20.09.2011  11:44 Uhr

Energie- und Wasserversorger
Gemeinsames Wasserwerk an der Ruhr

Südwestfalen. In einer gemeinsamen Sitzung informierten sich die Aufsichtsräte der Stadtwerke Menden und Fröndenberg im Ruhrtal über den Status quo der Wasseraufbereitungsanlage der beiden Energie- und Wasserversorger.

Aufsichtsratsgremien der Stadtwerke Menden und Fröndenberg informierten sich über gemeinsames Wasserwerk an der Ruhr

Menden/Fröndenberg. In einer gemeinsamen Sitzung informierten sich die Aufsichtsräte der Stadtwerke Menden und Fröndenberg im Ruhrtal über den Status quo der Wasseraufbereitungsanlage der beiden Energie- und Wasserversorger. Bei der Präsentation des umfangreichen Wasseraufbereitungsverfahrens zeigten sie sich beeindruckt von der verbesserten Filterwirkung der neuen Anlagen.

 „Mit diesem Verfahren stellen wir die hohe Qualität des Trinkwassers auch in Zukunft für unsere Kommunen sicher“, erklären die beiden Geschäftsführer der neu gegründeten Betreibergesellschaft Wasserwerk Fröndenberg-Menden GmbH (WMF) - Matthias Lürbke und Jürgen Drees - den Aufsichtsräten beider Stadtwerke. 

Ab 2012 soll die rund 33 mal 27 Meter große Anlage jährlich rund 4,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser aufbereiten. Der Bau der gemeinsamen Wasseraufbereitungsanlage geht zügig und planmäßig voran. Derzeit sind die Betonarbeiten für die Wände und die acht großen Behälter im vollen Gange. Bereits Ende September soll dann die erste Decke der drei-geschossigen Anlage eingesetzt werden. Über die Fortschritte am Bau informierten sich die Aufsichtsräte direkt an der Baustelle bei einer Ortsbegehung.

Mit der Entscheidung für das gemeinsame Projekt, an dem die Stadtwerke Menden mit 75 Prozent und die Stadtwerke Fröndenberg mit 25 Prozent beteiligt sind, profitieren die Unternehmen nicht nur vom Know-how des anderen, sondern erzielen zudem kostensparende Synergieeffekte: Das schlanke Management, das kaufmännisches und technisches Wissen bei beiden Energieversorgern einkauft, ermöglicht es, Personal effektiver einzusetzen. Ferner hätte der Bau von zwei separaten Wasseraufbereitungsanlagen höhere Kosten und auch höhere Leistungsanforderungen an die einzelnen Anlagen aufgeworfen. „Gemeinsam können wir die Spitzenlasten beider Städte ökonomisch auffangen und verteilen“, betonen die beiden WFM-Geschäftsführer Lürbke und Drees.

Darüber hinaus kommen die beiden Stadtwerke einer absehbaren politischen Entscheidung zuvor. Denn aktuell arbeitet das NRW-Umweltministerium bereits an einem Erlass, der die Wasserversorger entlang der Ruhr verpflichtet, ihre Anlagen in großem Umfang nachzurüsten. „Somit ist dieses Projekt von großer strategischer Bedeutung für uns: Wir schaffen damit die Voraussetzung für unsere Kommunen, auf die kommenden Anforderungen optimal vorbereitet zu sein. So können wir nicht von künftigen Entwicklungen überrascht werden. Zudem bietet die neu entstandene Kooperation weitere Perspektiven für die Zukunft“, erläutern Helmut Heidenbluth, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden, und Bernd Heitmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg, die Tragweite dieses ersten Zusammentreffens ihrer beiden Aufsichtsräte.

Über die Stadtwerke Menden

Die Stadtwerke Menden begehen in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum. Die Geschäftsfelder des Energieversorgers mit aktuell 118 Mitarbeitern umfassen die Bereiche Strom und Gas sowie Trinkwasser und Wärme. Mit der E-Services GmbH wird das Know-how in der Energiewirtschaft stärker vermarktet und anderen Energieversorgern und -vertrieben angeboten. Darüber hinaus entwickelt das Mendener Unternehmen neue Angebote im Bereich der regenerativen Energiegewinnung.

Über die Stadtwerke Fröndenberg

Das Unternehmen wurde 1897 durch die Inbetriebnahme des Wasserwerks Fröndenberg gegründet; 1905 erfolgte die Gründung des Elektrizitätswerks. Die Stadtwerke Fröndenberg versorgen 10.500 Haushalte in Fröndenberg mit Strom, Gas und Trinkwasser. Zudem versorgen sie das Gemeindewerk Wickede mit Strom und liefern Gas an 2.400 Wickeder Haushalte. Außerdem betreiben die Stadtwerke Fröndenberg das Löhnbad in der Stadtmitte. Über die Tochterfirma KSF GmbH wird auch die Müllabfuhr in Fröndenberg betrieben.

Der Jahresumsatz 2010 lag bei 40 Mio. €. Der Betrieb hat 92 Mitarbeiter und wird seit 1998 geleitet von Geschäftsführer Bernd Heitmann. Die Stadtwerke Fröndenberg GmbH firmiert zusätzlich mit der Wortbildmarke EWF. Hierbei handelt es sich um eine Reminiszenz an die Zeit, als das Unternehmen noch unter dem Begriff „Elektrizitäts- und Wasserwerke Fröndenberg“ auftrat.


 

(Redaktion)

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Bild Nr. 1 © Stadtwerke Menden GmbH



 


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