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Fachkräftesicherung

Land NRW fördert mit regionaler Vernetzung Fachkräftesicherung

Rund 60 Projekte zur MINT-Nachwuchsförderung ausgewählt – Land NRW zieht positive Bilanz

Über 30 außergewöhnliche neue MINT-Lernorte und 28 innovative Initiativen zur regionalen Vernetzung von Wirtschaftspartnern – das ist die Bilanz des Förderprogramms EFRE-zdi zum systematischen Auf- und Ausbau von Strukturen, die den naturwissenschaftlichtechnischen Nachwuchs in NRW fördern. Mit mehr als sieben Millionen Euro unterstützen das NRW-Wissenschafts- und das NRW-Wirtschaftsministerium die Projektumsetzung innerhalb der Landesinitiative Zukunft durch Innovation.NRW, kurz zdi.NRW. Die Mittel stammen aus der europäischen Strukturförderung, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2015 konnten Anträge gestellt werden. Anfang Mai hat die Jury nun ein letztes Mal Projekte ausgewählt, die in den kommenden 36 Monaten umgesetzt werden.

Förderung regionaler Vernetzung und außerschulischer Lernorte

Hauptanliegen des Förderprogramms EFRE-zdi ist, die erfolgreiche MINT-Nachwuchsarbeit der landesweiten zdi-Netzwerke und zdi-Schülerlabore weiter auszubauen. Ziel ist zum einen, die weitere regionale Vernetzung und Kooperationen insbesondere zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und zdi-Netzwerken zu unterstützen. Zum anderen wird der Aufbau von außerschulischen MINT-Lernorten, beispielsweise Schülerlabore, an Standorten wie Berufskollegs oder in Firmen sowie mobile Angebote vorangetrieben. Sie sollen Schülerinnen und Schüler vor allem in den ländlichen Regionen flächendeckend erreichen und mittelfristig den Fachkräftenachwuchs sichern.

„Mit dem Ausbau der Schülerlabore in NRW verbessern wir nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Schulen und Hochschulen, sondern beschleunigen gleichzeitig auch den Transfer moderner, innovativer Technik aus der Hochschule in Schule und Ausbildung", so NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Im Kreis Steinfurt wird beispielsweise derzeit ein Schülerlabor in einem Berufskolleg aufgebaut, das sich ganz dem Thema Digitalisierung widmet. Als mobiles Angebot im Kreis Minden-Lübbecke erreicht das MINT-Mobil, ein randvoll mit technischen Experimenten gefüllter Container, Schülerinnen und Schüler direkt vor Ort und bietet MINT zum Ausprobieren – vom Brücken konstruieren bis Stromkabel verschrauben. In Essen soll zukünftig eine virtuelle Plattform Erzieherinnen und Erziehern helfen, mit einer Forscherkiste bereits die Kleinsten spielerisch an wissenschaftliche Phänomene heranzuführen und früh für MINT zu begeistern. Um Jugendliche gezielt auf die Chancen eines dualen Studiums in der Region aufmerksam zu machen, binden die zdi-Zentren Mülheim a. d. Ruhr und Bottrop im Projekt „MINT-Express“ beispielsweise gezielt kleinere und mittlere Unternehmen in ihre Arbeit ein. Im bergischen Städtedreieck entwickeln Unternehmen der Region nun gemeinsam mit dem zdi-Zentrum MINT-Kurse für Schülerinnen und Schüler.

„Durch die Vernetzung von kleinen und mittleren Unternehmen mit den zdi-Zentren erhalten junge Menschen in Nordrhein-Westfalen wichtige Impulse für ihre Berufs- und Lebensplanung. Zugleich kommen die Betriebe frühzeitig in Kontakt mit potenziellen Nachwuchskräften“, so NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Nachdem zdi-Netzwerke im Förderprogramm EFRE-zdi I, das von 2013 bis 2015 lief, bereits über 40 Projekte realisieren konnten, setzte die Landesregierung das Programm 2015 mit EFRE-zdi II im Rahmen von "EFRE.NRW Wachstum und Beschäftigung 2014–2020" mit einer zweiten Förderperiode erfolgreich fort. Projektanträge konnten laufend gestellt werden. Bis zu 50 Prozent der Projektkosten werden dabei aus EFRE-Mitteln finanziert, den restlichen Anteil übernehmen die jeweiligen regionalen Projektpartner.
zdi steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit über 3.800 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Jährlich erreichen die über 40 zdi-Netzwerke und gut 50 zdi-Schülerlabore gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern rund 300.000 Schülerinnen und Schüler. Koordiniert wird zdi vom Wissenschaftsministerium NRW. Landesweite Partner sind unter anderem das Schulministerium, das Wirtschaftsministerium und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

(Redaktion)


 


 

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