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Fragebogenaktion

Fragebogenaktion zum E-Center am Waldschlösschen

Lippstadt weist auf Verfahrensablauf hin – Umfangreiches Zahlenmaterial zum Einzelhandel in Lippstadt liegt längst

Lippstadt. Über die lokalen Medien hat der Investor Stroetmann jüngst eine groß angelegte Fragebogenaktion zur Bebauung des Geländes „Am Waldschlösschen“ angekündigt. Die Stadt Lippstadt weist darauf hin, dass diese Aktion nicht mit der Verwaltung abgestimmt wurde. „Um eine solche Befragung als Instrument der Bürgerbeteiligung und für die politische Diskussion nutzen zu können, ist es wichtig, dass es eine Abstimmung zwischen Investor und Verwaltung zu Inhalt, Verfahren und Zeitpunkt der Befragung gibt“, erläutert Björn Bühlmeier, Fachdienstleiter Stadtplanung und Umweltschutz bei der Stadt Lippstadt.

Im Vorfeld der Befragung waren Aussagen veröffentlicht worden, die den Eindruck vermittelten, es sei im Bereich der Nahversorgung von einer massiven Unterversorgung im Lippstädter Nordwesten auszugehen. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass es keine Zahlen gebe. Tatsächlich, so Bühlmeier, haben aber unabhängige Gutachter der GMA (Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) eine gute und wohnungsnahe Versorgungslage für den Nordwesten festgestellt. Umfangreiche Zahlen, Daten und Fakten zum Einzelhandel in Lippstadt liegen daher vor. „Wesentliche Dokumente wie das Einzelhandelskonzept sind auf den Internetseiten der Stadt jederzeit abrufbar“, erklärt Bühlmeier.

Für eine attraktive wohnungsnahe Versorgung und zur Vermeidung städtebaulicher Missstände müsse jede Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel in Lippstadt in ein Gesamtkonzept passen, auf das sich Einwohner und Investoren verlassen können. „Das Konzept wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben, so dass ein Vorhaben wie das am Waldschlösschen jeweils auf Basis der neusten Entwicklungen bewertet werden muss“, beschreibt Stadtplaner Bühlmeier das Verfahren, nach dem auch in diesem Fall vorgegangen werden sollte.

Die endgültige Entscheidung über die Bauleitplanung und damit auch über das Vorhaben liegt bei den von der Bevölkerung gewählten Vertretern. Der neue Rat tritt in diesen Tagen erstmals zusammen. Zu seinen Aufgaben gehört dann auch die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts. Der Aufstellungsprozess und die Beschlüsse für dieses Konzept basieren auf gesicherten Daten, sind öffentlich und transparent.

Von einer Teilnahme an der Fragebogenaktion will die Stadt Lippstadt nicht abraten, allerdings sollten sich alle Teilnehmenden der Tatsache bewusst sein, dass sie damit in erster Linie an einer Kundenbefragung teilnehmen und nicht am politischen Entscheidungsprozess zur Zukunft des Einzelhandels in Lippstadt. Dies lasse auch die Art der Fragen erkennen, die der Investor in seinem Fragebogen an die Lippstädter richtet.

(Redaktion)


 


 

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