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EuroShop 2014

Self Check-Out: Wer einkauft, soll auch arbeiten...

Was erwartet den Verbraucher in den kommenden Jahren im Supermarkt oder Kaufhaus? Antworten auf die Frage versucht derzeit die EuroShop 2014 in 16 Hallen der Düsseldorfer Messe zu geben, wo über 2.200 Aussteller das Einkaufen der Zukunft präsentieren. Vorab: Der Self Check-Out soll auch in Deutschland Standard werden.

Keine langen Warteschlangen an vier Supermarktkassen, von denen nur eine geöffnet ist. Stattdessen eine Kasse, die keine Pause kennt und ohne Unterlass scannt. Was in zahlreichen europäischen Ländern bereits Standard ist, steckt in Deutschland noch in der Kinderschuhen: der Self-Check-Out.

Auf der EuroShop werden dazu neue Modelle präsentiert, bei denen selbst ein Barcode nicht mehr nötig ist. Die Firma ITAB Shop Concept jedenfalls stellt ein Kassensystem vor, das per Spektralanalyse und Bilderkennung Produkte erkennen kann und somit selbst Obst und Gemüse mit einer korrekten Auszeichnung versieht. Besonders stolz zeigen sich die Entwickler, dass der Fehlerquotient unter einem Prozent liegt, nur ein Mitarbeiter vier Kassen betreut.

Wo bereits Personal rationalisiert ist, kann der „Charming Mirror“ zum Einsatz kommen. Dieser „wohlgesonnene“ Spiegel versetzt die teilweise akrobatischen Verrenkungen bei der Kleideranprobe in die Vergangenheit. Wie das geht: Der Käufer stellt sich vor eine digitale Wand und dreht sich einmal um die eigenen Achse. Dabei wird er von einer Kamera gefilmt. Zeitverzögert wird das Bild auf die Wand geworfen, so dass man sich von hinten sehen kann, selbst wenn man wieder mit der Vorderseite zum Spiegel steht. So erhält man einen Rundumblick auf den eigenen Körper.

Das ist sinnvoll. Der Käufer kann sich von allen Seiten betrachten und kontrollieren, ob die Hose oder Jacke auch wirklich passen und braucht nicht mehr die teilweise charmanten Bemerkungen des Verkaufspersonals – wenn es denn mal greifbar ist. Nach Herstellerinformation soll dieser Spiegel sogar Geschlecht und Alter erkennen sowie Kauf-Vorschläge unterbreiten.

Einkaufswagen ohne Feststellbremse? Das hat seinen Grund...

Warum gibt es auch in Zukunft keine Feststellbremse an Einkaufswagen? Die Antwort ist denkbar einfach „Unsere Kunden haben noch nie danach gefragt“, sagt Bernd Renzhofer, Geschäftsführer Vertrieb von Wanzl Metallwarenfabrik und Anbieter diverser Einkaufswagen. Dabei, so Renzhofer weiter, habe man seit jeher dieses Zubehör im Angebot. Seine Vermutung: „Wenn mehrere Wagen ineinandergeschoben werden, würden gebremste Räder über den Boden schleifen und das schieben schwierig gestalten.“ Dafür gibt es aber einen Einkaufswagen aus Biokunststoff auf Zuckerrohrbasis mit dem an Formel-3-Boliden erinnernden Namen „GT26 bio“. Wenn also ein Einkaufswagen aus nachwachsenden Rohstoffen konstruiert werden kann, darf eine Feststellbremse an Einkaufswagen doch auch kein Problem sein, oder?

Die Leitmesse EuroShop 2014 läuft noch bis Donnerstag, 20. Februar, täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets Tageskarte im Online-Vorverkauf: 42 € / Vor Ort: 60 €.

(Manfred Fammler)


 


 

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