Weitere Artikel
Ennepe-Ruhr-Kreis

EN-Agentur und Industrie- und Handelskammern wollen Industrie-Impulse setzen

"Dienstleistungsgesellschaft, Strukturwandel und weiße Industrie, Gesundheitswirtschaft und Forschung - es sind Schlagwörter wie diese, die die Diskussionen über Wirtschaftsstandorte und ihre Perspektiven bestimmen.

(pen) Im Schwelmer Schloss Martfeld trafen sich Landrat Olaf Schade und die Spitzen der für den Kreis verantwortlichen Industrie- und Handelskammern, Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) sowie Wilfried Neuhaus-Galladé, Präsident der Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet. Begleitet wurden sie von Dr. Ralf Geruschkat, SIHK-Hauptgeschäftsführer, Eric Weik, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet und Jürgen Köder, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH. Das Thema: Die Zukunft der Industrie im Ennepe-Ruhr-Kreis.

"Dienstleistungsgesellschaft, Strukturwandel und weiße Industrie, Gesundheitswirtschaft und Forschung - es sind Schlagwörter wie diese, die die Diskussionen über Wirtschaftsstandorte und ihre Perspektiven bestimmen. Natürlich gilt das auch für den Ennepe-Ruhr-Kreis", macht Landrat Olaf Schade deutlich. Wer die Zukunft der Wirtschaft an Ennepe und Ruhr im Auge habe, dürfe aber eines keineswegs vergessen. "Unser Kreis war und ist bis heute einer der am stärksten gewerblich-industriell geprägten in Nordrhein-Westfalen. Unser Kreis hat mit seinen Weltmarktführern und seinen vielen mittelständischen Unternehmen eine ganz besondere Strahlkraft."

Um diese möglichst gewinnbringend für Firmen und Menschen zu nutzen und damit die Zukunft an Ennepe und Ruhr zu gestalten, setzt Schade auf eine gemeinsame Kampagne mit der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH sowie der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet. In dem ersten gemeinsamen Gespräch wurden nun Eckpunkte festgelegt. Dabei sollen die fehlenden Gewerbe- und Industrieflächen, mehr Akzeptanz für die Industrie im Kreisgebiet sowie die Zukunftsperspektiven u.a. der mittelständischen Zulieferunternehmen im Fokus stehen.
"Die Frage, wie und wo im Kreis noch Flächen für Unternehmen gefunden werden können, wird seit Jahren diskutiert. An der Dringlichkeit hat das bisher leider wenig geändert", sehen die Präsidenten Stoffels und Neuhaus-Galladé dringend akuten Handlungsbedarf, wenn es darum geht, Abwanderungen zu verhindern und Firmen Standortalternativen im Kreis aufzeigen zu können. Aufgreifen wollen sie das Thema unter anderem, indem sie prüfen, wie Freiräume in vorhandenen Gewerbegebieten sowie Brachflächen und Altstandorte genutzt werden können.

"Erinnern müssen wir auch nochmal an die Chancen, die interkommunale Gewerbegebiete liefern könnten", macht Schade mit Blick auf die Städte deutlich.

"Es geht künftig noch stärker darum zu präsentieren, was die Unternehmen bei uns leisten und können. Es geht darum, breit zu kommunizieren, wie sich Industrie gewandelt hat und noch wandeln wird. Es geht darum, Menschen das Gefühl zu vermitteln, stolz sein zu dürfen, wenn sie Teil dieser besonders starken Industrieregion sind", formulieren Dr. Ralf Geruschkat und Eric Weik die Ziele der gemeinsamen Aktivitäten.

Das Treffen im Schwelmer Haus Martfeld soll der Auftakt zu einer regelmäßigen Abstimmung und gemeinsamen Strategie-Entwicklung für den Ennepe-Ruhr-Kreis sein.

(Redaktion)


 


 

Industrie
Kreis
Zukunft
Industrieund Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Industrie" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: