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Übungsfirma sichert Industriebezug im Studium

GMP- Technikum an der Fachhochschule Südwestfalen eingeweiht. Bundesweit einzigartige Einrichtung

Iserlohn. Mit einer kleinen Feierstunde wurde das neue GMP-Technikum an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn eingeweiht. GMP (Good Manufacturing Practice) bedeutet „Gute Herstellungspraxis“ und stellt sicher, dass bei den Produktionsabläufen und der –umgebung zur Herstellung von Arzneimitteln, Kosmetika oder Lebensmitteln höchste Qualitätsstandards eingehalten werden.

„Mehr als eine Millionen Euro hat die Fachhochschule Südwestfalen, unterstützt von der Wirtschaft, in die Einrichtung des Technikums investiert. Damit verfügt die Iserlohner Hochschule über eine einzigartige Ausbildungsmöglichkeit für die Studierenden des Studiengangs Life-Science Engineering“, verdeutlichte Prorektor Prof. Dr. Andreas Nevoigt in seiner Begrüßung. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Industrie und Hochschule beglückwünschte auch Dr. Michael Lohmeyer vom Mikrobiologischen Labor Dr. Lohmeyer GmbH in Münster die Hochschule zu „diesem fabelhaften Vorhaben“ und betonte, dass heute die Mikrobiologie aus keinem Bereich unseres Alltags- und industriellen Lebens wegzudenken ist: „ denn Mikroorganismen finden sich überall“.

Das GMP-Technikum ist Teil des Ausbildungskonzepts des neuen Master-Verbundstudiengangs Life-Science Engineering. Der Studiengang verbindet Ingenieurwissenschaften und Lebenswissenschaften und beschäftigt sich insbesondere mit der praktischen Umsetzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Realisierung technischer Produkte oder Verfahren in den Industriesparten Biotechnologie, Medizintechnik, Pharmazie, Lebensmittel, Kosmetik und Analytik.

Eine Besonderheit ist der klare Industriebezug während des gesamten Studiums. Und hier kommt das GMP-Technikum ins Spiel. Die nach internationalen Standards konzipierte Einrichtung bildet für die Lehre ein vollständiges Life Science Unternehmen ab, das die Studierenden praxisnah in die Bereiche Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Qualitätsmanagement einführt und in dem reale Industrieprojekte bearbeitet werden. „Damit bilden wir passgenau die Mitarbeiter*innen aus, die die Industrie heute braucht“, betonte Laborleiter Prof. Dr. Kilian Hennes, „und wir befördern damit auch gleichzeitig den Technologietransfer in die Wirtschaft und Unternehmensgründungen aus der Hochschule heraus. Als eine von nur wenigen bundesweiten Hochschulen bietet die Fachhochschule Südwestfalen ihren Studierenden auch an, ein entsprechendes GMP-Zertifikat zu erwerben. „Die Unternehmen stehen heute im internationalen Wettbewerb und können nur mit interdisziplinär aufgestellten Mitarbeiter*innen punkten, die gut qualifiziert sind und die Regularien beherrschen. Mit unseren Studieninhalten und unserer High-Tech-Ausstattung bieten wir genau die Ausbildung, die die Industrie heute braucht“, ist Hennes überzeugt.

Im Rahmen der Feierstunde stellte Dipl.-Ing Volker Adebahr vom Vorstand des VDI Lenne Bezirksvereins auch die neue, von ihm gegründete, VDI Regionalgruppe Life Science Engineering vor. Für sein Engagement erhielt er die Ehrenmitgliedschaft im Förderverein der Fachhochschule Südwestfalen e.V.

(Redaktion)


 


 

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