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Frau und Beruf

Frauen und Technik: Unternehmen aus dem Kreis zeigen wie es geht

Mädchen zu selten in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen zuhause

(pen) Nach wie vor vorhandene Rollenerwartungen, das Image der Berufe und das betriebliche Umfeld - dies sind für Prof. Dr.-Ing. Susanne Staude, die drei Hauptgründe, warum Mädchen zu selten in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen landen und im Vergleich zum männlichen Nachwuchs deutlich unterrepräsentiert sind.

"Davon betroffen", so die Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Hochschule Ruhr West, "sind auch die Schülerinnen, die mit guten Noten in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern eigentlich beste Zugangsvoraussetzungen hätten." Diese Informationen lieferte Staude auf einer Veranstaltung bei der BURG F.W. Lüling KG in Hagen.

Ziel des Angebotes war es, Unternehmen zu aktivieren, offensive Nachwuchswerbung zu betreiben und hier besonders Mädchen und junge Frauen anzusprechen und sie für technische, naturwissenschaftliche und IT-Berufe zu begeistern. Eingeladen hatten das Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark, der Unternehmensverein Technikförderung Südwestfalen sowie die zdi Netzwerke technik_mark und Ennepe-Ruhr.

Was geht und welche Möglichkeiten Unternehmen haben, weibliche Talente zu finden, zu fördern und erfolgreich einzusetzen, präsentierten neben Unternehmen aus Iserlohn und Hagen auch Dörken MKS-Systeme aus Herdecke und GLORIA Haus- und Gartengeräte aus Witten. Ergänzt wurden diese Beispiele durch einen Bericht von Lisa Lücking. Die Mathematik- und Physiklehrerin am Fichte-Gymnasium in Hagen lieferte lebhafte und praxsinahe Einblicke in ihre Unterrichtserfahrungen.

Christoph Brünger, bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) für Standortpolitik zuständig und im Vorstand des Vereins Technikförderung Südwestfalen, sieht die Förderung des weiblichen MINT-Nachwuchses dank der guten Zusammenarbeit der Akteure auf einem guten Weg. Diesem Bereich - also den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - sei in den letzten Jahren deutlich mehr Gewicht verliehen worden.

"Statt die Kombination ´Frauen und Technik´ mit einem Fragezeichen zu versehen und so einem Vorurteil völlig unzeitgemäß Vorschub zu leisten, werden sie genau für diese Aufgaben zunehmend aktiver angesprochen. Es wird viel gemacht, um Ausrufezeichen zu setzen und Hürden zu beseitigen." Beispiele seien die Auftritte auf Ausbildungsmessen, der Tec Day oder der Einsatz weiblicher Ausbildungsbotschafter. Alles sei bestens geeignet, um das völlig überholte Image von Männer- und Frauenberufen aufzubrechen.

"Allerdings", betonte Bettina Schneider, Mitinitiatorin des MINT-Fachforums und Leiterin des Kompetenzzentrums Frau & Beruf der agentur mark, "gibt es noch viel zu tun. Wir brauchen noch Zeit und einen langen Atem. Es gilt auch und gerade die Unternehmen zu erreichen, die heute nicht hier sind." Für nächstes Jahr kündigt sie eine regionale MINT-Kampagne mit und für Unternehmen an. "Erreichen wollen wir aber auch die Elternhäuser und die Schulen und Hochschulen.

(Redaktion)


 


 

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