Sie sind hier: Startseite Südwestfalen Aktuell News
Weitere Artikel
FH Südwestfalen

Den Störgeräuschen im Auto auf der Spur

FH-Mitarbeiter Michael Gieß promovierte berufsbegleitend

Iserlohn. Dr. Michael Gieß, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für integrierte Produktentwicklung und Prozesssimulation der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, hat erfolgreich seine Doktorprüfung an der Universität Siegen abgeschlossen. Betreut wurde er dabei sowohl von Professoren der Universität Siegen als auch der Fachhochschule Südwestfalen.

Das Thema Akustik hat Michael Gieß sein ganzes Berufsleben als Ingenieur begleitet. Genauso wie der Wunsch, seinen Doktortitel zu erwerben. Aber wie das Leben so spielt, stand nach dem Abschluss des Maschinenbaustudiums an der Ruhr-Universität Bochum und Familiengründung erst einmal der Einstieg in das Berufsleben und Geldverdienen auf dem Programm. Es folgten Jahre als erfolgreiche Führungskraft bei Unternehmen im In- und Ausland. Der Wunsch zu promovieren blieb.

2013 dann der Schnitt. Michael Gieß nahm Abschied von der Industriekarriere und ging zurück an eine Hochschule. „Prof. Dr. Ulrich Lichius und ich kannten uns bereits von einer früheren beruflichen Tätigkeit und da er sich an der Fachhochschule Südwestfalen ebenfalls mit dem Thema Akustik beschäftigte und entsprechende Forschungsprojekte durchführte, sah ich eine Möglichkeit, meinen langgehegten Wunsch zu realisieren“, berichtet Gieß.

Die Doktorarbeit entstand im Rahmen einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Iserlohner Hochschule. Michael Gieß arbeitete in verschiedenen Forschungsprojekten, die sich mit der Vermeidung von Störgeräuschen im Auto durch entsprechende Materialentwicklung von Kunststoffen beschäftigten. Für Automobilhersteller und- zulieferer steht bei ihren Entwicklungsaktivitäten zunehmend das akustische Verhalten von Bauteilen für den automobilen Leichtbau im Vordergrund. Geräusche im Fahrzeug sind zwar durch Verwendung schalldämpfender Materialien oder durch den Einsatz von Elektroantrieben erheblich reduziert worden, allerdings werden dadurch alle anderen Geräusche im Inneren von den Autoinsassen umso stärker wahrgenommen. So können Instrumententafeln, Mittelkonsolen oder Handschuhfächer die Schwingungen als Körperschall durch ihre Struktur übertragen und als Luftschall an den Fahrzeuginnenraum abstrahlen.

Die Dissertation von Michael Gieß setzt hier an und untersucht das Körperschallverhalten von Bauteilen aus Kunststoff. Er entwickelte eine integrierte Methode um bereits in der Produktentwicklungsphase durch eine akustische Simulation von Kunststoffformteilen und entsprechende Gestaltungsrichtlinien für den Konstrukteur die Eigenschaften dieser Formteile für die Körperschallübertragung zu optimieren.

Als Lehrkraft für besondere Aufgaben wird Michael Gieß weiterhin an der Fachhochschule Südwestfalen in Lehre und Forschung arbeiten.

(Redaktion)


 


 

Michael Gieß
Fachhochschule Südwestfalen
Wunsch
Universität Siegen
Geräusche
Produktentwicklung
Forschungsprojekte
Iserlohn
Vermeidung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Michael Gieß" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: