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Ennepe-Ruhr-Kreis

Schnelles Internet: Land fördert Kreis mit 150.000 Euro

Als eine von 13 Kommunen bekommt der Ennepe-Ruhr-Kreis vom Land Nordrhein-Westfalen Geld für den Ausbau schneller Internetverbindungen.

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(pen) Als eine von 13 Kommunen bekommt der Ennepe-Ruhr-Kreis vom Land Nordrhein-Westfalen Geld für den Ausbau schneller Internetverbindungen. Landrat Olaf Schade nahm den Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro jetzt in Düsseldorf von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin entgegen. 

„Mit diesem Geld werden wir innerhalb der Kreisverwaltung in den nächsten drei Jahren eine Stelle finanzieren. Aufgabe des neuen Mitarbeiters wird es sein, den kreisweiten Ausbau des Glasfasernetzes konzeptionell zu planen Dabei arbeitet er eng mit dem bereits seit 2015 bei der EN-Agentur angesiedelten Breitbandbeauftragten Ulrich Schilling zusammen“, erläutert Schade, wie die Landesförderung genutzt werden soll.

Aktuell nimmt das Internet im Ennepe-Ruhr-Kreis nach Einschätzung von Schade und Schilling mehr und mehr Geschwindigkeit auf. „Wichtige Rollen übernehmen dabei die Deutsche Telekom sowie Netcologne. Die beiden Unternehmen hatten im Oktober ihre Ausbaupläne für den gesamten Kreis vorgestellt. Umgesetzt werden sie in diesen Tagen bereits in Hattingen und Witten“, so Schilling.

Für Breckerfeld, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter (Ruhr) rechnet er noch im ersten Halbjahr mit dem Beginn der Arbeiten. „Ennepetal“, so Schilling mit Blick auf die neunte kreisangehörige Stadt, „spielt ja eine Sonderrolle. Sie war ja Pilotkommune der Telekom für schnelles Internet. Seit Anfang letzten Jahres profitieren davon rund 16.000 Haushalte sowie 1.600 Unternehmen.“

Wenn die Deutsche Telekom und Netcologne ihre Pläne umgesetzt haben, werden über 85 Prozent der Einwohner des Kreises schnell im worldwideweb unterwegs sein können. Ausbaulücken wird es dann vor allem noch im ländlichen Bereich geben. Um diese zu schließen, wollen alle Städte kooperieren und gemeinsam mit dem Kreis einen Antrag auf Bundesförderung auf den Weg bringen.

Die Chancen auf grünes Licht schätzt Schilling auf fifty-fifty. „Wir haben mit einer Markterkundung, der Beteiligung eines Beraterbüros und einer Angebotsanalyse alle Auflagen erfüllt. Unserer Unterlagen werden deutlich vor dem Anmeldeschluss Ende Februar in Berlin vorliegen“, skizziert Schilling die Arbeit der letzten Monate.

In die Zukunft gerichtet müsse es das mittelfristige Ziel sein, schnelle Geschwindigkeiten im Internet flächendeckend mit moderner Glasfasertechnik möglich zu machen. Aktuell stünden dieser Absicht aber anderslautende Vorgaben für Förderungen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Kommunikationsunternehmen entgegen.

„Übergangsweise“, so Schilling, „müssen wir daher mit dem so genannten Vectoring leben. Auch damit sind aber erhebliche Verbesserungen verbunden. Vor allem dann, wenn es gelingt, die aus Kupfer bestehende ´letzte Meile´, die das Internet in die Haushalte bringt, durch Glasfaser zu ersetzen.“

(Redaktion)


 


 

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