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Digitalisierung

Digitale Durchstarter - Stadtwerke Arnsberg auf dem Weg in die digitale Zukunft

Für die einen bedeutet Digitalisierung, ihre Urlaubsfotos per Whats App zu verschicken – für die anderen ihre Geschäfte von überall auf der Welt erledigen zu können. Das World Wide Web und Smartphones sind längst zu Medien des Alltags geworden und selbstverständlicher Tagesbegleiter.

Arnsberg. Für die einen bedeutet Digitalisierung, ihre Urlaubsfotos per Whats App zu verschicken – für die anderen ihre Geschäfte von überall auf der Welt erledigen zu können. Das World Wide Web und Smartphones sind längst zu Medien des Alltags geworden und selbstverständlicher Tagesbegleiter. Immer und überall. 

Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche des täglichen Lebens und bewegt viel. Auch in Südwestfalen. Die Stadtwerke Arnsberg sind das beste Beispiel dafür, wie ein Unternehmen dem unaufhaltsamen Thema offensiv begegnet. "Digitalisierung funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen", erklärt Stadtwerke Arnsberg Geschäftsführer Karlheinz Weißer. Er und sein 140-köpfiges Mitarbeiterteam verstehen Digitalisierung als etwas, das nicht erst in Zukunft, sondern bereits heute in der DNA der Stadtwerke verwachsen ist. Als etwas, das die gesamte Stadtwerkelandschaft schon jetzt massiv beeinflusst und weiter beeinflussen wird. Die Stadtwerke Arnsberg haben das Thema deshalb proaktiv in ihre Handlungsfelder aufgenommen. Weißer macht das an einem Beispiel deutlich, in dem sich jeder wiederfinden kann, der zu Hause einen Wasserzähler hat. "Als städtischer Wasserversorger haben wir in mehr als 38.000 Haushalten angefangen die alten Wasserzähler auszubauen und nach und nach durch digitale Wasserzähler zu ersetzen. So müssen die Kunden die Zählerstände nicht mehr selbst ablesen, da sie per Funk von uns erfasst werden. Zudem können mögliche Leckagen in der Hausinstallation schneller erkannt werden", präzisiert Weißer, wie Digitalisierung konkret bei Stadtwerken aussieht. "Eine böse Überraschung bei der Jahresabrechnung bleibt den Kunden somit erspart."

Auch in Sachen Parken sind die Stadtwerke Arnsberg längst digital unterwegs. In den Parkhäusern der Stadtwerke ist längst das bargeldlose Zahlen möglich. Zudem kann an rund 1.000 öffentlichen Stellplätzen an Straßen, Wegen und Plätzen im Stadtgebiet per SMS oder App bezahlt werden. Mehr als 100.000 Mal schon konnten die Autofahrer so ihr Handy als Parkticket benutzen. Digital voraus gilt auch an mittlerweile vier Ladesäulen innerhalb Arnsbergs, an denen Elektrofahrzeuge neu aufgeladen werden können. Über eine App kann europaweit abgerechnet werden.

"Ich bin sehr stolz auf die Mitarbeiter der Stadtwerke, die dem Thema Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen sind und unseren Weg aktiv mitgestalten", so Karlheinz Weißer. "Wir werden unsere ersten Erfolge als Ansporn nehmen und uns weiter den Herausforderungen stellen." Bereits heute müssen sich die Stadtwerke mit Themen zu intelligenten Verkehrssystemen, Urban Mining, Breitband und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um für die Zukunft gewappnet zu sein. "Wir haben eine Strategie", erklärt Weißer das weitere Vorgehen. "Wir werden uns auch darauf einstellen müssen, dass nicht alle Ideen von uns sich so entwickeln, wie wir uns das heute vorstellen. Wichtig ist, dass wir uns davon nicht entmutigen lassen, sondern auch weiterhin die Themen proaktiv zusammen mit der Stadt Arnsberg mitgestalten." Über die ersten Entwicklungen in dieser Hinsicht haben die Stadtwerke Arnsberg zusammen mit dem ehemaligen Bürgermeister und jetzigen Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg, Hans-Josef Vogel, im Gabler Springer Verlag das Buch "Smart City – Digitalisierung in Stadt und Land" herausgebracht. Das Werk zeigt exemplarisch am Beispiel der Stadt Arnsberg, wie Kommunen die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen können.

Speerspitze der selbst auferlegten Digitalisierung ist der campus der Stadtwerke Arnsberg. 2016 eingeweiht, liegen seine Wurzeln in dem Selbstverständnis der Stadtwerke, einen Ort der Begegnungen zu schaffen, der vom Erleben und Lernen geprägt ist; ein Ort, der als zentrale Kommunikationsplattform der Region dient und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Arbeit der Stadtwerke näherbringt. Mit ihm als Innovationsplattform und zentralem Veranstaltungsort wollen Geschäftsführer Karlheinz Weißer und sein Mitarbeiterteam eine Führungsrolle beim Thema Digitalisierung einnehmen. "Digitalisierung zeichnet sich durch vernetzte Wertschöpfungsketten aus. Mit dem campus haben wir hierfür eine ideale Plattform geschaffen", so Weißer. Die Stadtwerke haben sich deshalb einen umfangreichen Aktionsplan auferlegt, der bereits im ersten Quartal 2018 einige interessante Veranstaltungen bietet:

