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FH Südwestfalen

Drei Absolvent*innen erhielten Dr. Kirchhoff-Preis beim Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen

Auszeichnung für herausragende Abschlussarbeiten/Veranstaltung stand auch im Zeichen des Gedenkens

Iserlohn/Hagen. Der Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen war auch in diesem Jahr feierlicher Rahmen für die Verleihung des Dr. Kirchhoff-Preises. Drei Absolvent*innen der Standorte Hagen, Iserlohn und Soest wurden damit für ihre exzellenten Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Der Jahresempfang stand aber auch im Zeichen des Gedenkens an zwei herausragende Persönlichkeiten.

180 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kammern und Hochschule begrüßte Rektor Prof. Dr. Claus Schuster zum Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen am Hochschulstandort in Hagen. Dem Empfang kam in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu, stand er doch auch im Zeichen des Gedenkens an 

Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff und Ursula Budde, die im vergangen Jahr verstorben waren. „Beide waren für unsere Hochschule sehr, sehr wichtig“, betonte Schuster. „Dr. Kirchhoffs Persönlichkeit hat mich zutiefst beeindruckt. Der naturwissenschaftlich-technische Nachwuchs und der Technologietransfer hatten für ihn einen hohen Stellenwert“, so der Rektor weiter. Auch die Verdienste von Ursula Budde würdigte Schuster: „Sie hat über die Budde-Stiftung talentierte Studierende gefördert. Besonders lag ihr aber am Herzen, weibliche Studierende für ein technisches Studium zu motivieren.“

In seiner Begrüßungsrede skizzierte Schuster dann die Erfolgsgeschichte der Hochschule, die seit ihrer Gründung hervorragend zusammengewachsen sei. „Besonders erfreulich ist dabei die kontinuierliche Steigerung des Anteils der weiblichen Studierenden“ so Schuster. Diese Entwicklung soll nun weiter angetrieben werden. „Wir möchten unsere MINT-Studiengänge für Frauen noch interessanter machen, werden gleichzeitig aber weiter neue Studienangebote entwickeln, die für Frauen besonders attraktiv sind“, so der Rektor.

Darüber hinaus unterstrich Schuster den gesellschaftlichen Auftrag der Hochschule: „Hochschule muss zur gesellschaftlichen Entfaltung beitragen. Unsere Aufgabe ist es auch, den politischen Diskurs einzuüben, unseren Studierenden demokratische Grundprinzipien, Reflektion und Diskussion beizubringen.“

Dr. Kirchhoff-Preis

Zum 22. Mal wurde dann der mit je 3000 Euro dotierte Dr. Kirchhoff Preis vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie vergeben. „Die Abschlussarbeiten der drei Preisträger*innen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie erstellt und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbssteigerung der beteiligten Unternehmen“, erläuterte Prof. Dr. Andreas Nevoigt, Prorektor für Forschung und Technologietransfer, die entscheidenden Vergabekriterien.

Carmen Alicia Richter, Absolventin des Bachelor-Verbundstudiengangs Maschinenbau in Iserlohn, befasste sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Produktwertanalyse einer Reversierhaspeltrommel. Die Haspeltrommel ist eine Kernkomponente eines jeden Reversierhaspels. Die Aufgabe eines solchen Reversierhaspels ist neben dem Auf- und Abwickeln von Stahlbändern beim Walz- und Bandbehandlungsprozess auch die Erzeugung des notwendigen Bandzuges.
Zur Aufnahme von Stahlcoils ist es notwendig, die Haspelwelle zu spreizen und gleichzeitig den Bandanfang zu klemmen. In ihrer Arbeit fokussierte Carmen Alicia Richter das Ziel, diese Baugruppe hinsichtlich ihrer Kosten und Funktion zu optimieren. Das Ergebnis: Im Vergleich zur Basiskonstruktion lassen sich durch die neuen Erkenntnisse rund 11 % der Kosten für die Baugruppe einsparen.
Die von Prof. Dr. Langbein betreute Arbeit wurde in Kooperation mit der Andritz Sundwig GmbH in Hemer erstellt.

In Zusammenarbeit mit der Firma Oventrop GmbH & Co. KG in Olsberg ermittelte Svenja Decker Markt- und Produktanforderungen an Building-Automation-Systeme. Die Absolventin des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen- Gebäudesystemtechnologie in Hagen und Lüdenscheid lieferte mit ihrer von Prof. Dipl.-Ing. Harald Mundinger betreuten Arbeit eine umfassende Analyse, welche Anforderungen Kunden an Gebäudeautomationssysteme stellen und welche Randbedingungen und Richtlinien vorliegen. Die Marktanforderungen wurden mit der Methode des Requirements Engineerings und verschiedenen Fragenkatalogen ermittelt. Diese richteten sich an Betreiber, Fachplaner, sowie Installateure der technischen Gebäudeausrüstung für Heizung, Raumklima und Trinkwasserhygiene. Die Produktanforderungen wurden auf Grundlage der ermittelten Marktanforderungen erstellt und schließlich an zwei Gebäudeautomationssystemen gespiegelt. Der von Decker verfolgte kundenzentrierte Ansatzes hat das Unternehmen in die Lage versetzt, die Möglichkeiten der Digitalisierung von Gebäuden im Sinne der Kunden zu nutzen.

Vom Standort Soest kommt Preisträger Johannes Pöppelbaum. Im Rahmen seiner von Prof. Dr. Andreas Schwung betreuten Bachelor-Abschlussarbeit im Studiengang Elektrotechnik befasste er sich mit der modellbasierten Konzeptentwicklung und Implementierung eines WebHMl's für den Maschinen- und Anlagenbau. Mit seiner Arbeit entwickelte Pöppelbaum ein Konzept für die Umsetzung eines Human Machine Interfaces (HMI) auf Basis von Webtechnologien und der Nutzung des beim Engineering entstehenden Anlagenmodells. Hiermit kann eine standardisierte Anwendung für alle Maschinen und Anlagen der Firma G. Kraft GmbH in Rietberg erreicht werden. Es ist somit nicht notwendig, für jede Anlage ein individuelles HMI zu entwickeln. Johannes Pöppelbaum wählte nach der Analyse der bestehenden Lösung und des Modells als Datengrundlage zunächst eine Technologie zur Umsetzung für die Server und die Clientseite aus. Anschließend wurde eine Lösung für alle für die Firma relevanten HMI-Fragestellungen entwickelt. Zum Abschluss wurde auf dieser Basis ein erster Prototyp entwickelt, der die Funktionalität bestätigt und eine Basis für kommende Weiterentwicklungen bildet.

(Redaktion)


 


 

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