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Wie sich Männer kleiden

Für den Erfolg richtig angezogen?

Männer brauchen kein besonderes Talent, um gut angezogen zu sein. Mit den richtigen Tipps, etwas Zeit und natürlich auch mit sinnvoll eingesetztem Geld ist es ein Kinderspiel. Denn: Die Welt der Männer ist bunter geworden. Gott sei Dank! Sie können anziehen, was sie wollen. Stopp! Es gibt natürlich immer bestimmte Anlässe, bei denen Anzug und Krawatte angesagt ist.

Die Freiheit in Sachen Mode sollte nicht soweit gehen, dass der individuelle Stil des Outfits auf der Strecke bleibt. Die steifen Regeln vergangener Jahrhunderte wollen wir sicherlich nicht mehr. Zeigen Sie sich von der besten Seite, auch in der Freizeit. So umfangreich wie die Damengarderobe ist die Kleidung der Männer nun doch nicht. Wenn Sie sich allerdings damit beschäftigen, schlagen Sie die Mehrzahl der Männer um Längen – und punkten beim weiblichen Geschlecht.
Gehen Sie mit Latschen, Shorts mit Bauchkordel und T-Shirt ins Sterne-Lokal? Nein! Sie können und müssen wissen, wann Sie welches Outfit, welche Farben tragen.

Mit Cowboy-Stiefeln zur Party?
Wichtig ist trotz aller Harmonie bei den Kleidungsstücken, dass Sie immer einen kleinen Kontrast einbauen. Sie sind eine individuelle Persönlichkeit mit Ecken und Kanten und kein Abziehbild. Die Kleidung soll nicht vom Träger ablenken, sondern die Persönlichkeit unauffällig unterstreichen. Nicht, dass Sie nach einem Fest sagen: Kannst du dich noch an den Typ mit den Cowboy-Stiefeln erinnern? Wie hieß der noch?
Bitte keine Uniform!
Die Kleidung sollte nicht zur Uniform werden, und der Träger damit in eine bestimmte Schublade einsortiert wird. Die Vorurteile mögen falsch sein. Sie beeinflussen aber doch unsere Einschätzung.
Gut gewählte Kleidung sagt etwas aus über:
• Ihre soziale Position
• Ihren Lebensstil
• Ihre Individualität

Wo entspricht Ihre Persönlichkeit den Normen oder an welchen Punkten können Sie Ihre Individualität klar zum Ausdruck bringen? Laufen Sie einem Ideal hinterher und sind damit eine schlechte “Kopie“ eines berühmten Originals. Schätzen Sie sich realistisch ein und gehen dann an die Umsetzung mit viel Phantasie!
Ein kleines wissenschaftliches Experiment als Trost, wenn Sie mit sich nicht so ganz zufrieden sind:
Man hat aus 20 Passbildern von Männern ein Durchschnittsfoto im PC hergestellt. Alle Fotos wurden von Frauen nach Schönheit sortiert. Das Mittelwertsgesicht wurde als das schönste auserkoren. Schönheit ist also Durchschnitt!
Oder: das schönste Gesicht wird am schnellsten vergessen. Ebenmaß wirkt maskenhaft und langweilig. Der kluge Mann passt sich nicht allen Normen an! Er wählt ein oder zwei Details, die seine Individualität unterstreichen.
Achten Sie auf Qualität und die Kombinierbarkeit, denn mit der richtigen Pflege können Ihre klassischen Kleidungsstücke und Schuhe sicher 5 Jahre halten. Wenn Sie sich etwas Neues kaufen, sortieren Sie dafür etwas Altes aus.
Einige Regeln zur Farbwahl:
Die Auswahl der „richtigen“ Farben ist ein wichtiger Aspekt für die Ausstrahlung Ihrer Persönlichkeit. Das heißt:Unterstreichen Sie Ihre „inneren Farben“ (Hauttyp + Persönlichkeit) mit den Farben Ihrer Kleidung.

  • Wählen Sie den Anzug fürs Büro in gedeckten Farben. Die Freizeitkleidung kann lebhafter und bunter sein.

  • Zu einem gemusterten Hemd gehört eine dezentere Krawatte und umgekehrt. Sind Hemd und Krawatte gemustert muss der Anzug uni sein.

  • Ein einfarbiger Look lässt Sie größer, eine kontrastreiche Kombination kleiner erscheinen.

  • Je heller und bunter ein Stück im Vergleich zur übrigen Kleidung ist, desto stärker wird diese Körperpartie betont.

  • Je dunkler Haare und Augen sind, desto intensiver und kontrastreicher dürfen die Farben sein.

  • Wollen Sie Innovation und Kreativität ausstrahlen, dann sind starke Akzente unbedingt einzusetzen.

  • Die Farbe „ROT“ zieht das andere Geschlecht an!

