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Frau und Beruf

Scheitern Chance zur Weiterentwicklung

Neues Veranstaltungsformat des Kompetenzzentrums Frau und Beruf hatte Premiere.

Kreis Soest (kso.2017.12.04.523.wfg). „Alles selber und ohne Beziehungen schaffen? Totaler Quatsch! Beziehungen sind wichtig und hilfreich, wenn man sie gut nutzt.“ Unternehmerin Claudia Tölle, ausgebildete Journalistin und Diplom-Psychologin, nahm bei der Veranstaltung „Ein Abend vom Hinfallen, Aufstehen und Weitergehen“ kein Blatt vor dem Mund. Als sie 2013 mit dem Unternehmerinnenbrief ausgezeichnet wurde, machte ihr die damit verbundene Unterstützung durch einen IHK-Seniorberater vieles klar.

„Das war klasse“, berichtete die selbstständige Beraterin den 20 Teilnehmerinnen, die der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Hellweg-Hochsauerland in die Soester Villa Plange, Domizil der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH, gefolgt waren. „Er hat mir immer wieder klar gemacht, dass ich mich fokussieren muss. Ich kann nicht alles gleichzeitig machen, auch wenn ich gelegentlich vor Ideen nur so sprudele.“

Solche lebendigen Beispiele hatte sich Sonja Claus, Prokuristin der wfg und verantwortliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum Frau und Beruf Hellweg-Hochsauerland, für das neue Veranstaltungsformat erhofft. Sie erläuterte den Gästen, dass es angelehnt sei an eine so genannte „FuckUp-Night“, wie sie 2012 erstmals in Mexiko stattgefunden habe. „Ziel ist es eine Kultur des Scheiterns zu etablieren und Scheitern als Chance zur Weiterentwicklung zu begreifen“, betonte sie. „Es gilt, Stolpersteine in Sachen Unternehmensnachfolge und Existenzgründung rechtzeitig aus dem Weg zu räumen.“

Das erkannte auch Daniela Tigges, Geschäftsführerin des Familotel Ebbinghof, Schmallenberg, frühzeitig. Die Hotelfachfrau und -betriebswirtin mit Leitungs- und Führungserfahrung im In- und Ausland hat den elterlichen Hof von einem Landgasthof zum 4-Sterne-Familienhotel der Familotel-Kooperation mit 70 Mitarbeitern ausgebaut. „Es war eine gute Entscheidung, dass wir im Übergabe-Prozess einen Senior-Berater der IHK dazu geholt haben“, blickte sie zurück. „Wir machen eine Übergabe einmal, er dagegen ständig.“ Es sei eine wichtige Lernerfahrung gewesen, nicht alles selber zu machen, sondern Hilfe zu holen oder Tätigkeiten outzusourcen. Sie appellierte, eine Fehlerkultur zu etablieren, Abläufe ständig zu hinterfragen und Mitarbeiter mit einzubeziehen.

Sonja Claus hat die nächste Veranstaltung schon geplant. Sie soll im ersten Quartal 2018 stattfinden. Interessierte können sich jetzt schon melden: E-Mail [email protected], Telefon 02921/302261.

(Redaktion)


 


 

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