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FH Südwestfalen

Selbstgebautes E-Auto besteht Praxistest

Einzelteile wurde von PORSCHE zur Verfügung gestellt

Iserlohn. Dass man aus gebrauchten Fahrzeugteilen allerlei Neues herstellen kann, zeigen häufig Künstler. Dass daraus auch ein fahrtüchtiges Auto entstehen kann, haben jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors für Fahrwerktechnik der Fachhochschule Südwestfalen bewiesen. Ein von PORSCHE zu Testzwecken in alle Einzelteile zerlegter Sportwagen wurde dem Labor für Fahrwerktechnik der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn zur Verfügung gestellt. Mitarbeiterin Alexandra Schmidt baute daraus wieder ein neues Fahrzeug zusammen und rüstete es mit einem Elektromotor aus. Eine erste Testfahrt fand jetzt auf dem Gelände des Verkehrsübungsplatzes in Iserlohn statt.

Zum Glück hat es bei der Testfahrt nicht geregnet, denn dann wäre die Übungsfahrt ein feuchtes Vergnügen geworden. Das selbstgebaute E-Auto der Fachhochschule verfügt zwar über alle fahrrelevanten Bestandteile, allerdings fehlt die geschlossene Karosserie.

Ausgangspunkt für das Projekt waren mehrere Container, in denen ein in Einzelteile zerlegter Sportwagen bei der Firma PORSCHE auf die Abholung durch einen Verwerter wartete. „Zu Testzwecken nehmen die Automobilhersteller Fahrzeuge regelmäßig auseinander und üblicherweise werden die Bestandteile anschließend entsorgt“, berichtet Prof. Dr. Andreas Nevoigt. In diesem Fall aber stellte das Unternehmen die Teile der Fachhochschule Südwestfalen zur Verfügung und die rekonstruierte daraus ein eigenes Fahrzeug als Anschauungsobjekt. „Auf diese Weise lernen unsere Studierenden praxisnah auch die Autokonstruktion kennen. Verbaut wurde alles, was PORSCHE zur Verfügung stellte, angefangen von den Rädern, über Radaufhängung, Bremsanlage bis hin zum Hinterachsgetriebe und den Fahrpedalen“, erklärt Nevoigt. Aber damit nicht genug. Als Antrieb wurde ein Elektromotor eingebaut, den Mitarbeiterin Alexandra Schmidt mit einem konventionellen Getriebe verbunden hat.

Auf dem Verkehrsübungsplatz in Iserlohn durften Prof. Nevoigt, Alexandra Schmidt und Studierende jetzt das E-Auto zum ersten Mal außerhalb der Hochschule im Gelände ausprobieren. „Damit wissen wir jetzt, wie sich das Auto in Kurven verhält, ob das Chassis hält, welche Leistung der Akku erbringt und wie das Fahrverhalten insgesamt auf der Straße ist“ ,ist Alexandra Schmidt mit den Ergebnissen der Fahrrunden sehr zufrieden.

Die FH-Forscher denken aber schon weiter. Erste Kontakte wurden mit dem Fachbereich Informatik aufgenommen um weitere Erkenntnisse zum Autonomen Fahren zu erhalten.

Interessierte können sich die Probefahrt bei Youtube unter https://youtu.be/mAGJ1Lzwa0c anschauen.

(Redaktion)


 


 

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