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Grubengelände Littfeld

„Was haben Zink, Blei und Kupfer mit einer Wüstenpflanze zu tun?“

Vor allem die Blei- und Zinkförderung in der Grube Viktoria hat unter anderen auch zur Ablagerung schwermetallhaltiger Halden geführt. Selbst nach Schließung der Grube Viktoria wurde hier noch Material aus dem gesamten Siegerland durch Erzflotation aufbereitet, wodurch metallhaltige Schlämme noch weiter verbreitet wurden.

„Was haben Zink, Blei und Kupfer mit einer Wüstenpflanze zu tun?“
Bergbaugeschichtliche und naturkundliche Führung des Heimatverein Littfeld-Burgholdighausen

Das Grubengelände Littfeld umfasst die ehemaligen Erzgruben Heinrichssegen, Hohenstein, Altenberg, Silberart, Viktoria und Anna. Vor allem die Blei- und Zinkförderung in der Grube Viktoria hat unter anderen auch zur Ablagerung schwermetallhaltiger Halden geführt. Selbst nach Schließung der Grube Viktoria wurde hier noch Material aus dem gesamten Siegerland durch Erzflotation aufbereitet, wodurch metallhaltige Schlämme noch weiter verbreitet wurden. Das Grubengelände Littfeld ist aber nicht nur bergbau- oder heimatkundlich interessant. Besondere Tier- und Pflanzenvorkommen haben es zu einem Gebiet mit europaweiter Schutzwürdigkeit gemacht. Aufgrund des mindestens 1000 Jahre andauernden, nahezu ununterbrochenen Bergbaus hat sich hier eine Vielzahl unterschiedlichster, aber eng verzahnter Lebensräume gebildet. Dabei stellen die auf den nach wie vor metallhaltigen Böden siedelnden Schwermetallrasen sogar die herausragende Besonderheit des Gebietes von europäischer Bedeutung dar.

Interessierte sind zu einer bergbaugeschichtlichen und naturkundlichen Führung durch das Naturschutzgebiet „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ und in das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Grubengelände Littfeld“ am Mittwoch, 23. Juni 2010, von 18:00 bis 20:00 Uhr, unter dem Titel „Was haben Zink, Blei und Kupfer mit einer Wüstenpflanze zu tun? Über die Anpassung von Pflanzen auf alten Grubenhalden“ eingeladen. Unterwegs finden die Teilnehmer so genannte schwermetallanzeigende Pflanzen wie Hallers Grasnelke, Hallers Schaumkraut und Hallers Leimkraut, die in Nordrhein-Westfalen zum Teil nur hier wachsen. Weiterhin verbreitet sind Orchideenbestände, wie zum Beispiel Breitblättrige und Braunrote Sumpfwurz oder Geflecktes Knabenkraut. Neben den meist vegetationsarmen und trockenen Halden finden sich natürlich auch Teiche, Gräben, Bäche und sogar moorige Zonen. Die Gewässer sind Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren. Alleine 13 Amphibien- und Reptilienarten sind im Grubengelände anzutreffen, d.h. nahezu alle im Kreisgebiet heimischen Arten.

Die Führung startet am Mittwoch, 23. Juni 2010, um 18:00 Uhr beim Modellflugplatz an der Müsener Straße (Naturschutzgebiet-Info-Tafel am großen Weiher). Die Veranstaltung ist unentgeltlich, der Heimatverein freut sich über eine Spende.
Veranstalter dieser bergbaugeschichtlichen und naturkundlichen Führung ist der Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen in Kooperation mit den Ortsvereinen in Littfeld, der Forstverwaltung Burgholdinghausen, der Waldgenossenschaft, dem Forstamt Siegen-Wittgenstein, dem NABU und der Biologischen Station.

(Redaktion)


 


 

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