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Forschung und Umwelt

WWF und zdi diskutieren über MINT und Nachhaltigkeit

Abschlussveranstaltung der Akademie an der Bergischen Universität Wuppertal.

Wer kennt das nicht: Im Supermarkt frisches Obst und Gemüse gekauft – und einen Berg Müll mit den Verpackungen produziert. Doch kann der Verzicht von Lebensmittelverpackungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Diese Frage haben vier Teilnehmerinnen der Schülerakademie 2°Campus, ein Projekt des World Wide Fund for Nature (WWF) und der Robert-Bosch-Stiftung, beantwortet. Ihre Forschungsergebnisse präsentierten sie auf der Abschlussveranstaltung der Akademie an der Bergischen Universität Wuppertal. Ihr Fazit: Zehn Prozent der Treibhausgasemissionen fallen in der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln auf die Verpackung. Deswegen ist es ökologisch sinnvoll, beim Einkauf auf Verpackungen zu verzichten.

Neben dem Thema Ernährung haben 20 Jugendliche zusammen mit wissenschaftlichen Mentorinnen und Mentoren auch die Themen Wohnen, Energie und Mobilität bearbeitet. Getreu dem Motto: Forschen für den Klimaschutz. Im Anschluss an die Projektpräsentationen diskutierten Vertreter des NRW-Wissenschaftsministeriums, Fachexperten des WWF, der Stiftung Jugend forscht e.V., der Robert-Bosch-Stiftung und der Universität Wuppertal gemeinsam mit den jungen Klimaschützern, wie MINT-Förderung und Nachhaltigkeit sinnvoll ineinandergreifen und zusammengebracht werden können.

Wissenschaftsministerin Schulze: „Viele Jugendliche interessieren sich schon jetzt für die Zukunft unseres Planeten“
„Es ist ebenso schön wie wichtig, dass sich auch junge Menschen Gedanken um die Zukunft unseres Planeten und der Gesellschaft machen. Viele Antworten, wie wir die Zukunft lebenswert und im Einklang mit der Umwelt gestalten, können mit Hilfe von MINT-Kenntnissen gefunden werden. Deswegen ist es wichtig, Jugendliche frühzeitig für die Naturwissenschaften und Technik zu interessieren“, betonte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im Vorfeld der Diskussion. Aus diesem Grund hat die Initiative zdi in diesem Jahr die Abschlussveranstaltung mit organisiert. Gastgeber war das zdi-Zentrum BeST, das an der Universität in Wuppertal sitzt; ein Forschungsprojekt wurde ebenfalls an dem Fachbereich Architektur der Hochschule realisiert. Mehrere zdi-Netzwerke präsentierten Kurse, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Darunter ein Wettbewerb für Schüler, die ein Hybridkraftwerk bauen, sowie ein Projekt, das sich mit der Herstellung von Biodiesel beschäftigt und Informationen zum Studiengang Energie- und Umwelttechnik bietet.

Ökologische Probleme mit Naturwissenschaften lösen

Experten verschiedener MINT-Förderprojekte einigten sich bei der Diskussion, dass ein Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geweckt werden kann, indem ökologische Probleme aufgezeigt werden, zu deren Lösung MINT-Wissen beitragen kann.

Bettina Münch-Epple, Leiterin des Fachbereichs Bildung des WWF, erklärte: „Der WWF steht für Naturschutz und Nachhaltigkeit. Diesen Fokus bringen wir ein, um Jugendliche mit den oft sehr technisch fokussierten Inhalten der MINT-Fächer in Berührung zu bringen. Für uns ist es wichtig, sich den MINT-Fächern aus einer ganzheitlichen Perspektive zu nähern, damit wir die Jugend für die Zukunft sensibilisieren und ermutigen, sich vielseitig mit gesellschaftlichen Herausforderungen zu beschäftigen.“
Prof. Dr. Anton Kummert, Leiter des zdi-Zentrums BeST, erläuterte, wie zdi einen Beitrag leistet: „Die zdi-Zentren bringen den Jugendlichen mit ihren vielfältigen Kursen nicht nur die unterschiedlichen MINT-Fächer näher. In vielen Projekten geht es zudem um gesellschaftliche Fragestellungen. Das Bergische Schul-Technikum bietet beispielsweise Kurse zum Brennstoffzellenauto und zum Thema Solarenergie an – definitiv technische Inhalte, die sich aber letztlich auch auf den Klimawandel beziehen.“

(Redaktion)


 


 

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