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FH Südwestfalen

Drei Absolventen erhielten Dr. Kirchhoff-Preis beim Jahresempfang

Auszeichnung für hervorragende Abschlussarbeiten

Iserlohn/Meschede. Der Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen war auch in diesem Jahr wieder feierlicher Rahmen für die Verleihung des Dr. Kirchhoff-Preises. Drei Absolventen der Standorte Meschede und Soest wurden damit für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kammern und Hochschule begrüßte Rektor Prof. Dr. Claus Schuster zum Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen am Hochschulstandort in Meschede.

In seiner Begrüßungsrede ging Schuster nicht nur auf die aktuellen Entwicklungen der Hochschule ein, sondern betonte insbesondere auch deren gesellschaftlichen Auftrag: „Unsere Aufgabe ist es nicht nur, den jungen Menschen Fachwissen beizubringen, sondern ihnen auch Werte zu vermitteln, wie wir als Menschen zu funktionieren haben. Eine Hochschule muss einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten“. Dazu gehörten in erster Linie Weltoffenheit und die Anerkennung von Pluralität in der Gesellschaft.

Die Fachhochschule Südwestfalen wird als aktiver Partner weiterhin die regionale Entwicklung begleiten: „Wir müssen in der Region, gemeinsam mit der Industrie, attraktive Angebote unterbreiten, damit junge Leute hier bleiben oder aus dem Ausland zu uns kommen“, so Schuster. Im Rahmen der Regionale 2025 wird sich die Hochschule intensiv in die zu entwickelnden neuen Lebensideen einbinden.

Dr. Kirchhoff-Preis

Zum 21. Mal wurde im Rahmen der Veranstaltung der mit je 3000 Euro dotierte Dr. Kirchhoff Preis vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie vergeben. Die Abschlussarbeiten der drei Preisträger wurden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie erstellt und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbssteigerung der beteiligten Unternehmen.

Marius Brinkmann, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik in Meschede, entwickelte in seiner Abschlussarbeit eine Software zur Charakterisierung von Automotive Radarsensoren. Hochautomatisiertes Fahren ermöglicht es Autofahrerinnen und Autofahrern sicherer und komfortabler ans Ziel zu kommen. Dazu vermessen und analysieren eine Vielzahl von Fahrzeugsensoren die Umwelt. Einer der wichtigsten Sensoren ist der Radarsensor, der üblicherweise kontinuierliche Radarsignale verwendet. Mit der Entwicklung von Marius Brinkmann ist es nun erstmals möglich, Radarsensoren ohne Eingriff in die Hardware und vom Radarhersteller unabhängig zu charakterisieren, zu evaluieren und die Datenblatt spezifischen Werte zu vergleichen. Das ermöglicht den Autoherstellern die Sensoren auszuwählen, die für ihre Anwendung, wie zum Beispiel Autonomes Parken, am besten geeignet sind. Die von Prof. Dr. Bianca Will betreute Arbeit wurde in Kooperation mit der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG in München erstellt. Aufgrund eines Auslandsstudiums in den USA konnte Marius Brinkmann den Preis nicht persönlich entgegennehmen.

In Zusammenarbeit mit der HELLA GmbH & Co. KGaA in Lippstadt analysierte, bewertete und optimierte Jan Moritz Schäfer Lenksensoren. Aufgrund der steigenden Elektrifizierung des Automobils sowie des Einsatzes von Hybrid- und Elektrofahrzeugen steigt die Anzahl der elektrischen Komponenten und die Aussendung von elektromagnetischen Feldern. Die eingesetzten Sensoren müssen zuverlässige und präzise Messungen auch unter diesen neuen Bedingungen gewährleisten. Der Absolvent des Soester Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik untersuchte hierzu einen Lenkwinkel- und einen Lenkmomentsensor. Auf Basis der Untersuchungen entwickelte und analysierte Jan Moritz Schäfer verschiedene Optimierungsmaßnahmen, wobei die Erkenntnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Aufwand-Nutzen-Verhältnis direkt in aktuellen Entwicklungen berücksichtigt wurden. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ulf Witkowski.

Ebenfalls vom Standort Soest kommt Preisträger Sebastian Mau. Im Rahmen seiner von Prof. Dr. Jens Bechthold betreuten Bachelor-Abschlussarbeit im Studiengang Maschinenbau-Automatisierungstechnik konstruierte und entwickelte er einen Hochspannungserzeuger in Modularbauweise. Kooperationspartner war die Firma Munk GmbH in Hamm. Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit nehmen in der Luft- und Raumfahrttechnik einen hohen Stellenwert ein. Insbesondere bei hoch effizienten Turbinen muss das Prozessfenster deutlich verkleinert werden, was mit der herkömmlichen netzgeführten Technik kaum zu realisieren ist. Sebastian Mau entwickelte einen neuartigen Mittelfrequenz-Hochspannungserzeuger. Durch das von ihm entwickelte modulare System können größere Leistungen mit identischen Modulen realisiert werden. Das Produktportfolio der Munk GmbH verbreitert sich dadurch und Entwicklungszeiten für neue Hochspannungserzeuger mit anderen Leistungsdaten lassen sich verringern.

Begeistert von den Arbeiten der Preisträger zeigte sich auch J. Wolfgang Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF Gruppe und CEO KIRCHHOFF Automotive GmbH, der gemeinsam mit Prorektor Prof. Dr. Andreas Nevoigt die Preisverleihung vornahm: „Als Mitglied der Jury freue ich mich immer wieder, diese hervorragenden und für die beteiligten Unternehmen nutzbringenden Arbeiten bewerten zu dürfen. Sie zeigen auch die gute Vernetzung der Fachhochschule Südwestfalen mit der Industrie“. Den Preisträgern gratulierte Kirchhoff mit den Worten: „Damit ist Ihnen ein guter Weg für Ihre berufliche Zukunft geöffnet“.

(Redaktion)


 


 

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