Europäische Startup-Konferenz (31. Januar 2018) Bei der europäischen Startup-Konferenz werden die Stadtwerke Arnsberg auf ihrem campus die Gründer von 15 europäischen Startup-Unternehmen mit den heimischen Unternehmen zusammenbringen und vernetzen. Die "Querdenker der Zukunft" sollen sich einen Tag lang innovativ mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen können. Die Fachsprache wird Englisch sein. Da auch der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen eine Schlüsselrolle bei diesem Thema zukommt, hat der CDU-Politiker Lutz Lienenkämper, der seit Juni neuer NRW-Finanzminister ist, seine Teilnahme bereits zugesagt.

Europäisches Jugendparlament (26. bis 28. Februar 2018)

100 Schüler und Auszubildende aus Unternehmen in Arnsberg und ganz Südwestfalen können auf dem Stadtwerke campus drei Tage lang in die Rolle jeweils eines EU-Abgeordneten schlüpfen. Auch hier soll sich das Thema Digitalisierung als roter Faden durch die Veranstaltung ziehen. Die Jugendlichen sollen im fiktiven Parlament eigene Resolutionen erarbeiten und aus ihrer Sicht deutlich machen, was junge Menschen über das Thema Digitalisierung denken und wie sie damit umgehen. An diesen drei Tagen wird der Arnsberger campus mit der Landeshauptstadt und über Düsseldorf mit dem EU-Parlament in Brüssel vernetzt sein. Für diese Veranstaltung haben die Stadtwerke Stephan Holthoff-Pförtner eingeladen, der im Kabinett von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales ist und seine Teilnahme ebenso zugesagt hat, wie die drei Europaabgeordneten Dr. Peter Liese (CDU), Elmar Brok (CDU) und Birgit Sippel (SPD).

Arnsberger Zukunftskonferenz (5. März 2018) 

Unter dem Motto "Zukunft ist das, was wir daraus machen" kommen an diesem Tag Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, die sich für Themen wie Smart City, Smart Mobility oder Smart Country interessieren und auf der Suche nach individuellen Lösungsansätzen für ihre Stadt, Kommune oder Unternehmen sind., Fragestellungen, welche ökonomischen und ökologischen Herausforderungen die neue Zeit mit sich bringt, wie sich Arbeits- und Wohnwelten verändern und welche Technologien die Lebenswelten in den Städten und Gemeinden von morgen prägen werden, sind zentraler Bestandteil der Zukunftskonferenz. Interessierte werden an diesem Aktionstag auf eine spannende Zeitreise in die Zukunft mitgenommen. Dabei treffen sie Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die mit Visionen, Strategien und Denkansätzen neue Wege aufzeigen, mit denen die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden können: Key-Note ist die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, die für die Zukunftskonferenz die Schirmherrschaft übernommen hat. Gespannt dürfen die Besucher auch auf den Vortrag von Dr. Jörg Salomon, Vice President, Streetscooter Deutsche Post AG sein. Zudem werden der langjährige CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, S.E. Dr. William Mart Laanemäe als Botschafter der digitalen Vorreiter Republik Estland und der Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg Hans-Josef Vogel sowie Michael Krons, leitender Redakteur der Programmgeschäftsführung und Moderator bei Phoenix über ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung berichten.

Aktionsplan Digitalisierung - die Strategie der Stadtwerke Arnsberg 

Mit dem Aktionsplan der Stadtwerke Arnsberg soll die Digitalisierung ganzheitlich, strategisch, vernetzt gedacht und umgesetzt werden. Diesen Aktionsplan Digitalisierung werden die Stadtwerke Arnsberg im Laufe des Jahres 2018 erarbeiten und mit der EU-Kommission, der Landesregierung, der Industrie und der Wissenschaft reflektieren. Die Verbindung unterschiedlicher Projektpartner mit ihren jeweiligen Kompetenzen ist dabei ein wesentlicher Aspekt. Mit den beschriebenen Aktivitäten und einer kontinuierlichen Vernetzung werden im Rahmen des Aktionsplans Handlungsfelder definiert und Projekte umgesetzt. Damit tätigen die Stadtwerke Arnsberg eine große Investition in die Zukunft, setzen neue Geschäftsfelder um und leisten einen Beitrag zur Digitalisierung. Die Kompetenzbildung und Ansiedlung im Bereich der Startups, Energie- und Mobilitätswende sowie der Bildungsaspekte wird zudem zur Fachkräftesicherung beitragen. Dadurch profitieren alle Bereiche voneinander und es entsteht eine Plattform für den Austausch, um Problemstellungen zu diskutieren und Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln. "Dabei sind Innovationen und neue Geschäftsmodelle, die Kooperation mit Unternehmen sowie die Zukunft von Arbeitsplätzen in der Stadt und der Region das erklärte Ziel der Aktivitäten der Stadtwerke Arnsberg", zeigt Karlheinz Weißer die Zukunftsstrategie der Stadtwerke Arnsberg auf.

(Redaktion)


 


 

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