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Fusion

Klinikum Hochsauerland startet mit gewaltigem Investitionsprogramm

12 Mio. EUR werden in die vier Krankenhausstandorte investiert

Seit Vollzug der Fusion im Herbst 2017 arbeiten die vier Krankenhaus-Standorte in Arnsberg und Meschede unter dem Dach einer gemeinsamen Krankenhausgesellschaft zusammen. „Seitdem haben wir intensiv an der Struktur gearbeitet. Heute sind wir auf einem sehr guten Stand“, so Dipl.-Kfm. Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung.

Neuer Name Klinikum Hochsauerland

Doch das, worauf sehr viele gewartet hätten, sei natürlich die Frage des neuen gemeinsamen Namens. „Damit haben wir uns ein bisschen Zeit gelassen. Weil es eine intensive und wichtige Diskussion gab. Das war eine sehr wertvolle Diskussion, die gezeigt hat,
wieviel Identifikation und wieviel Verbindung zum Klinikum existiert“, berichtet Kemper. „Die Gesellschafter haben sich jüngst mehrheitlich für den Namen Klinikum Hochsauerland entschieden. Gestern hat uns die Nachricht erreicht, dass der neue Name „Klinikum Hochsauerland“ beim Amtsgericht eingetragen ist und ab sofort verwendet werden kann“, so Kemper. Mit dem Krankenhausstandort in Meschede sei man insgesamt noch weiter in die Mitte des Versorgungsgebietes Hochsauerlandkreis gerückt. Dies spiegele der neue Name wider. Der neue Name sei natürlich auch mit einem neuen Logo verbunden.

Investitionen in die Standorte

Das Klinikum Hochsauerland will nun kräftig in die vier Krankenhausstandorte investieren. Kemper berichtete, dass an den Standorten großer Investitionsbedarf bestünde. Als Beispiele nannte er zu geringe Kapazitäten in der Intensivmedizin, die mehrfach dazu geführt hätten, dass sich einzelne Standorte von der Notfallversorgung abmelden mussten. Um die Engpässe in der Intensivmedizin zu beseitigen, werde diese nun an drei Standorten deutlich ausgebaut.

Am Standort Karolinen Hospital seien zudem Sanierungen und Modernisierungen von rund sieben Stationen erforderlich. Mehrere CT´s müssten angeschafft werden und auch der Anund Ausbau für die Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie stehe bevor. Noch in
diesem Jahr werde ein Investitionsvolumen in Höhe von 12 Mio. EUR für Geräte, Strukturen und Baumaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Detail seinen folgende Vorhaben vorgesehen:

St. Johannes-Hospital Neheim / Investitionsvolumen ca. 3 Mio. EUR

  • An- und Ausbau Neuroradiologie auf der ostwärtigen Freifläche im Bereich des Krankenhauses bis 10/2018
  • Anschaffung einer DSA-Anlage zur Stärkung der Neuroradiologie und Schaffung zusätzlicher Behandlungsoptionen im Rahmen der Schlaganfallversorgung, beispielsweise die mechanische Entfernung schlaganfallauslösender Blutgerinnsel aus verschlossenen Hirnarterien (sog. Thrombektomie) bis 10/2018
  • Erneuerung CT-Technik durch Anschaffung eines hochmodernen 320-Zeilers, der viele neue diagnostische Optionen eröffnet sowie Erneuerung der Durchleuchtungsanlage bis 08/2018
  • Verschiedene Sanierungsmaßnahmen am Gebäude bis 12/2018

Karolinen-Hospital Hüsten / Investitionsvolumen ca. 4 Mio. EUR

  • Sanierungen von 7 Stationen inkl. Patientenzimmern ab 07/ 2018 
  • (Dauer der Maßnahme ca. 2-2,5 Jahre, da rollierende Umsetzung)
  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 16 Betten bis 11/2018
  • (Umsetzung als Modulbau mit direktem Gebäudeanschluss)

Marienhospital Arnsberg / Investitionsvolumen ca. 3 Mio. EUR

  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 16 Betten bis 10/2018
    (Umsetzung als Modulbau mit direktem Gebäudeanschluss, die erforderliche Bodenplatte ist bereits im Bau)
  • Erneuerung CT- und Röntgen-Technik bis 10/2018

St. Walburga-Krankenhaus Meschede / Investitionsvolumen ca. 2 Mio. EUR

  • Erweiterung der Intensivstation von 13 auf 16 Betten mittels Anbau bis 12/2018
  • Errichtung einer gemeinsamen Palliativstation bis 10/2018 mit 7 Patienten- und 2 Besucherbetten
  • Umbau für temporäre Kindertagesstätte bis 08/2018
  • Neu-Beantragung einer geriatrischen Tagesklinik mit ca. 20 Plätzen

Verdopplung der Initiativen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Kemper betonte, dass es heute längst nicht mehr ausreiche, in Geräte und Bau zu investieren. Die besten Geräte und Bauten nutzen niemandem, wenn nicht ausreichend viele qualifizierte und motivierte Fachkräfte da seien, um die Geräte betreiben und die
Patienten in höchster medizinischer und pflegerischer Qualität versorgen zu können. Daher werde man die eigenen Initiativen selbst auszubilden, deutlich ausweiten und mindestens verdoppeln. Ziel sei es, in den nächsten Jahren die Anzahl der Ausbildungsplätze mindestens um die Zahl 100 zu erhöhen. Dazu werde die Bildungsstätte für Gesundheitsberufe in Neheim sowie die Verbundkrankenpflegeschule in Meschede zu einer Schule an zwei Standorten zusammengeführt und als eigener sechster Unternehmensbereich mit externen Partnern geführt. Es sei vorgesehen Klassen, Klassenstärken und Inhalte auszubauen und gemeinsam mit Partnern auch die Inhalte über die Pflege hinaus auszuweiten. So werde beispielsweise darüber nachgedacht, wie man künftig auch die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTR) oder zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) ermöglichen könne.

(Redaktion)


 


 

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