auszutauschen und Projekte für die Zukunft zu schmieden.

Die Veranstaltung begann mit einer gemeinsamen Begrüßung des E.ON-Vorstandes Thomas König, des Vorstandes der Emschergenossenschaft, Emanuel Grün, und des team neusta-Geschäftsführers Heinz Kierchhoff. Bevor die Gastgeber ihre Praxis-Projekte präsentierten und mit den Gästen diskutierten, lieferte Andre Boschem, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, zunächst einen Impuls unter dem Titel „Digitalisierung – Neue Energie für die Region“.

„Unser aller Ziel muss sein, die Region als Wirtschaftsstandort noch stärker zu positionieren, um als innovativ und lebenswert wahrgenommen zu werden. Die Digitalisierung und hier vor allem das Zusammenspiel von Konzernen und Mittelstand bieten eine einmalige Chance. Es gilt, die Digitalisierung als neue Energie zu begreifen und zu nutzen. Die positiven Beispiele aus der Region beweisen, dass uns genau das einen weiteren Energieschub bringen kann“, sagte Andre Boschem.

E.ON stellte zwei vielversprechende Innovationsprojekte vor. Zum einen gab der Konzern Einblicke in die Arbeit seiner Start-up-Tochter „DigiKoo“ (Kurzform für digitale Kooperation). DigiKoo unterstützt Energieversorger und Kommunen mittels Datenintegration auf seiner Plattform dabei, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, Planungen im Netzumfeld zu beschleunigen und kommunale Ziele im Bereich der Energiewende zu erreichen. Mit diesem sehr spezifischen und zugleich branchenübergreifenden Angebot können Kunden selbst zu Treibern der Energiewende werden. Zum anderen erläuterte E.ON, wie Roboter – sogenannte Digital Worker – manuelle, sich wiederholende Arbeitsabläufe automatisieren. Es wurde dargestellt, welche Prozesse durch Roboter unterstützt werden können und welche Vorteile, unter anderem mit Blick auf Skalierung, sich daraus für Unternehmen ergeben.

Thomas König, Vorstand bei E.ON, betonte: „Ich freue mich, gemeinsam mit unseren Partnern im Ruhrgebiet neue Lösungen für die digitale und nachhaltige Energiewelt der Zukunft zu entwickeln. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende brauchen wir Partnerschaften auf Augenhöhe, vom Start-Up über Kommunen und Stadtwerke bis hin zu großen Unternehmen. Ein tatkräftiger Verbund stärkt nicht nur unsere Innovationskraft und die unserer Partner – er stärkt unsere Region, das Ruhrgebiet.“

Emschergenossenschaft und Lippeverband, gemeinsam der größte Abwasserverband in Deutschland, widmeten sich der digitalen Steuerung wasserwirtschaftlicher Anlagen. In der Präsentation wurden die Vorzüge eines modernen Datenmanagements für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz im Betriebsalltag herausgestellt.

„Der Klimawandel stellt unsere Region vor eine große Herausforderung. Der Wasserwirtschaft fällt bei der Bewältigung eine entscheidende Rolle zu. Technischer Anspruch und ökologische Nachhaltigkeit, aber insbesondere auch die wirtschaftliche Optimierung, sind beim Betrieb unserer Anlagen an Emscher und Lippe daher die Maßstäbe unseres Handelns. Die Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse unterstützt uns bei dieser Zielerreichung“, so der Genossenschafts-Vorstand Emanuel Grün. team neusta führte vor, wie es im Rahmen eines vom Bundesinnenministerium geförderten Innovationsprojektes eine Plattformlösung für den stationären Handel entwickelt. Die Filiallogistik beruht auf Robotik, Simulationen mit sogenannten Digitalen Zwillingen sowie Künstlicher Intelligenz.

„Das Projekt ‚Knowledge4Retail‘ soll den Handel vor Ort revolutionieren und langfristig die Vorteile aus der digitalen in die stationäre Welt transformieren. Als erfahrener IT-Dienstleister verantworten wir die Gesamtprojektleitung und bringen unser Know-how in der strategischen Entwicklung zukunftsfähiger Services ein. Künstliche Intelligenz spielt hierbei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit diversen Partnern aus der Retail-Wirtschaft und der Forschung möchten wir die Branche langfristig wettbewerbsfähig aufstellen“, erklärte team neusta-Geschäftsführer Heinz Kierchhoff.

Die genannten Technologien untermauern, wie in der Region ansässige Unternehmen innovative Lösungen verwenden, um die nachhaltige und digitale Umgestaltung der Kernbranchen Energie, Wasserwirtschaft und Retail voranzutreiben.

Die „Schulterblick“-Veranstaltung gewährte Einblicke in diese neue Welt, in der das Ruhrgebiet eine Vorreiterrolle anstrebt.

Über Digital Campus Zollverein
Als Innovationstreiber macht der Digital Campus Zollverein e.V. mit seinen Mitgliedern das UNESCO-Welterbe Zollverein zum digitalen Reallabor mit
überregionaler Strahlkraft. Es sollen die digitale und innovative Wettbewerbsfähigkeit für die Wirtschaft und für die etablierte Industrie gestärkt werden sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Industrie, Hochschulen und digitalen Startups der Region gefördert werden. Weitere Informationen unter: campus-zollverein.de

(Redaktion)


 


 

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