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Energie und Umwelt

NRW-Landräte treffen Ministerpräsident Laschet Eva Irrgang bei Klimagespräch dabei

„Hauptlast der Energiewende trägt der kreisangehörige Raum“

Kreis Soest (kso.2020.01.22.026.lkt/-rn). Die Energiewende findet nicht in den Ballungsräumen, sondern im kreisangehörigen Raum statt. Daher forderten die Landrätinnen und Landräte im Austausch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mehr Augenmerk auf die dadurch entstehenden Herausforderungen und Belastungen für den kreisangehörigen Raum. Auch Landrätin Eva Irrgang war zum Klimagespräch nach Aachen gereist.

Schon heute ist der kreisangehörige Raum Haupterzeuger erneuerbarer Energien: "Rund 90 Prozent der Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien befinden sich im kreisangehörigen Raum. Um die Klimaziele zu erreichen, sind noch mehr Anlagen nötig. Und auch diese werden ganz überwiegend im kreisangehörigen Raum gebaut werden müssen.bOhne die Kreise und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden ist der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht realisierbar", sagte der Präsident des Landkreistags NRW, Thomas Hendele (Kreis Mettmann), im Austausch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Im Rahmen ihrer diesjährigen Klausurtagung trafen die NRW-Landräte den NRW-Ministerpräsidenten und mehrere Landesminister in Aachen, um die aktuellen kommunal- und landespolitischen Fragestellungen für das Jahr 2020 zu erörtern. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Ministerpräsident Laschet stand die Energiewende. Dabei begrüßten die Landräte, dass sich der Ministerpräsident dafür aussprach, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um ein Gelingen der Energiewende zu ermöglichen. "Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sind Belastungen für unmittelbar betroffene Bürger und Kommunen im kreisangehörigen Raum verbunden", fügte Hendele hinzu. "Ohne die Akzeptanz der betroffenen Bevölkerung wird die Energiewende nicht gelingen. Die Menschen im kreisangehörigen Raum müssen einbezogen werden." Neben Dialog und Beteiligungsverfahren müsse man die Belastungen des kreisangehörigen Raums durch konkrete finanzielle Kompensationsmaßnahmen für unmittelbar betroffene Kommunen auffangen. Weitere Themen beim Treffen mit dem Ministerpräsidenten waren die Umsetzung der Schlussfolgerungen aus der Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse. "Die digitale Infrastruktur ist für den kreisangehörigen Raum ein existenzieller Standortfaktor. Wir brauchen einen flächendeckenden 5G-Ausbau, um die starken Wirtschaftsstandorte in den NRW-Kreisen zukunftssicher zu machen", forderte Hendele weiter.

(Redaktion)


 


 

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