  • Die Farbe „GELB“ bringt Dinge in Fluss!

Ein weiteres interessantes Experiment:
Studentinnen wurden Fotos von jungen Männern gezeigt. Sie sollten sie nach Attraktivität ordnen. Einige Männer waren einmal im Sakko und einmal in Freizeitkleidung abgebildet.
Ausnahmslos wurde derselbe Mann im Jackett als attraktiver eingestuft als im T-Shirt.
In Bezug auf Schnitt und Figur kommt es bei der Kleiderwahl auf folgende Punkte an:
  • Wirft das Jackett Querfalten, ist es zu eng, wirft es Längsfalten ist es zu weit

  • Der Jackettkragen muss hinten am Hemd anliegen

  • Die Hosenlänge ist dann richtig, wenn zwischen Knie und Saum ein Knick entsteht

  • Hosen mit Aufschlag lassen die Beine kürzer erscheinen

  • Kurze Jacketts lassen Ihre Beine länger erscheinen

  • Mit Längsstreifen wirken Sie größer und schlanker

  • Ein kurzer Hals lässt sich durch V-Ausschnitte oder offene Hemdkragen optisch verlängern

  • Bei kräftigem Gesäß sollte Ihr Jackett ein Rückenschlitz haben, bei wenig Hintern zwei Seitenschlitze

  • Grobe, dicke Stoffe und große Muster machen Sie dicker

  • Bei schmalen Schultern verwenden Sie Schulterpolster oder tragen Karos
Außer der Farbe, dem passenden Schnitt für Ihre Figur rundet Ihr ganz individueller Stil das Bild ab.
Dazu noch einige Tipps:

  • Die Unterwäsche sollte nicht kneifen. Das Zupfen an der Hose im Schritt beeindruckt die Frauen nicht besonders.

  • Gut sitzende Jeans sollte nur ein Kerl mit knackigem Hintern und schmalen Hüften tragen. Bei Übergewicht sollten Sie auf diese Hose verzichten, da Sie damit noch dicker wirken.

  • Zum Anzug gehören Leder-Schnürschuhe, keine Sportschuhe. Sie sind schwarz oder dunkelbraun und von guter Qualität.

  • Allerdings „no brown after six“.

  • Ihre Socken sollen dunkel sein, keine witzigen Designs haben, und kein nacktes Bein sehen lassen – der Blick bleibt im Gesicht!

  • Die Hose halten Sie mit Gürtel oder Hosenträgern - nie mit beidem zugleich.

  • Wenn Sie schmächtig sind, kleidet Sie ein Hemd besser als ein T-Shirt.

  • Wählen Sie ein originelles Accessoire als Ihr Markenzeichen.

  • Tragen Sie im Geschäftsleben nur Ehering und eine Uhr mit Lederarmband. Ohrringe und Ketten sind kein Zeichen von Klasse!

  • Im Geschäftsleben sind die Anzüge grau oder marineblau. Geometrische Muster bei der Krawatte wirken seriös. Die Krawatte endet mit der Spitze an der Gürtelschnalle.

  • Besonderen Stil beweisen Sie mit der Qualität der Aktentasche in schwarzem oder dunkelbraunem Leder und einem eleganten Federhalter.
Zum Schluss noch einmal absolute No-nos:

  • Weiße Frotteesocken
  • Lederkrawatten
  • Gelbe Strickpullis
  • Jacketts in knallbunten Farben
  • Spiegelbrillen
  • Goldkettchen im Brusthaar
  • Armbänder mit Namensaufschriften
  • Digitalarmbanduhren
  • Dicke Ringe
  • Trainings- und Jogginghosen
  • Handgelenktaschen
  • Mickymausmuster
Kontakt:
Image Consulting, Rosel Haas
Hymgasse 35, 40549 Düsseldorf
Tel: 0211-5590797

(Rosel Haas)


 


 

Rosel Haas
Stilberatung für Männer
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Für den Erfolg richtig angezogen?

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1 Kommentar

von Michel
17.09.07 16:13 Uhr
Männerkleidung und Frauen

Ich lese in ihrem Text: „Man hat aus 20 Passbildern von Männern ein Durchschnittsfoto im PC hergestellt. Alle Fotos wurden von Frauen nach Schönheit sortiert“; „Studentinnen wurden Fotos von jungen Männern gezeigt. Sie sollten sie nach Attraktivität ordnen.“; „Das Zupfen an der Hose im Schritt beeindruckt die Frauen nicht besonders.“
Wenn man Ihren Text liest, hat man den Eindruck Männerkleidung hätte als einziges und ausschließliches Ziel den Frauen zu gefallen.
Ich glaube dagegen, Männerkleidung ist vor allem dazu da den Männern selber zu gefallen. Was die Frauen davon denken ist doch letztlich zweitrangig.

Michel Leiberich, Paris

 

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