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ÖKOPROFIT: Japaner lernten Konzept kennen

Die Gäste waren ein klarer Hinweis: Wenn Unternehmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ihre Produktions- und Lagerhallen systematisch nach Stromfressern durchforsten, Heizungsanlagen und Produktionsabläufe optimieren oder sich Gedanken über ein Weniger an Abwasser und Abfall machen, dann zieht dies inzwischen Kreise bis nach Japan.

(pen) Die Gäste waren ein klarer Hinweis: Wenn Unternehmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ihre Produktions- und Lagerhallen systematisch nach Stromfressern durchforsten, Heizungsanlagen und Produktionsabläufe optimieren oder sich Gedanken über ein Weniger an Abwasser und Abfall machen, dann zieht dies inzwischen Kreise bis nach Japan. Vier Mitarbeiter der Ingenieurgesellschaft Ryoki Kogyo aus Tokio konnten beim Treffen der Teilnehmer der vierten ÖKOPROFIT Runde begrüßt werden.

Los ging es für sie sowie Landrat Olaf Schade, Bürgermeisterin Imke Heymann und AVU Vorstand Uwe Träris im Ennepetaler Unternehmen Sander Präzisionsdruckguss. Auf dem Programm stand ein Rundgang durch die Produktionshallen, in denen Guss- und Systemkomponenten aus Aluminiumdruckguss und Zinkdruckguss hergestellt werden.

"Nicht weniger interessant war für die Japaner der anschließende Workshop mit den zehn Unternehmen, die an der aktuellen ÖKOPROFIT Runde teilnehmen", berichtet Dr. Dirk Drenk ÖKOPROFIT-Projetleiter der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr. Sie wollten und konnten sich ein Bild davon machen, wie Firmen bei uns ebenso kreativ wie effektiv daran arbeiten, der Umwelt Kohlendioxid und Abfall zu ersparen, weniger Strom und Wasser zu verbrauchen.

"Seit Fukushima arbeitet Japan an einem dauerhaften energiepolitischen Wandel und einer zukunftsfähigen Stromversorgung ohne Nuklearenergie. Mit Energie- und Ressourceneffizienz können wichtige Schritte auf diesem Weg gegangen werden", nennt Drenk die Motive für den Besuch. Die Delegation nutze den Besuch folglich, um das ÖKOPROFIT Konzept kennen zu lernen und nachvollziehen zu können, wie der Ideen- und Erfahrungsaustausch während der jeweils einjährigen Projektphase unter den Teilnehmern funktioniert und organisiert werden kann.

Beeindruckt zeigten sich die Japaner von den beispielhaft vorgestellten Ergebnissen der vorletzten ÖKOPROFIT Runde. Die seinerzeit beteiligten zehn Unternehmen konnten ein Weniger von 1,07 Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxid, ein Einsparen von 1,18 Millionen Kilowattstunden Strom und 6.630 Kubikmeter Wasser verbuchen. Ebenso nahmen die Japaner überrascht zur Kenntnis: Für gut jedes fünfte Projekt waren keine Investitionen erforderlich. "Hier lautete die Devise: gefunden, gehandelt, gespart", machte Drenk den Gästen deutlich.

Ebenso interessiert aufgenommen wurde von ihnen die Bewertung der Workshops. Sie haben in den Unternehmen dazu beigetragen, dass alle Mitarbeiter mit ganz anderen Augen im Betrieb unterwegs sind. "An vielen Stellen haben wir nachdrücklicher oder sogar erstmals gefragt, warum etwas so läuft, wie es läuft. Und nie geht es darum, eine allumfassende Idee zu haben. Vielfach steht am Ende häufig eine Summe aus scheinbaren Kleinigkeiten, die die Teilnahme für Unternehmen und Umwelt zum großen Wurf werden lässt", berichtete ein Unternehmensvertreter.

(Redaktion)


 


 

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