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Ennepe-Ruhr-Kreis

Digitale Ausbildungsmesse: Versuchsballon war ein Erfolg

Über 1.800 Jugendliche aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Märkischen Kreis und Hagen haben an der ersten digitalen Ausbildungsmesse der Region teilgenommen.

Über 1.800 Jugendliche aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Märkischen Kreis und Hagen haben an der ersten digitalen Ausbildungsmesse der Region teilgenommen. Sie trafen auf über 100 Unternehmen, die sich virtuell auf die Suche nach ihren Fachkräften von morgen gemacht haben. Ein gutes Drittel von ihnen stammte aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

Für fast alle Aussteller war die digitale Messe eine neue Erfahrung. Präsentationen und digitale Betriebsbegehungen, eingespielte Handyschnipsel und lebhafte Dialoge - die Verantwortlichen hatten sich eine Menge einfallen lassen, um digital für sich und ihre Einstiege ins Berufsleben zu werben.

Die Jugendlichen interessierten sich vor allem für die praktischen Ausbildungsberufe, fragten nach schulischen Voraussetzungen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten sowie Praktikums- und Ausbildungsplätzen für 2020 und 2021. Themen waren häufig auch Standort und Erreichbarkeit des Ausbildungsbetriebs. Im Schnitt besuchte jeder Teilnehmer acht Vorträge und führte ein Gespräch per 1:1 Videochat, in über 200 Fällen wurden die Kontaktdaten ausgetauscht.

"Das digitale Format funktioniert sehr gut, ist aber kein vollwertiger Ersatz für die sonst übliche und bestens bewährte Ausbildungsmesse. So fehlte uns die Chance, die ´Laufkundschaft´ mit unseren Azubis direkt anzusprechen. Dies hat in den letzten Jahren immer bestens funktioniert", machen Cedric Ulomek und Corinna Siewert von der Vollmann Group (Gevelsberg) deutlich.

Nicht nur die Unternehmen wurden kreativ, auch die Verantwortlichen der teilnehmenden Schulen mussten sich etwas einfallen lassen. Um die digitale Messe besuchen zu können, saßen beispielsweise teilweise mehrere Jugendliche vor einem Tablet oder Schulcomputer. Private Smartphones kamen ebenfalls zum Einsatz und wurden vor allem im Nachmittagsbereich genutzt. Sofern die Internetverbindung stand, gab es technisch keine Probleme, Software und App funktionierten wie gewünscht.

Aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis nahmen 19 Schulen an der digitalen Premiere teil. Bei Schülern und Schulen führte das auf Corona zugeschnittene Format zu positiven Rückmeldungen. Auch hier vermissten zwar viele die Face-to-Face Gespräche an Informationsständen, dennoch wurde der Austausch via Datenleitung und Bildschirme als gelungener Ersatz bewertet. Dies sicher auch deshalb, weil das Regionale Bildungsbüro des Ennepe-Ruhr-Kreises den Schüler im Vorfeld einen Onlinevortrag und Informationsmaterial an die Hand gegeben hatte.

"Am Schluss des Tages konnte Plattformanbieter Isardigital mehr als 1.800 Registrierungen vermelden. Da Klassen ja teilweise mit nur wenigen Geräten an der Messe teilnahmen, dürften es unter dem Strich aber deutlich mehr Schüler gewesen sein. Der Versuchsballon ist folglich ganz gut geflogen", zog Katja Kamlage, Organisatorin der Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr, eine positive Premierenbilanz.

Schon jetzt stehe fest: Die digitale Ausbildungsmesse bot den Beteiligten eine gute Möglichkeit, um sich auszutauschen, um sich über Ausbildungsbetriebe und Angebote zu informieren und um Kontakte zu knüpfen. Um die Messe abschließend bewerten zu können, gelte es, weitere Meinungen und Erfahrungen einzuholen. "Allerdings ist auch klar: Eine digitale Ausbildungsmesse kann eine große Präsenzveranstaltung wie die Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr nicht ersetzen", so Kamlage.

(Redaktion)


 


 

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