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Ernstfall

Vorbereitung auf den Ernstfall

„Ein solches Szenario ist beispielsweise bei einem Eisenbahnunglück oder einem Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Reisebusses denkbar“, so Holger Stoltefuß, Leiter des Sachgebiets Bevölkerungsschutz des Kreises, in seiner Begrüßung.

Kreis Unna. (PK) Gute Vorbereitung ist wichtig, um im Ernstfall schnell und effizient handeln zu können. Daher hatte der Kreis Unna am Wochenende (13./14. März) Vertreter von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und des Rettungsdienstes im Kreis zu Projekttagen im Unnaer Kreishaus eingeladen. Auf der Tagesordnung stand die Vorbereitung auf einen Massenanfall von Verletzten (ManV), also auf einen Unglücksfall, bei dem viele Verletzte oder Betroffene versorgt werden müssen.

„Ein solches Szenario ist beispielsweise bei einem Eisenbahnunglück oder einem Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Reisebusses denkbar“, so Holger Stoltefuß, Leiter des Sachgebiets Bevölkerungsschutz des Kreises, in seiner Begrüßung. „In einer solchen Situation wird der Rettungsdienst mit erheblichen medizinischen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Daher ist das schnelle und koordinierte Zusammenwirken aller Einsatzkräfte zur optimalen Versorgung der Verletzten oder Betroffenen von entscheidender Bedeutung.“

Der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Uwe Devrient, führte die rund 100 Teilnehmer in die Thematik ein. Anschließend gab es viele wichtige Informationen über organisatorische Neuregelungen, die für die Zusammenarbeit im Ernstfall von wesentlicher Bedeutung sind. So erläuterten Marko Wilke vom Deutschen Roten Kreuz und Jörg Flamme vom Malteser Hilfsdienst die aktuellen Strukturen der Hilfsorganisationen im Kreis Unna. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Engelbert und Leitstellen-Mitarbeiter Andreas Münstermann stellten die neuen Katastrophenschutz-Konzepte des Landes NRW zur nachbarschaftlichen Hilfe vor und zeigten auf, welche Vorkehrungen der Kreis Unna zur Bewältigung eines derartigen Unglücksfalles getroffen hat.

Jens Bongers, Leiter der Kreisleitstelle, erläuterte die Verfahren zur Alarmierung und Lenkung der Einsatzkräfte. Schließlich ging es in einem Fachvortrag des Ersten Polizeihauptkommissars Michael Bauer von der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Unna um die Regelungen zur Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den weiteren Hilfsdiensten.

Die Veranstaltung wurde mit der praktischen Vorstellung von zwei Gerätewagen, die umfangreiches Material für effektive medizinische Hilfe im Schadensgebiet mitführen, abgerundet.

(Redaktion)


 


 

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