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Grippesaison vorbeugen

Gesundheitsamt empfiehlt Grippeimpfung

„Große Zahl an Erkrankungen kann verhindert werden“

Kreis Soest (kso.2018.10.08.426.-rn). Die nächste Grippewelle kommt bestimmt. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt des Kreises Soest, sich jetzt gegen die Grippe impfen zu lassen. „Zwar garantiert eine Grippeschutzimpfung keinen hundertprozentigen Schutz, aber dennoch kann sie eine große Zahl an Erkrankungen verhindern. Die Grippeschutzimpfung ist die beste Präventionsmaßnahme auf Bevölkerungsebene, um das Risiko von Erkrankungen zu vermindern“, ist Hansjörg Schulze M. A. E., Amtsarzt im Gesundheitsamt, überzeugt.

Fünf bis 15 Prozent der Bevölkerung erkranken jährlich an einer Influenza ("echte Grippe"). "Der beste Grippe-Schutz ist eine Impfung vor Beginn der jährlichen Grippewelle, also zwischen September und November", so der Präventivmediziner und Lungenarzt Hansjörg Schulze.

Eine Grippe beginnt plötzlich mit hohem Fieber (höher als 38,5 Grad Celsius), starken Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und schwerstem Krankheitsgefühl. Man ist einige Tage schwer krank, es kann sogar Wochen dauern bis wieder volle Belastbarkeit erreicht wird. Der Auslöser der Grippe-Erkrankung ist das Influenza-Virus. Die Influenza-Viren werden meistens über Tröpfchen beim Niesen oder Husten, aber auch beim Sprechen in kurzer Distanz übertragen. Und auch über die Hände ist eine Übertragung möglich. Die Influenza-Viren verändern sich ständig. Eine Grippeschutzimpfung sollte deshalb jährlich durchgeführt werden. Die volle Ausbildung eines Impfschutzes benötigt etwa zwei Wochen.

Die zurückliegende, besonders heftig verlaufene Influenza-Saison 2017/2018 hat gezeigt, dass Grippeerkrankungen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt, dass über 20.000 Todesfälle und neun Millionen Arztbesuche im Zusammenhang mit Grippeerkrankungen standen. Deutlich mehr Grippe-Patienten als zuvor mussten auf Intensivstationen behandelt werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung gegen die saisonale Influenza aktuell für alle Menschen über 60 Jahren, für chronisch Kranke, für Schwangere, für Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen und für Medizin- und Pflegepersonal. Um eine Doppelinfektion mit der Vogelgrippe zu vermeiden, sollten auch Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln eine Influenzaimpfung erhalten.

Unabhängig vom Impfstatus rät das Gesundheitsamt, in jeder Erkältungs- und Grippesaison grundsätzlich auch ganz einfache Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Hände häufiger waschen, besonders nach Husten, Niesen oder Naseputzen
  • Beim Husten und Niesen Mund und Nase bedecken
  • Beim Naseputzen Papiertaschentücher benutzen und diese nach Gebrauch entsorgen
  • Räume häufiger stoßlüften
  • Bei schwerstem Krankheitsgefühl zuhause bleiben, damit man niemanden ansteckt
  • Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung

Grundsätzlich ist die Grippeschutzimpfung für jeden eine sinnvolle ergänzende Gesundheitsvorsorge. Sie ist in der Regel gut verträglich. Alle Haus- sowie Kinderärztinnen und -ärzte führen die Impfungen durch. Die Kosten der Impfung übernimmt im Allgemeinen die Krankenkasse.

(Redaktion)


 


 

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