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Energie und Umwelt

Iserlohn ist Vorbild für energieeffiziente Projekte in Minnesota

Kürzlich besuchte eine hochrangige Delegation aus dem US-Bundesstaat Minnesota Iserlohn.

Iserlohn. Hintergrund ist eine Kooperation des Landesumweltministeriums NRW und der Energieagentur mit den Energie- und Umweltministerien in Minnesota sowie der Forschungsuniversität des US- Bundesstaates. Das Projekt mit dem Namen „Climate-Smart Municipalities“, das in Teilen auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt wird, knüpft an die positive Bilanz der Klimakonferenz COP21 in Paris an. Städte und Gemeinden sind dabei Schlüsselelemente bei der Bewältigung der weltweiten Klimaherausforderungen.

Die Delegation hat im Rahmen eines einwöchigen Arbeitsbesuches ausgewählte Kommunen in NRW besucht, unter ihnen auch Iserlohn, die sich durch herausragende Energieeffizienz und Klimaschutzarbeit verdient gemacht haben. Fünf Städte und Gemeinden in NRW kooperieren zukünftig mit fünf Partnerkommunen aus Minnesota, um klimaschutzrelevante Energieprojekte umzusetzen. Ganz konkret werden die Städte Iserlohn und  Elk River, eine 24.000 Einwohner zählende Vorstadt in der Metropolregion Minneapolis/St. Pauls, in den kommenden drei Jahren Energieeffizienz- und Klimaschutzprojekte austauschen und voranbringen.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens begrüßte die hochrangigen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Verwaltung bei den Stadtwerken Iserlohn. Unter den Gästen war auch der Umweltschutzminister von Minnesota John Linc Stine.

Die Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer und Reiner Timmreck informierten die Gäste über die Herausforderungen der Energiewende und über die Aktivitäten, die die Stadtwerke in Kooperation mit der Stadt Iserlohn umgesetzt haben. Eines der Leuchtturmprojekte, die Elektromobilität, wurde direkt mit dem Angebot von Probefahrten von E-Autos verdeutlicht, bei denen alle Beteiligten sichtlich Spaß hatten. Ein weiterer Programmpunkt führte zum Wasserwerk Krug zu Nidda. Dort wurde die Kombination von Energieeffizienz und Umwelttechnologie in der Trinkwassergewinnung gezeigt.

Außerdem ging es zum Müllheizkraftwerk Iserlohn, ein weiteres gutes Praxisbeispiel für den technischen Wandel in Innovation und Fortschritt im Sinne der Energieeffizienz und der Luftemissionen. Dr. Kristian Kassebohm, Geschäftsführer der Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises, verdeutlichte die Bedeutung der thermischen Verwertung in Kombination mit Wärmegewinnung und Stromerzeugung für Iserlohn.

Beeindruckt von den vielen Facetten der lokalen Energieeffizienz- und Klimaschutzarbeit ließ die amerikanische Delegation den Besuch in Iserlohn am Danzturm ausklingen. Die Zusammenarbeit soll nun vertieft werden, wobei der Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer im elektronischen Zeitalter primär nicht durch Reisen, sondern durch Web-Seminare über das World Wide Web durchgeführt werden sollen, ganz im Sinne der Energieeffizienz und des Klimaschutzes.

(Redaktion)


 


 

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