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Handwerk Südwestfalen

„Der Betriebswirt hat mich selbstbewusster gemacht!“

Info-Abend am 16. Mai im bbz Arnsberg – Betriebswirtin Elena Tillmann berichtet von ihren Erfahrungen

Arnsberg (hwk). Als einzige Frau in einer Männerdomäne hatte es Elena Tillmann als Straßenbauerin in ihrer Ausbildung und während des Meisterkurses manchmal nicht leicht. Doch das Asphaltieren und die Arbeit auf der Baustelle machen ihr Spaß und liegen ihr im Blut – diese Vorliebe wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Durch den Betriebswirt fühlt sie sich nun nicht nur darin bestärkt, eines Tages den Betrieb ihres Vaters zu übernehmen, sondern kann sich jetzt erst recht gegenüber den Herren behaupten.

Von ihren Erfahrungen wird Elena Tillmann anderen Interessenten berichten: Am Dienstag, 16. Mai, findet um 18 Uhr im bbz Arnsberg, dem Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen, eine Infoveranstaltung rund um die Fortbildung zum Betriebswirt (HWO) statt.

Powerfrau vom Bau

Die 25-jährige Straßenbauerin ist auf der Baustelle groß geworden. 1990 gründete ihr Vater zusammen mit seinem Vater die „Friedel Tillmann Straßen- und Wegebau GmbH“ in Bestwig-Velmede. Elena Tillmann ist schon früh mitgefahren und hat gerne mit angepackt. Der Wunsch, einmal den Betrieb zu übernehmen, war immer ihr eigener. Ihr stand es frei, sich für einen Beruf zu entscheiden.

Da Elena Tillmann ein Studium zu theoretisch war, entschied sie sich nach dem Meister für die Fortbildung zur Betriebswirtin und besuchte einen Vollzeitkurs im bbz Arnsberg. „Zunächst einmal war es schön, dass da dann auch mal ein paar Mädels mit dabei waren“, schmunzelt sie. Die Fortbildung hat viele Vorteile – vor allem aber, sagt sie, habe der Betriebswirt sie selbstbewusster gemacht. Und das aus zwei Gründen: zum einen durch das zusätzliche Wissen und zum anderen durch das Training, vor einer größeren Gruppe zu sprechen.

„Irgendwann kann ich das körperlich nicht mehr.“

Denn zu dem Lehrgang gehören auch Gruppenarbeiten und Präsentationen mit PowerPoint, die der 25-Jährigen zunächst noch schwer gefallen sind. Mittlerweile hat sie keinerlei Probleme mehr damit, vor Menschen zu sprechen. Ihre tägliche Aufgabe, die Mitarbeiter ein- und aufzuteilen, meistert sie ohne Probleme. Die Personalführung gehörte während der Fortbildung sogar zu ihrem liebsten Themenbereich.

Ihr Arbeitsgebiet hat sich durch den Betriebswirt schon merklich verändert. Die Arbeit auf der Baustelle hat sie gegen das Büro eingetauscht. Und das bewusst: „Irgendwann kann ich die Arbeit auf der Baustelle körperlich nicht mehr leisten.“ Daher hat die junge Frau rechtzeitig reagiert und die Fortbildung absolviert, um auf Dauer als Führungskraft arbeiten zu können. „Vor allem für die Selbstständigkeit würde ich das jedem empfehlen“, stellt Elena Tillmann fest.

Vorbereitung ist alles

Vom Ablauf und der Organisation des Betriebswirt-Lehrgangs ist sie nach wie vor überzeugt. Auch die Prüfungen am Ende waren nicht so schwierig wie anfangs befürchtet. Dafür hat die 25-Jährige ein Geheimrezept: „Immer am Ball bleiben. Ich habe mich von Anfang an mit einer Freundin ein- bis zweimal die Woche privat getroffen und gelernt.“

Ihr Facharbeitsthema wird die Betriebswirtin jetzt ebenfalls nach und nach in die Firma integrieren. Dazu gehört, den Betrieb noch ausbildungsfreundlicher zu gestalten. Dieses Thema hat sie bewusst gewählt: Bewerbungen für Auszubildende im Straßenbau gibt es derzeit viel zu wenig.

Wenn Sie am 16. Mai bei der Infoveranstaltung zum Betriebswirt (HWO) im bbz Arnsberg, Altes Feld 20, 59821 Arnsberg, dabei sein möchten, melden Sie sich bitte bis zum 12. Mai bei Rebecca Hellmann im bbz Arnsberg an:
Telefon: 02931 877-309, Telefax: 02931 877-2411 E-Mail: [email protected].

(Redaktion)


 


 

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