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Ennepe-Ruhr-Kreis

Arbeitskreis setzt sich für lebendige Innenstädte ein

Der Einzelhandel gehört neben Kultur, Begegnung, Arbeiten und Gastronomie zum innerstädtischen Leben. Er macht Zentren mit seinen vielfältigen Facetten lebendig und attraktiv.

(pen) Der Einzelhandel gehört neben Kultur, Begegnung, Arbeiten und Gastronomie zum innerstädtischen Leben. Er macht Zentren mit seinen vielfältigen Facetten lebendig und attraktiv. Seit Jahren kehrt aber besonders der großflächige Einzelhandel den Zentren den Rücken und siedelt sich auf der „Grünen Wiese“ an. „Da dies die Entwicklung des Einzelhandels in den kommunalen Zentren gefährdet, hat sich der Arbeitskreis ´Regionales Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche´ der Aufgabe verschrieben, dieser Tendenz entgegenzusteuern“, machte Frank Lamfried jetzt bei einem Treffen im Schwelmer Kreishaus deutlich.

Die Mitglieder des Arbeitskreises - 24 Kommunen, 5 Industrie und Handelskammern, 3 Kreise, 2 Bezirksregierungen, der Regionalverband Ruhr sowie die Einzelhandelsverbände Westfalen Münsterland und Westfalen West und Westfalen Lippe - tagen mehrfach im Jahr an wechselnden Orten. Regelmäßig geht es darum, die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe abgestimmt zu planen. Dazu haben die beteiligten Kommunen eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Sie enthält unter anderen die Verabredungen, sich gegenseitig über Einzelhandelsvorhaben zu informieren und immer dann einen regionalen Konsens mit betroffenen Nachbargemeinden zu suchen, wenn ein Vorhaben aufgrund von Größe und Standort überörtliche Auswirkungen erwarten lässt.

„Diese Kooperation im östlichen Ruhrgebiet hat sich als sehr praxistauglich erwiesen und zu einem besseren Verständnis und zu einer höheren Akzeptanz der jeweiligen Belange beigetragen. Es ist bisher die erfolgreichste interkommunale Kooperation dieser Art in Nordrhein-Westfalen“, betonte Lamfried.

Er sieht den Arbeitskreis zum einen als wichtigen Vermittler zwischen der Landes- und Regionalplanung. Zum anderen als Vermittler wichtiger Botschaften. Dazu zähle, dass der großflächige Einzelhandel mit Ausnahme der sogenannten nicht zentren-relevanten Bereiche in Innenstädte und nicht in Randbereiche oder Gewerbegebiete gehöre. Ebenso wichtig sei die Tatsache, dass die beteiligten Gemeinden grundsätzlich auch dann miteinander sprechen, wenn sie nicht einer Meinung sind. „Wir stimmen uns ab, suchen den Konsens und lassen uns von den Expansionsabteilungen der Handelskonzerne nicht gegeneinander ausspielen, sondern sind Verhandlungspartner auf Augenhöhe“, so Lamfried.

(Redaktion)


 


 

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